Die Energie-Qualitäten im September

Die Sommer sagt leise Servus und die ersten gelben Blätter blitzen hervor. Ganz sachte klopft der Herbst an die Tür. Die Stimmung ist entspannt wie an Feierabenden. Doch die Zeit zwischen den Jahreszeiten will genutzt sein.

Typisch September: Noch grün, aber bereits herbstlich. Foto: John_McK / flickr CC BY 2.0
Typisch September: Noch grün, aber bereits herbstlich. Foto: John_McK / flickr CC BY 2.0

Die Zeichen stehen auf Genuss

Der September gehört zu den angenehmsten Monaten im Jahr, mit Temperaturen ähnlich wie im Mai. Das milder werdende, goldene Licht unterstreicht die satten Gefühle nach den Hochsommer-Monaten, in denen ausgiebig Sonne getankt wurde. Ach, wäre es immer September! Leider dauert die Übergangszeit nur wenige Wochen. Daher ist wenig Zeit zum Trödeln. Keine Zeit, um dem Sommer nachzuhängen oder sich vor dem Winter zu fürchten. Im September will jeder Tag genossen werden! Das Tageslicht ist nun wieder rarer und daher wertvoller. Die Pflanzen geben nochmals Gas nach den Hitzemonaten und lassen es sprießen. Die Ferien und sämtliche Sommerlöcher sind zu Ende. Wir stehen an einer Schwelle zu etwas Neuem.

Die Zeichen stehen auf Veränderung

Es gibt Monate im Jahr, in denen sich äußerlich nicht viel tut. In den Übergangszeiten ist das grundlegend anders. Die Pflanzen ändern nun radikal ihr Aussehen. Das Blattwerk wird schütterer und die letzten Früchte reifen. Die Natur besinnt sich zunehmend auf ihre inneren Werte und kümmert sich um die Fortpflanzung. Winterfeste Samen, die bereits im Sommer verstreut wurden, gehen nun auf, um vor den Frost noch Wurzeln zu bilden. Die Sonne sinkt tiefer und die Schatten werden täglich länger. Alles ist für den Schulbeginn vorbereitet und auch der Betrieb an den Universitäten steht in den Startlöchern. Immer mehr Zugvögel begeben sich auf die Reise. Die Kurzstreckenzieher, die am Mittelmeer oder in Westeuropa überwintern, fliegen los, sobald es kühler wird. Es ist jetzt nur noch eine Frage von Tagen, bis das Wetter umschwenkt und die Sommerkleider ausgedient haben.

Schon morgen steht im Garten ein kahler Baum …

Während im Sommer ein sehr sorgloses Gefühl von Weite, Freiheit und Überfluss vorherrscht, werden wir im September daran erinnert, dass nichts Bestand hat. Es herrscht jetzt ein gewisser Zeitdruck, denn alles, was im Freien oder bei Tageslicht zu tun ist, sollte jetzt erledigt werden. Egal, ob es um gemütliche Wanderungen geht, Gartenarbeit oder riesige Gardinen, die gewaschen und getrocknet werden müssen. Die Erntezeit bringt es mit sich, dass man sich Gedanken über die Vorratshaltung macht. Es wird wieder gehortet und eingelagert. Früchte, die jetzt nicht geerntet und verarbeitet werden, werden hoffnungslos vergammeln. Die Quellen des Überflusses versiegen und daher erscheint nun alles wertvoller. Der letzte Apfel. Die letzte Himbeere. Die letzte Weintraube und die letzte Tomate.

Der September ist eine gute Zeit für Pilzesammler. Foto: Jörg Schubert / flickr CC By 2.0
Der September ist eine gute Zeit für Pilzesammler. Foto: Jörg Schubert / flickr CC By 2.0

Die Pflanzenwelt im September

Die Wiesen und Rasenflächen sind sogar grüner als im Sommer, denn es ist feuchter und nicht mehr so heiß. Manche Nutzpflanzen produzieren zum zweiten Mal Samen oder Früchte: Salate, Erdbeeren, Himbeeren, Heidelbeeren, Spinat, Lauch, Gerste, Fisolen und dicke Bohnen zum Beispiel. Apfelbäume können zum zweiten Mal blühen und auch Rosen bilden ein zweites Mal Blütenknopsen. Man kann also beinahe von einem zweiten Frühling sprechen. Bis Mitte September kann es zwar noch sommerlich warm werden, aber im Durchschnitt bewegen sich die Temperaturen zwischen 10 und 20 Grad. Die meisten Pflanzen stellen ihr Wachstum langsam ein und verlieren ihre ersten Blätter.

Was der Altweibersommer mit Spinnweben zu tun hat

Die letzen Sommertage vor dem kalendarischen Herbstbeginn an 23. September werden als Altweibersommer bezeichnet, wenn sie mild und sonnig ausfallen. Meteorologisch beginnt der Herbst bereits am 1. September. Mit „Weiber“ sind keine alten Frauen, sondern die Spinnweben gemeint, die nun häufiger zu sehen sind. Durch die kühleren Nächte bildet sich Tau auf den Wiesen, der sich bis in die Vormittagsstunden hält. In Amerika ist vom „Indian Summer“ die Rede. Die Luft ist jetzt noch weitgehend klar, aber es ist nun häufiger mit den Nebelschwaden zu rechnen, die so typisch sind für den Herbst.

Die Tag- und Nachtgleiche am 23. September

Am 23. September ist der Tag gleich lang wie die Nacht. Danach werden die Tage zunehmend kürzer, was eine gewisse Wehmut auslösen kann. Man hat das Gefühl, dass es bergab geht. Es wird immer kälter und finsterer, bis Anfang Oktober die ersten Fröste einkehren. Manchmal ist es bereits Ende September frostig. Auf jeden Fall ist mit stärkeren Temperatur-Unterschieden zu rechnen. 5 Grad in der Früh und 25 Grad zu Mittag sind keine Seltenheit. Durch die tiefer stehende Sonne erstrahlt alles in einem goldigen Licht. Die Schatten sind nicht mehr so hart und es ist daher eine ideale Zeit für Fotoaufnahmen. Es ist jetzt wichtig, gelassen zu bleiben, jeden Sonnenstrahl zu nutzen und die Ernte nicht zu verpassen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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