Feng Shui Ratgeber

3 vegane Superfoods mit viel wertvollem Eiweiß

Von Irmgard Brottrager

Dass in Pflanzen wenig Eiweiß enthalten ist, ist ein hartnäckiges Gerücht. Nicht nur Süßlupinen, sondern auch Hefeflocken, Chlorella und Spirulina besitzen mehr Proteine als jedes tierische Produkt.

Chlorella-Presslinge, Foto (C) Philipp Alexander / flickr

Chlorella-Presslinge, Foto (C) Philipp Alexander / flickr

 

Die stärksten pflanzlichen Eiweißquellen

Am meisten Proteine sind in getrockneten und gemahlenen Algen, Grünpflanzen, Samen und Kernen enthalten. Tierprodukte enthalten selten mehr als 20%. Vorsicht ist jedoch bei Glutamat, Seitan und gluten-haltigen Getreidesorten geboten, denn das Klebereiweiß wird oft nicht vertragen und steht im Verdacht, gesundheitsschädlich zu sein. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, meidet alle Produkte, die aus klebrigem Gluten-Getreide bestehen oder schleimbildend wirken. Hier einige Werte zum Vergleich:

  • Spirulina-Pulver: 60% Eiweiß
  • Erdnussmehl: 52%
  • Brennnesselpulver: 48%
  • Süßlupinenmehl: 30 bis 50%
  • Pflanzliche Protein-Konzentrate aus Soja, Erbsen, Reis und Getreide: 70 bis 90%
  • Sojamehl: 40%
  • Erdnüsse: 30%
  • Seitan: 75%
  • Glutamat: 90%

 

Hefeflocken

Frische Hefen sind lebende Mikroorganismen, die zu den Pilzen gehören. Für die Herstellung von Hefeflocken wird Nährhefe verwendet, erhitzt und getrocknet. Sie sind daher kein Rohkostprodukt. Bierhefe gilt als uraltes Nährmittel. Der Name erinnert daran, dass sie ursprünglich der hefehaltige Bodensatz war, der bei der Bierbrauerei entstand. Heute wird Nährhefe auf Basis von Molke, Bier, Melasse oder Holzzucker herangezüchtet. Im Gegensatz zur Backhefe hat Nährhefe keine Treibkraft. Neben dem hohen Eiweißgehalt verfügen Hefeflocken über hervorragende Werte bei den B-Vitaminen und bei Kupfer. Die würzigen Flocken schmecken wie Käse und sollten nicht gekocht werden. Man kann sie in fertige Suppen rühren, in Eintöpfe, Soßen, Salate und Müslis.

 

Chlorella

Die tiefgrüne Süßwasseralge enthält nicht nur über 50% Eiweiß, sondern auch extrem viel Chlorophyll sowie alle essentiellen Aminosäuren. Es gibt keine Pflanze, die mehr von dem „grünen Blut“ enthält als Chlorella. Die winzigen Mikroalgen wirken blutbildend und blutreinigend. Sie werden außerdem gerne bei Entgiftungskuren sowie für die Schwermetall-Ausleitung eingesetzt und sollen bereits bei den Azteken als Stärkungsmittel geschätzt worden sein. Der grüne Farbstoff Chlorophyll ist mit Hämoglobin verwandt, das für die rote Farbe im Blut verantwortlich ist.

Chlorella-Pulver mischt man am besten in Smoothies und Fruchtsäfte, denn es hat einen fischigen Geruch und ist nicht jedermanns Geschmack. Die runden Presslinge sind geschmacksneutral und können auch pur geschluckt werden.

Chlorella-Pulver, Foto (C) Philipp Alexander / flickr

Chlorella-Pulver, Foto (C) Philipp Alexander / flickr

 

Spirulina

Auch Spirulina enthält jede Menge Chlorophyll und gilt auf Grund der Nährstoffdichte als Superfood. Die Blaualge hat viele gesundheitsfördernde Wirkungen und kann zur Nahrungsergänzung eingenommen werden. Im Gegensatz zu Chlorella-Alge wird die Meerwasseralge weniger für die Entgiftung verwendet, sondern öfter als Nährstoff-Lieferantin. Sie enthält mehr Eiweiß, schmeckt milder und ist leichter verdaulich als Chlorella.

 

Nachfolgend die drei Eiweißbomben im Vergleich. Die Nährstoffangaben sind von Tabelle zu Tabelle äußerst unterschiedlich. Auch wenn natürliche Schwankungen normal sind, sind Fehler nicht ausgeschlossen.

 

Alle Angaben pro 100g Hefeflocken Chlorella trocken Spirulina trocken
Kohlehydrate (g) 34 19 20
Fett (g) 5 6,3 4
Eiweiß (g) 51 50 bis 60 60 bis 70
Ballaststoffe (g) 6 2,5 3
Vitamin A  (µg) 2 ja 615
Beta-Carotin (µg) 12 5900 3690
Vitamin B1 (µg) 7400 4400 1911
Vitamin B2 (µg) 2600 3800 3311
Vitamin B3 (µg) 26000 20000 21722
Vitamin B5 (µg) 5000 1300 2995
Vitamin B6 (µg) 2500 850 327
Vitamin B7, Biotin (µg) 196 200
Folsäure  (µg) 80 15 50
Vitamin B12 (µg) 44 190 51
Vitamin C (mg) 16 5
Vitamin D (µg) ja
Vitamin E (µg) 3600 18000 12000
Vitamin K (µg) 500 2200
Calcium (mg) 200 1131 780
Kalium (mg) 1600 2000 1900
Magnesium (mg) 230 315 480
Phosphor (mg) 1500 1985 950
Schwefel (mg) 320 460
Eisen (mg) 16 260 210
Jodid  (µg) 1600 26 1104
Kupfer  (µg) 3200 1200 1840
Mangan (mg) 1,2 10 3,8
Zink (mg) 7,4 15 10
Selen  (µg) 20 20
Kobalt (µg) ja ja 23
Silizium ja
Methionin (mg) 781 1530 726
Tyrosin (mg) 1562 3490 1206
Arginin (mg) 2083 5210 2412
Omega 3 Fettsäure (mg) 3200 5800
Chlorophyll (mg) 800 800

 

 

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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