Die Gartengestaltung für den Frühlingstyp

Europäisches Fengshui orientiert sich an den 4 Jahreszeiten und 4 Zwischen-Jahreszeiten, und leitet daraus 8 verschiedene Grund-Charaktere ab. Der Frühlingstyp ist wie der Frühling: aufgeschlossen, fröhlich, schöpferisch, optimistisch – und das merkt man auch beim Garten. 

Herzig, anmutig und lieb: das Gänseblümchen, Foto (C) Irmgard Brottrager
Herzig, anmutig und lieb: das Gänseblümchen, Foto (C) Irmgard Brottrager

Für den gefühlsbetonten Frühlingstyp spielt das Element Wasser die größte Rolle. Im Unterschied zum Vorfrühlingstyp sind es aber keine Fließgewässer, sondern stehende Gewässer wie Teiche,  Tümpel und Seen. Er hat außerdem eine Neigung zu kleinteiligen und lieblich anmutenden Arrangements. Der Garten sollte auch praktisch sein, aber der Nutzen steht nicht unbedingt  im Vordergrund. Er sollte nicht allzu streng geplant werden, sondern Raum für Zufälliges lassen. Es ist damit zu rechnen, dass er nicht super gepflegt wird, sondern auch Unkräuter sich ihren Weg bahnen werden.

Der feminine Typ lässt vieles passiv gewähren und möchte nichts ausgrenzen. Er freut sich über spontane Überraschungen und weiß auch unscheinbare Dinge zu schätzen. Gänseblümchen, Veilchen, Vergissmeinnicht, Stiefmütterchen, Tulpen, Narzissen, Magnolien und wie die typischen Frühlingsblüher alle heißen, sind Balsam für Herz und Seele. Später sind es all jene duftenden Blumensorten, die seit jeher die Weiblichkeit unterstreichen und auch oft geschenkt werden: Teerosen, Pfingstrosen, Taglilien, Schwertlilien, Rittersporn, Frauenschuh, Löwenmaul, Ranunkeln, Mohnblumen, Margeriten, Glockenblumen, Malven, Gerbera, Anemonen usw..

Sehr stimmig für diesen Typus wäre ein Feuchtbiotop mit Seerosen, Wasserlinsen und Goldfischen. Zur Not sorgt auch eine offene Zisterne oder eine Sicker-Mulde für das entsprechende Feucht-Milieu. Ein bunt gemischter Kräuter- und Gemüsegarten befriedigt die praktische Veranlagung sowie die Vorlieben für Küche und Gastlichkeit. Die archetypischen Farben sind Gold und Schwarz (im Sinne von Tiefe und Sog). Auf Grund der Vielseitigkeit dieser Menschen besteht ein Hang zu Fülle und Üppigkeit, zum Wachsen und Wuchern, aber auch zum Dekorieren und Schmücken.

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Über Irmgard Brottrager 834 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Themen, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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