Gesunder Zuckerersatz

Die meisten Zuckerersatz-Stoffe sind mindestens genauso schädlich wie weißer Kristallzucker. Dennoch müssen Naschkatzen nicht völlig auf Süßes verzichten, wenn sie ihre Zähne schonen möchten.

Agaven-Feld, Foto (C) Amante Darmanin / flickr CC BY 2.0
Agaven-Feld, Foto (C) Amante Darmanin / flickr CC BY 2.0

 

Stevia, Süßkraut, Honigkraut, E 960

Hier muss man zwischen Stevia-Süßstoffen und getrockneten Stevia-Blättern unterscheiden. Die Stevia-Süßungsmittel, die in Fläschchen erhältlich sind, sind nicht naturbelassen. Stevia ist auch in Pulverform erhältlich. Pulver mit grüner Farbe stammt von Blättern. Pulver mit weißer Farbe besteht aus Steviol Glykoside (E960) und Erythritol. Beides sind keine natürlichen Süßstoffe, sondern sie werden durch chemische Verfahren gewonnen. Stevia lässt sich ganz leicht selber anbauen. Das rankende Kraut ist auch als Zimmerpflanze sehr ausdauernd. Da die Blätter extrem süß sind, benötigt man keine großen Mengen. Chemische Stevia-Süßstoffe sind für Menschen, die sich biologisch ernähren möchten, nicht geeignet. Manche Stevia-Produkte sind sogar mit Zucker versetzt, um den bitteren Geschmack zu verbessern. Daher heißt es beim Einkauf vorsichtig sein, denn der Hype um Steviaprodukte grenzt an Betrug.

 

Xylit, Birkenzucker, Holzzucker, Xucker, E 967

Auch über Xylitol mit dem netten Beinamen „Birkenzucker“ hört man viel Positives. In Wirklichkeit handelt es sich um ein Abfallprodukt, das außer Kohlenhydraten keinerlei Nährstoffe besitzt. Man bekommt sogar Durchfall davon, weil das Mitteln nicht vollständig verdaut werden kann. Es ist außerdem sehr teuer und schmeckt einfach nur süß. Der einzige Vorteil ist, dass das weiße Pulver die Zähne schont. Das Aussehen und die Süßkraft sind ähnlich wie bei Kristallzucker. Xylit wird ständig aus Zahn-Heilmittel angepriesen. Auf einer Internetseite von „medizin-transparent“ ist allerdings nachzulesen, dass es keine verlässlichen Studien gibt, die belegen, dass Xylit das Kariesrisiko verringert. „Xucker“ ist ein Markenname für Produkte, die entweder aus Xylit oder Erythrit (Xucker light) bestehen.

 

Erythrit, E968, Erythrol, Erylite

Dieser Süßstoff ist etwas weniger süß als Xylit. Er sieht aus wie Kristallzucker, hat aber weniger Kalorien. An der E-Nummer ist zu erkennen, dass es sich um ein Chemieprodukt handelt, auch wenn immer wieder so getan wird, als handle es sich um ein Naturprodukt. Erythrit kommt zwar auch in der Natur vor, wird für die Lebensmittelproduktion aber künstlich hergestellt. Wie Xylit kann Eryhtrit nicht vollständig verdaut werden und daher zu Bauchschmerzen, Blähungen und Verdauungsbeschwerden führen.

 

Agavendicksaft, Agavensirup

Der gelbliche Sirup sieht aus wie Honig. Er wird aus mexikanischen Agavenpflanzen gewonnen und bei weniger als 50 Grad Celsius eingedickt. Da er zu 90 Prozent aus Fruchtzucker besteht, ist er für die Zähne nicht optimal. Außerdem ist er nicht besonders süß und verleitet dazu, größere Mengen zu konsumieren. In geringen Mengen ist Agavendicksaft durchaus empfehlenswert, denn er enthält nicht nur Zucker, sondern auch viele andere Nährstoffe.

 

Dattelsirup, Dattelpaste, Dattelsüße

Getrocknete Datteln werden in der Rohkostszene schon lange zum Süßen verwendet. Inzwischen sieht man auch immer öfter Dattelsirup in den Supermarkt-Regalen. Datteln sind zweifellos nicht gesund für die Zähne und daher sollte man sie nur in Maßen genießen. Der Vorteil ist, dass sie hundertprozentig natürlich sind und viele wertvolle Nährstoffe enthalten. Biologischer Dattelsirup besteht zu 75% aus Datteln und zu 25% aus Wasser. Die dickflüssige Paste schmeckt sehr aromatisch und ist süßer als gewöhnlicher Zucker.

 

Ahornsirup

Ahornsirup ist ein wichtiger Bestandteil von Zitronensaft-Kuren, weil ihm antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen werden. Er sieht ähnlich aus wie Agavensirup, enthält aber weniger Fruchtzucker. Obwohl hochwertiger Agavensirup ziemlich unbehandelt und weitgehend gesund ist, tut er den Zähnen nicht gut. Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass es unterschiedliche Güteklassen gibt, die mit Buchstaben von A bis D gekennzeichnet sind.

 

Yaconsirup, Yaconpulver

Yacon ist eine knollenförmige Wurzel mit besonders süßem Geschmack. Sie sieht aus wie eine Süßkartoffel und ist in Südamerika beheimatet. In Europa sind Yacon-Produkte kaum bekannt, weil sie bis 2015 verboten waren. Der Sirup besteht zu 30 bis 50 % aus FOS (Fructooligosaccharide), die nicht verdaut werden können. Trotz oder gerade wegen dieser hohen Menge an Ballaststoffen gilt die Yaconwurzel als sehr gesund und heilsam für den Darm. Sie schmeckt fruchtig süß, ohne den Blutzuckerspiegel anzuheben und ohne dick zu machen. Die in Yacon enthaltenen Zuckerarten greifen die Zähne nicht an. Der Preis pro Kilogramm bewegt sich allerdings zwischen 70 und 100 Euro und ist damit für durchschnittliche Haushaltsbudgets zu hoch.

Frische Yacon-Wurzeln, Foto (C) Andy Roberts / flickr CC BY 2.0
Frische Yacon-Wurzeln, Foto (C) Andy Roberts / flickr CC BY 2.0

 

Kokosblütenzucker

Er ist nicht so süß wie Haushaltszucker, hat aber einen sehr guten, karamelligen Eigengeschmack. Wie der Namen schon sagt, wird er aus dem Blütennektar von Kokosblüten gewonnen. Die Süße von der Kokospalme gehört zu den besten und gesündesten Zuckerersatzstoffen. Das getrocknete Pulver enthält wertvolle Nährstoffe und soll sogar die Zähne schonen. Es sieht aus wie brauner Zucker und kann auch so verwendet werden. Der Preis hält sich mit zirka 10 bis 20 Euro pro kg in Grenzen.

 

Bienenhonig

Honig ist nicht vegan und schlecht für die Zähne. Aber es werden ihm auch viele gesundheitliche Vorteile zugeschrieben. Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass es sich um möglichst unbehandelten Honig handelt. Wenn Honig über 40 Grad erhitzt wird, steigt der HMF-Wert signifikant an und wertvolle Enzyme gehen verloren. HMF (Hydroxymethylfurfural) ist ein Stoff, der möglicherweise krebserregend wirkt.

 

Apfelsaft

Süßer Apfelsaft ist ein sehr einfaches und preiswertes Mittel, um Fruchtsalate, Müslis, Shakes, Smoothies und vieles mehr zu süßen.

 

Bananenpulver

Biopulver besteht aus getrockneten und gemahlenen Bananen und sonst nichts. Wer ein Dörrgerät zu Hause hat, kann es auch selbst herstellen. Im Handel kostet es um die 50 Euro pro Kilogramm. Bananen sind nicht optimal, wenn man sich low-carb ernähren möchte, aber sehr nährstoffreich und relativ zahnschonend. Man kann natürlich auch frische Bananen verwenden und sie im Mixer oder mit einer Gabel pürieren, um selbstgemachtes Eis herzustellen oder Smoothies süßer zu machen.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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