Gesündere Zähne ohne Putzen?

Putzen ist angeblich das Um und Auf für gesunde Zähne. Aber wie machen das die Wildtiere und wie konnten unsere steinzeitlichen Vorfahren überleben ohne besondere Mundhygiene?

Foto: Andy Wright / flickr CC BY 2.0
Foto: Andy Wright / flickr CC BY 2.0

Putzen scheint wenig zu nutzen

Obwohl sich alle Zahnärzte einig zu sein scheinen, kann die Lehrmeinung der Schulmediziner nicht ganz stimmen, denn sonst hätte sich die Zahngesundheit wesentlich verbessert im Laufe der letzten Jahrhunderte. Es ist jedoch eher das Gegenteil der Fall. Zwar haben wir heute ästhetischere Möglichkeiten, Zahnschäden zu reparieren, aber geflickte Zähne, Zahnkronen und Prothesen sind noch lange keine gesunden Zähne. Neuerdings haben sogar viele Jugendliche mit porösen „Kreidezähnen“ zu kämpfen, von denen man früher nichts gehört hat. Auch Zahnfehlstellungen sind ein weit verbreitetes Problem – ebenso wie Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischschwund.

Sind Zahnbeläge wirklich gefährlich?

Die meisten Zahnärzte gehen davon aus, dass Zahnbeläge unbedingt beseitigt werden müssen, weil sie Zahnschäden nach sich ziehen. Könnte es aber nicht auch sein, dass die Beläge eine schützende oder sogar nährende Wirkung haben? Die Ernährung ist bei Zahnarztbesuchen kein Thema, sondern es geht immer nur um die Sauberkeit der Zähne. Die wenigen Minuten, die für Gespräche mit den Patienten vorgesehen sind, drehen sich ausschließlich um diverse Reinigungsmethoden und vorbeugende Fluorid-Behandlungen. Fluorid soll den Säuren entgegen wirken, die Mineralien aus den Zähnen herauslösen. Doch wie wäre es, säurebildende Lebensmittel generell zu reduzieren und hauptsächlich basenbildende Nahrungsmittel zu konsumieren?

Weniger Zahnfleischprobleme durch zahngerechte Ernährung

Ein Forschungsteam am Freiburger Universitätsklinikum fand heraus, dass Zahnfleischprobleme hauptsächlich mit der Ernährung zusammenhängen. Das klingt logisch, wird aber immer noch ignoriert von der Schulmedizin.

Diese 4 Faktoren haben einen therapeutischen Effekt bei Zahnfleischentzündungen:

  • Reichlich Omega-3-Fettsäuren
  • Nährstoffreiche Lebensmittel mit vielen Vitaminen und Mineralstoffen
  • Reichlich Ballaststoffe
  • Kein Industriezucker

Bei einem Experiment mit Salatsaft stellte sich heraus, dass sich die Gesundheit des Zahnfleisches merklich verbessert, wenn natürliches Nitrat hinzugefügt wird. Auch Kiwis, Grapefruits und Blaubeeren können durch ihre Inhaltsstoffe hilfreich sein. Menschen, die es nicht schaffen, von Industriezucker und kohlenhydratereichen Lebensmitteln wegzukommen, können sich mit der Einnahme von Probiotika helfen. Wie wäre es zum Beispiel mit Sauerkrautsaft statt Essig zum Salat? Manchmal genügen schon kleine Veränderungen, um Verantwortung für die eigene Gesundheit zu übernehmen.

Die Auswirkungen von Fluorid

Laut einer kanadischen Studie an schwangeren Frauen im Zeitraum von 2008 bis 2012 kann Fluorid die Intelligenz der Kinder deutlich beeinträchtigen. Mehr über die schädlichen Auswirkungen von Fluorid findet ihr hier: Die Wahrheit über Fluorid Zum Beispiel können Flecken auf den Zähnen auf eine Fluorid-Vergiftung hinweisen. Die oft gehörte Argumentation, dass Fluorid nicht so gefährlich sei wie Fluor, ist offenbar nicht stichhaltig. Fluorid ist KEIN essentielles Spurenelement für den menschlichen Organismus.

Warum beim Putzen der Zeitpunkt eine Rolle spielt

Gewöhnliches Zähneputzen kann den Zähnen kaum schaden, allerdings sollte man den richtigen Zeitpunkt wählen und sie nicht sofort NACH dem Essen putzen, sondern vorher – sofern man sich basisch ernährt – oder eine halbe Stunde warten. Denn die Zähne brauchen die basenbildenden Speisereste als Nahrung. Nach dem Genuss von säurebildenden Lebensmitteln wie Kaffee, Zucker oder Honig putzt man sich am besten SOFORT die Zähne und remineralisiert den Mundraum mit Sangokorallen-Pulver, Löwenzahn, Salat oder Anissamen. Das Milieu im Mund sollte sich immer angenehm neutral anfühlen, ansonsten befinden sich vermutlich zu viele Säuren im Speichel. Besonders achtsam sollte man vor der Nachtruhe sein und keinesfalls mit Zuckerresten ins Bett gehen. Aggressivere Reinigungsmethoden sind mit Vorsicht und Skepsis zu betrachten, weil es nicht immer sinnvoll ist, jede Spur von Belägen zu entfernen. Nach „professionellen“ Zahnreinigungen bis unter den Zahnfleischrrand sind die Zähne oft besonders empfindlich und fühlen sich zwar glatt, aber nicht geschützt an, weil der natürliche Bakterienfilm – der im gesunden Zustand viel nützliche Mikroorganismen enthält – entfernt ist. Eine sehr sanfte Methode zur Reinigung ist das so genannte „Ölziehen“ mit einem pflanzlichen Speiseöl. Statt einer Fluorid-Behandlung kann man das Zahnfleisch gelegentlich mit Gurkenscheiben massieren.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde von keiner Zahnärztin geschrieben und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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Über Irmgard Brottrager 801 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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