Reineres Wasser mit Wasserfiltern: Das Für & Wider der Modell-Varianten

Wenn es um Wasserfilter geht, scheiden sich die Geister wie bei kaum einem anderen Wellness-Produkt. Verschiedene Vergleiche führen zu dem Schluss, dass es nur bessere oder schlechtere Filter gibt, aber keine optimalen.

Foto (C) Stefan Lins / flickr CC BY 2.0
Foto (C) Stefan Lins / flickr CC BY 2.0

Vorweg: Die meisten Filtergeräte sind nur für die stoffliche Reinigung von Wasser gedacht und nicht für die „feinstoffliche“ Energetisierung.

Filtergeräte gehören zu den eher unattraktiven Haushaltsgeräten

Wasser ist bekanntlich ein Informationsspeicher und sehr aufnahmefähig für nicht materielle Informationen auf der Schwingungsebene. Daher ist allein das Erscheinungsbild der meisten  Filtergeräte äußerst bedenklich. Sie sind keine Zierde in der Küche und enthalten überwiegend Plastikteile. Die Filterkartuschen müssen häufig gewechselt werden, wobei ständig für Müll gesorgt wird. Die mit Schadstoffen durchtränkte Filtersubstanz landet zusammen mit den Kunststoffhüllen beim gewöhnlichen Restmüll. Zudem kostet der Filterkauf nicht nur Geld, sondern auch Aufmerksamkeit. Die Geräte selbst sind selten solide konstruiert und daher nicht lange haltbar. Außerdem kann sich der Kartuschen-Nachkauf wegen der vielen Modelle als unmöglich oder völlig unrentabel erweisen, sobald die Geräte veraltet sind. Dann wandert die ganze Apparatur in die Mülltonne – was sicher keine ökologische Lösung ist.

Tischwasserfilter

Fangen wir bei den einfachsten Systemen an. Wasserkannen mit Filtereinsatz haben den Vorteil, dass sie mobil sind, keinen Strom benötigen, leicht zu reinigen sind und aus wenigen Teilen bestehen. Die „Technik“ ist auch für Laien sehr überschaubar. Ein großer Nachteil ist, dass man von den Filtern nur etwas hat, wenn man innerhalb von wenigen Wochen eine bestimmte Wassermenge verbraucht. Ansonsten muss man den Filter ungenutzt wegschmeißen, weil er verkeimt oder unhygienisch wird. Bei manchen Filtern ist Silber beigesetzt, der das Verkeimen verhindern soll. Ob es von Vorteil ist, wenn der Kalkgehalt des Wassers durch Silber ersetzt wird, ist fragwürdig. Im Allgemeinen kann man sich von einer Filter-Kanne erwarten, dass sie das Wasser weicher macht sowie Chlor, Kupfer und Blei beseitigt. Aber nicht viel mehr. Wer Müll sparen will, kann sich die Mühe machen und die gebrauchten Kartuschen nicht wegwerfen, sondern jedes Mal neu befüllen. Das Filtergranulat gibt es nämlich auch extra zu kaufen. Außerdem wird empfohlen, die Kartuschen im Kühlschrank zu lagern oder auszukochen, um sie länger haltbar zu machen.

Auftisch-Modelle

Sie stehen neben der Spülen-Armatur und werden mit einem Umlenkventil an den vorhandenen Wasserhahn angeschlossen. Für Ästheten ist das eher nichts. Und auch nichts für praktisch veranlagte Menschen, denn das Gerät steht im Spritzbereich des Wassers und ist daher kaum sauber zu halten. Im angeschlossenen Zustand versprüht das Gerät den Charme einer Zahnarzt-Mundspüle. Wenn nur kaltes Wasser durch den Filter laufen darf und kein warmes, entsteht bei Einhebel-Mischern ein Konflikt. Denn am Auslass eines Misch-Wasserhahns kommt in der Regel nicht nur Kaltwasser heraus. Die Filterleistung hängt vom Granulat ab. Es gibt sogar Kartuschen mit Effektiven Mikroorganismen (EM). Wenn man eine Mietwohnung hat und daher kein Loch in die Spüle gebohrt werden darf, sind Auftisch-Filter eine passable Lösung. Wer Wert auf Design lebt, wählt ein Modell aus Edelstahl.

Foto (C) Dean Hochman / flickr CC BY 2.0
Foto (C) Dean Hochman / flickr CC BY 2.0

Wasserhahn-Filter

Noch hässlicher als Auftisch-Filter sind nur Filtergeräte, die direkt am Wasserhahn montiert werden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen. Eine pauschale Beurteilung ist hier nicht möglich, weil die Modelle zu verschieden sind. Am leichtesten kann man den Kalkgehalt überprüfen, weil Kalk weiße Flecken hinterlässt. Ein schöner Hahnfilter, der wirklich viel kann, ist mir bisher nicht untergekommen. Leider. Die Filterpatronen sind relativ klein und leisten entsprechend wenig. Diverse Luftsprudler sehen zwar elegant aus, besitzen jedoch nur ein grobes Sieb, um die gröbsten Partikel zurückzuhalten.

Untertisch-Modelle

Bei Apparaturen, die versteckt unter der Arbeitsplatte montiert werden, kommt es auf die Optik nicht an. Sie dürfen etwas größer ausfallen und sogar verstauben. Für feinsinnige Menschen stellt sich freilich die Frage, wie belebend eine derart lieblose Einrichtung auf der Schwingungsebene wirkt. Meistens ist ein separater Wasserhahn erforderlich, der irgendwo neben dem Spülbecken Platz finden muss. Es gibt also zwei Wasserhähne nebeneinander im Spritzwasserbereich. Die Filterleistung ist im Durchschnitt besser als bei den kleineren Filtersystemen.

Umkehrosmoseanlagen

Sie liefern das reinste Wasser (von Destilliergeräten abgesehen), filtern aber auch gesunde Mineralien heraus. Daher sind diese Anlagen sehr umstritten. Die einen schwören darauf, während die anderen die Nase rümpfen. Mineralienarmes Wasser hat Vor- und Nachteile. Es eignet sich vor allem zum Ausleiten und Ausschwemmen von Giftstoffen im Körper. Ob Wasser als Nahrungsmittel überhaupt wirksam ist, hängt davon ab, ob es zellgängig ist oder nicht. Daher werden für die Versorgung mit Zellwasser reichlich Obst und Gemüse empfohlen, weil sie das „richtige“ Wasser enthalten, das in die Zellen passt und alle wertvollen Informationen enthält. Regenwasser enthält wie Osmose-Wasser kaum Nährstoffe. Wenn man die Zellen nicht nur reinigen, sondern auch nähren möchte, ist Quellwasser eine gute Wahl.

Hauswasserfilter

Aus verschiedenen Gründen kann es sinnvoll sein, nicht nur das Trinkwasser zu filtern, sondern das gesamte Brauchwasser inklusive Warmwasser. Zum Beispiel wenn das Leitungswasser sehr hart ist. Oder wenn das Brunnenwasser keine Trinkwasserqualität aufweist. Die Haushaltsgeräte und Leitungen bleiben von Kalkablagerungen verschont. Die Filterkartuschen müssen ausgetauscht werden und es entsteht wesentlich mehr Müll als bei reinen Trinkwasser-Geräten.

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Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 749 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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