Die Energie-Qualitäten im Januar

Im Jänner wird es eigentlich erst so richtig Winter. Denn laut Kalender gehört der Dezember zu drei Vierteln zum Herbst und erst um Weihnachten herum ist Winterbeginn. Die Wintersonnenwende ist jetzt überschritten. Die Sonne scheint täglich ein bisschen länger – und überall ist Winterschlussverkauf.

Knopsen, Eis und Schnee. Foto (C) Maja Dumat / flickr CC BY 2.0
Knopsen, Eis und Schnee. Foto (C) Maja Dumat / flickr CC BY 2.0

Der erste Monat im Jahreskreis

Also einerseits ist Schluss mit Dunkelheit und Wintersaison – aber andererseits geht es erst so richtig los. Schnee vor und zu Weihnachten war immer schon rar in nicht-alpinen Gegenden und selten ergiebig. Ab Jänner jedoch kann es richtig kalt werden und kräftig schneien. Widersprüche ergeben sich nur, wenn wir den Winter für den absoluten Tiefpunkt halten im Jahr. Sobald das Licht wieder zunimmt, beginnt in der Pflanzenwelt eine neue Saison. Ganz egal, wie unwirtlich und frostig es immer noch ist. Der Sterbeprozess wurde bereits im Spätherbst abgeschlossen und das Neue ist im Keim bereits vorhanden. Auch wenn jetzt vieles noch schläft, ist die Stimmung eher wie nach einer Empfängnis im Mutterleib – und nicht wie bei einem Begräbnis.

Der Januar lebt von der Planung, Vision und Hoffnung

Die erste Jännerwoche gehört für die meisten Menschen noch zum Weihnachtsurlaub. Sie ist eine gute Zeit nicht nur für Neujahrsvorsätze und Einkaufsbummel, sondern auch, um neue Pläne zu schmieden. Alles, was mit Garten und Hausbau zu tun hat, sollte in den Wintermonaten vorbereitet werden, um im Frühling starten zu können.

Typisch Jänner: frisch, neu, kristallklar und strukturiert

Im Gegensatz zum trüben Spätherbst, scheint die Sonne nicht nur länger, sondern auch öfter bei klarem Himmel. Die Luft ist sauber, frisch und alles wirkt wie aufgeräumt. Da die Blätter an den Bäumen fehlen, ist die Sicht ungewohnt weit. Das Licht im Winter hat seine eigene Qualität – vor allem wenn Schnee liegt. Es ist milder, weicher, nuanchenreicher, glitzernder und wohltuender für das Auge als das harte Sommerlicht. Regenwasser ist meist nur in gefrorenem Zustand zu sehen – in Form von Eisblumen und Schneekristallen, Tropfen und Pfützen.

Je kälter der Jänner, umso radikaler die Erneuerung

Je tiefer die Minustemperaturen, umso mehr Lebewesen sterben ab. Bei vielen Baum- und Tierarten kommt es darauf an, wie streng der Winter ist. Für Gartenfreunde ist interessant, ob Schnee liegt oder nicht, wie viel und wie lange. Denn wenn die Schneedecke nur dünn ist oder gänzlich fehlt, sind fast ganzjährig Ernten möglich – vorausgesetzt, man hat winterharte Pflanzen angebaut. Im Jänner trennt sich die Spreu vom Weizen. Nur die Harten kommen durch.

Winterlandschaft mit Baum-Gerippe, Foto (C) MIchael Gottwald / flickr CC BY 2.0
Winterlandschaft mit Baum-Gerippe, Foto (C) MIchael Gottwald / flickr CC BY 2.0

Im Januar gibt es nichts zu beschönigen

Der Winter im Jänner kann wunderschön sein, weil die Natur ungestörter ist als im Sommer. Der Mensch bleibt lieber zu Hause und lässt die Natur in Ruhe. Allerdings liegt jetzt auch vieles bloß, was im Sommer von Blättern bedeckt ist. Bausünden und Missstände fallen jetzt mehr ins Auge. Auch die Nacktheit von so manchen Gartenanlagen ist keine Augenweide, wenn nichts angebaut wurde, was im Winter gedeiht. Fast alles, was mal grün war, hat sich zurückgezogen.

Heilsame Energien im Januar

Für alternative Heilmethoden ist nicht nur die frische, klare Luft interessant. Auch die Knospen und Schneekristalle finden Verwendung für allerlei Essenzen, Elixiere und Präparate. Alles, was viel Ruhe und Schlaf benötigt, kann sich nun gut regenerieren.

Zeit zum Träumen, Dösen und Ausschlafen

Auch wenn die Zeichen auf  Neubeginn stehen, ist der Frühling noch weit. Es ist noch ausreichend Zeit, um sich gründlich zu entspannen, länger zu schlafen und mehr Stunden im Haus zu verbringen. Inzwischen hat man sich an die langen Abende gewöhnt und wenig Lust auf Abenteuer im Freien. Wie sagte doch einst ein Eisbär zu seiner Gefährtin? Wenn wir im Januar bereits aufwachen, haben wir noch zwei Monate Zeit zum Kuscheln!

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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