Energie tanken im Dezember

Wenn es Weihnachten nicht gäbe, müsste man was Ähnliches erfinden. Zum Beispiel ein ausgiebiges Fest zur Wintersonnenwende. Doch vorher ist komplettes Loslassen angesagt.

Rau aber schön: Winterlandschaft von oben. Foto (C) Zach Dischner / flickr / CC BY 2.0
Rau aber schön: Winterlandschaft von oben. Foto (C) Zach Dischner / flickr / CC BY 2.0

 

Während der erste Kälteschock im November noch relativ mild verlaufen ist, bringt Väterchen Frost nun alles zum Absterben, was nicht frosthart ist. Das Jahr neigt sich unweigerlich dem Ende und dem Tiefpunkt zu. Es ist so dunkel wie sonst nie. Viele Menschen fühlen sich bewusst oder unbewusst an traumatische Erlebnisse in früheren Jahren und vorigen Leben erinnert. Denn früher war es normal, im Winter zu frieren oder gar zu erfrieren – auch in der Oberschicht. Auch wenn die Stuben heute gut geheizt sind und niemand Angst vor dem Verhungern haben muss, sitzen uralte Ängste oft tiefer als gedacht. Sie schlagen sich zum Beispiel als Winterspeck auf den Hüften nieder, denn schlanke Menschen sind weniger gut „gedämmt“ als beleibtere. Die Angst vor Notzeiten ist immer noch weit verbreitet, auch wenn sie meistens verdrängt wird.

 

Hüttenzauber in den Bergen versus Schatten und Dauernebel in den Niederungen

Die Energien im Winter sind von Region zu Region sehr unterschiedlich. In Berg-Regionen hat man meist viel Sonne, weißen Schnee, frische Luft und reichlich Holz in den Stuben. In Ballungszentren hingegen ist mit nasskalter Dauer-Bewölkung, Matsch und Feinstaub zu rechnen. Überall, wo Berge und Hügel sind, gibt es Nordseiten und tiefe Täler, die monatelang überhaupt keinen Sonnenstrahl abbekommen. Auch hohe Wälder können dazu führen, dass die Häuser am Waldrand ständig im Schatten liegen.

 

The Game is over

Im Dezember sind wir auf die Energiezufuhr von außen angewiesen. Wer nicht vorgesorgt hat oder selber nicht vorsorgen kann, ist von Energielieferanten und anderen Menschen abhängig. Der Dezember entspricht laut Europäischen Feng Shui dem allerletzten Lebensabschnitt, dem Sterben und dem Tod. In dieser Lebensphase sind wir alt, schwach und gebrechlich und brauchen die Fürsorge von jüngeren Menschen. Dieses Gefühl, nichts mehr tun zu können als zu warten, bis es vorbei ist, kann bei manchen Menschen in Panik, Ohnmacht oder Depressionen ausarten. Doch dieser Abwärtstrend findet ein Ende. Denn am 21. Dezember kommt die Wende.

 

Warum die Weihnachtszeit so wichtig ist

Die Bräuche vor und nach Weihnachten kommen gerade richtig, denn sie bringen Glanz und Lichter in die dunkle Jahreszeit. Es spielt keine Rolle, wie man die Wintersonnenwende zelebriert – nur laut und stressig sollte es nicht sein. Es ist egal, ob man duftende Kuchen bäckt, Kerzen anzündet, Trockengestecke bastelt, Socken strickt, Kürbis-Eintöpfe kocht, Bratäpfel zubereitet, Gewürz-Tee trinkt, Mantras singt, Schneewandern geht oder Thermalbäder besucht. Hauptsache, man fühlt sich warm, erfrischt und kuschelig zugleich. Der Austausch von Geschenken ist eine schöne Tradition. Auch Rituale mit Räuchern, Sonnwend-Feuern, Laternen und Fackeln passen wunderbar. Die Christen feiern Jesu Geburt, während die Geomanten die Wiedergeburt von Licht und Sonne zelebrieren. Die Tage werden ab nun wieder heller. Während bei uns der Winter noch ein paar Monate andauert, ist auf der Südhalbkugel Sommer.

 

Wie man gesund durch den Dezember kommt

Viele Menschen neigen im Winter zu so genannten Erkältungskrankheiten. Sie fühlen sich antriebslos, müde und schlapp. Der Vitamin-D-Speicher sollte eigentlich noch voll sein, aber bei Menschen, die die meiste Zeit in Innenräumen verbringen, ist eine Supplementierung ratsam. Ebenso wichtig sind die Vitamine K2, C und alle B-Vitamine, um gut versorgt zu sein. Kurze Kälte-Reize sind sehr gesund, aber länger dauernde Unterkühlung kann gefährlich werden. Vor allem junge Menschen sind oft viel zu dürftig angezogen und glauben, dass sie attraktiver aussehen, wenn sie bei Minusgraden mit dünnen Shirts herumlaufen. Auch warme Kleidung kann chic sein und es ist kein Zeichen von Selbstliebe, wenn man aus Eitelkeit friert.

 

Specials, die man sich vor allem im Winter gönnen sollte

  • Ätherische Öle: Nelken, Oregano, Zimt, Thymian, Rosmarin, Eukalyptus, Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen, Limonen), Ingwer
  • Räucherstoffe: Weihrauch, Myrrhe, Wacholder, Kiefer, Thuja, Tanne
  • Bewegung an der frischen Luft und einmal täglich ins Schwitzen kommen
  • Warme Unterwäsche, dicke Socken und warme Schuhe
  • Kleidung aus reiner Schurwolle
  • Besinnung, Meditation, Fasten, Schweige-Retreats
  • Inventur nach Weihnachten
  • Kneippbäder, Trockenbürsten und Wechselduschen
  • Kerzenlicht, offene Kamine und Feuerstellen
  • Sauerkraut und andere fermentierte Lebensmittel
  • Zusammensitzen mit Freunden und der Familie
  • Spa-Besuche, Sauna und Infrarot-Bestrahlungen
  • Wellness-Behandlungen
  • Weniger Arbeit und mehr Freizeit ab Mitte Dezember
  • Workshops und Seminare
  • Bewusstes Erleben der Raunächte

 

 

 

*

*

Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage

*

Literatur-Übersicht

*

Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*