Wie wird man hellfühlig?

Hellfühligkeit ist keine uncoole Kinderei, sondern eine wertvolle Gabe. Es gibt viele Möglichkeiten, um die Intuition und den Spürsinn zu schärfen. Zwei davon sind Unvoreingenommenheit und Aufmerksamkeit.

Foto: Ivan / flickr CC BY 2.0
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Kleinkinder sind von Natur aus feinfühliger und aufmerksamer

Die Wahrnehmungen von Kindern sind nicht viel anders als im späteren Leben, aber intensiver und eindrucksvoller. Daher kann man sich an frühe Kindheitserlebnisse besser erinnern als an spätere Ereignisse, die weniger spannend erscheinen. Kinder leben stärker im Hier und jetzt, sind weniger abgelenkt, sondern ganz bei der Sache, die sie gerade tun. Sie sind selbstvergessener und hingebungsvoller und verschmelzen öfter mit ihrem Umfeld als Erwachsene das tun. Sie lassen alles ungefiltert an sich heran und daher dringen alle Wahrnehmungen tief und mit allen Nuancen in die Psyche ein. Erwachsene hingegen blenden vieles aus, deuten es um oder lassen es an sich abprallen. Das Denken steht dem reinen Wahrnehmen und Fühlen im Wege, denn wahre Feinfühligkeit ist ein Baden mit allen Sinnen – frei von analytischen Gedanken.

Körpersprache ist eine Sprache, die jeder versteht

Mitgefühl ist die Fähigkeit, ohne Worte zu spüren, die es anderen Wesen geht. Voraussetzungen für Mitgefühl sind Interesse, Offenheit und Aufmerksamkeit. Um sich in die Lage eines anderen zu versetzen, kann man die Tonlage, die Körperhaltung, die Gesten und die Mimik nachahmen. Jeder kennt den Unterschied zwischen einem entspannten und einem verspannten Menschen, zwischen einem müden und einem übermütigen Tier oder zwischen Langeweile und Begeisterung. Gefühle sind ansteckend und daher fühlt man sich in disharmonischen Umfeldern nicht lange wohl. Jeder gesunde Mensch zieht es vor, was Schönes und Nettes zu erleben, was Liebevolles oder Interessantes, was Aufbauendes oder Heilsames. Feinfühlige Menschen halten sich ungern in hässlicher, aggressiver, lauter, schmutziger oder ungesunder Umgebung auf, weil sie stärker darunter leiden als der Durchschnitt. Sie meiden Menschenansammlungen und gehen groben Zeitgenossen aus dem Weg.

25 Voraussetzungen, die Hellfühligkeit fördern

  1. Freisein von körperlichen Verspannungen und Blockaden
  2. Unvoreingenommenheit und Abenteuerbereitschaft
  3. Präsenz und Achtsamkeit, Leben im Hier und Jetzt
  4. Starke Verbundenheit mit dem eigenen Körper und allen seinen Signalen
  5. Die Bereitschaft, alle Gefühle zu fühlen – auch die unangenehmen
  6. Die Fähigkeit, Gefühle von Emotionen zu unterscheiden
  7. Das Vermeiden von Genussmitteln und Suchtmitteln, die die Stimmung aufhellen oder die Wahrnehmung verändern
  8. Ein gesunder Körper, der nicht ständig mit Krankheitssymptomen beschäftigt ist
  9. Offenheit, Neugierde und Interesse an anderen Menschen
  10. Das Vermeiden von Ablenkungen und Zerstreuungen (Musik, Handy, Fernseher, Computerspiele, Tagträumen, Autofahren)
  11. Das Vermeiden von Medikamenten und tierischen Lebensmitteln mit hormonellen Wirkungen
  12. Regelmäßige Entgiftung durch basische Ernährung, möglichst in Rohkostqualität
  13. Angstfreier und konstruktiver Umgang mit negativen Wahrnehmungen
  14. Anpassungsfähige Umgangsformen und ein lebhaftes Mienenspiel
  15. Ungetrübte Sinnesorgane (spitze Ohren, klare Augen, feine Spürnase, gefühlvolle Hände und zahlreiche Geschmacksknospen)
  16. Ein lernwilliges, aufgewecktes und scharfsinniges Wesen
  17. Keine Angst vor Ruhe, Stille und Alleinsein
  18. Gute Erdung und das Gefühl der Verbundenheit mit allem, was lebt
  19. Starkes Selbstvertrauen und Vertrauen in die eigenen Wahrnehmungen
  20. Die Fähigkeit, anderen gut zuzuhören und sie genau zu beobachten
  21. Die Fähigkeit, sich abzugrenzen und eigene Wege zu gehen
  22. Vielfältige Lebenserfahrungen mit vielen Höhen und Tiefen
  23. Eine starke innere Führung
  24. Das Vermeiden von Projektionen und Opferhaltungen
  25. Schulungen und Ausbildungen in energetischen Disziplinen (Feng-Shui, TCM, Yoga, Meditation und so weiter)

Sind feinfühlige Menschen ein Fall für den Therapeuten?

Hochsensibilität wird oft als problematisch hingestellt. Feinfühlige Menschen wirken nicht so robust und müssen sich mit dem Vorwurf herumschlagen, dass sie überempfindlich seien, weil sie nicht alles ignorieren und wegstecken. Sie sind außerdem unangenehme Zeitgenossen, weil sie den Mist unter dem Teppich hervorkehren und ihre Finger in Wunden legen. Sie sprechen unangenehme Wahrheiten aus, die keiner hören will. Sie sind talentierte Detektive und holen immer wieder Verdrängtes aus der Versenkung hervor. Ihre Tiefgründigkeit ist besonders anstrengend für Menschen, die ihr Heil in der Flucht und Zerstreuung suchen. Im Endeffekt jedoch sind Hellfühlige weniger anfällig für ernsthafte Erkrankungen als rigidere Typen mit harter Schale, aber wenig Spürsinn. Man muss sich also keine Sorgen um sie machen, auch wenn sie heftige Gefühle durchleben und manchmal mitgenommen wirken. Sie besitzen eine hohe emotionale Intelligenz und genießen ein sehr facettenreiches Gefühlsleben.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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