Vegane Ernährung für Leistungsportler

Was können wir uns von den Sportlern abschauen, wenn es um pflanzliche Ernährung geht? Sie müssen es ja schließlich wissen, denn wenn sie keine Energie haben, wer dann?

Erbsen sind eine gute vegane Protein-Quelle. Foto (C) Theo Crazzolara / flickr CC BY 2.0
Erbsen sind eine gute vegane Protein-Quelle. Foto (C) Theo Crazzolara / flickr CC BY 2.0

 

Körperliche Leistungsfähigkeit ist nicht dasselbe wie das, was wir unter „Lebensenergie“ verstehen. Aber beides hängt natürlich zusammen. Der Begriff Lebensenergie ist umfassender und beinhaltet auch das biologische Alter, die psychische Belastbarkeit und die geistige Vitalität. Nicht jeder, der in jungen Jahren sportliche Spitzenleistungen vollbringt, ist ganzheitlich gesehen ein energiegeladener und gesunder Mensch. Eher im Gegenteil. Viele Leistungssportler überschreiten ständig ihre Grenzen und wirken daher frühzeitig verbraucht.

 

Die Leistung steht im Vordergrund – auch auf Kosten der Gesundheit

Sich ständig zu quälen, mit anderen zu messen und sie übertrumpfen zu wollen, ist kein ganzheitliches Prinzip und steht daher nicht im Einklang mit der Natur. Spitzensportler gehen sehr hart mit sich um und sind bereit, Schäden und Schmerzen in Kauf zu nehmen, um neue Rekorde aufzustellen. Ohne extremen Kampfgeist, Ehrgeiz und Siegeswillen sind keine Lorbeeren zu holen. In dieser Hinsicht wird eine Nachahmung nicht empfohlen!

 

Welche Nährstoffe braucht man für den Muskelaufbau?

Bei sportlichen Aktivitäten sind Muskeln das Um und Auf. Viele glauben immer noch, dass vegane Ernährung gut zum Abnehmen ist, obwohl es ja gerade die Kohlenhydrate sind, die dick machen. Und an Kohlenhydraten mangelt es bei Pflanzenkost wahrlich nicht. Ob eine bestimmte Ernährung von Vorteil ist, hängt von der Sportart ab. Ausdauersportler setzen nicht auf Kraft, sondern auf Leichtigkeit, Wendigkeit und Kondition.

Die beste Ernährung für Sportler ist die, mit der man am besten trainieren kann. In der Regel sind nährstoffreiche Lebensmittel gefragt, die genug Kalorien haben, aber nicht zu viel Volumen im Körper einnehmen. Also eher Produkte mit einer hohen Nährwert- und Kaloriendichte, die leicht verdaut werden können. Dass man mit veganem Eiweiß voll wettbewerbsfähig ist, beweisen viele Spitzensportler in unterschiedlichen Sparten.

 

Vegan ist nicht vegan

Vergleiche sind schwierig, weil es erstens noch nicht so viele Veganer gibt und weil die Ernährungsformen auch unter Veganern sehr unterschiedlich sind. Manche setzen auf „High Carb – Low Fat“ (viele Kohlenhydrate, wenig Fett) und bei anderen läuft es umgekehrt (High Fat – Low Carb“. Wiederum andere schwören auf Rohkost mit verschiedenen Schwerpunkten wie zum Beispiel:

  • Ketogen (sehr fettlastig, fast keine Kohlenhydrate)
  • Obst
  • Grünpflanzen und Sprossen
  • Mono-Mahlzeiten
  • Mischkost

Ein voller Bauch studiert nur nicht gern, sondern trainiert auch nicht gern. Daher liegt es auf der Hand, dass Ernährungsformen, bei denen man den ganzen Tag essen muss, um satt zu werden, ausscheiden. Der Wasseranteil darf nicht zu niedrig, aber auch nicht zu hoch sein. Viele vegane Hobbysportler berichten, dass sie mit fett- und eiweißbetonter Rohkost ihre besten Leistungen erzielen. Bei manchen, kräftezehrenden Sportarten, steigt der tägliche Kalorienbedarf auf über 4.000 Kilokalorien. Für stundenlanges Kauen bleibt da keine Zeit.

 

Vegane Brennstoffe: Auf diese Proteine fahren Sportler ab

Veganes Eiweiß hat den Vorteil, dass es nicht so lange im Verdauungstrakt liegt wie tierische Produkte. Zu den wichtigsten veganen Proteinquellen gehören:

  • Sußlupinen-Mehl und angekeimte Kerne
  • Geschälte Hanfsamen
  • Erbsen grün, angekeimt und in Pulverform
  • Kichererbsen, angekeimt und gekocht
  • Linsen, angekeimt und gekocht
  • Sojabohnen in verschiedenen Formen, Tempeh (fermentierte Sojabohnen)
  • Reis-Proteinpulver
  • Erdnüsse
  • Sonnenblumenkerne
  • Kürbiskerne
  • Nüsse
  • Haferflocken
  • Buchweizen
  • Bockshornklee-Samen
  • Hefeflocken

Zudem gibt es jede Menge konzentrierte Protein-Mischungen am Markt, nach denen es offenbar eine rege Nachfrage gibt. Sie bestehen aus bis zu 90% Eiweiß und werden in Form von Shakes konsumiert.

 

Erfolgreiche vegane Spitzensportler

Sie beweisen, dass vegane Ernährung mindestens gleiche oder sogar bessere Leistungen ermöglicht. Sie alle essen keine tierischen Produkte und stehen trotzdem auf den Siegerpodesten. Nachfolgend nur einige bekannte Namen. Es gibt natürlich noch viele mehr.

  • Gerlinde Kaltenbrunner: Weltbeste Extrembergsteigerin
  • Patrik Baboumian: Stärkster Mann der Welt des Jahres 2011 und mehrere Weltrekorde im Strongman
  • Mike Tyson: Boxweltmeister
  • Michael Griesmeier: Extremsportler
  • Martina Navrátilová: Tennis-Spitzensportlerin
  • Lewis Hamilton: Formel-1-Superstar
  • Roy Hinnen: Schweizer Triathlet
  • Carl Lewis: Leichtathlet und Olympiasieger im Weitsprung

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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