Entspannung & Besinnung: Energie tanken durch Meditation

Mit Meditation ist weit mehr möglich als nur Innenschau, Entspannung und Besinnung. Fortgeschrittene Meister können die Lebensenergie Chi beliebig lenken und schier übermenschliche Fähigkeiten entwickeln.

 Foto (C) Balint Földesi / flickr CC BY 2.0

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Jeder ist seines Glückes Schmied

Es gibt kein genetisches Programm, das unser Gehirn zusammenbaut, erklärt der bekannte Gehirnforscher Gerald Hüther in einem Interview mit Robert Fleischer (siehe Youtube-Video „Intelligenz und Kreativität ist kein Zufall: Wie Lernen erfolgreich gelingt“). Das Gehirn baut sich selbst zusammen und ist extrem anpassungsfähig. Jeder Mensch kann theoretisch überall wohnen und sein Gehirn entsprechend anlegen, um mit den Umständen zurechtzukommen. Wenn es eine genetische Veranlagung gäbe, wäre jeder Mensch auf das Umfeld fixiert, in dem er auf die Welt kommt. Jedes Kind bringt ein riesiges Potential an Möglichkeiten mit, die nur zum Teil ausgeschöpft werden. Das Verhalten eines Kindes ist nicht veranlagt. Das Gehirn altert außerdem mit dem Körper nicht mit, sondern ist bis ins hohe Alter umbaubar, wenn es trainiert wird. Jeder ist also in der Lage, seine mentalen Programme bewusst zu steuern. Zum Beispiel  durch Meditation. Wer regelmäßig meditiert, kann positive Veränderungen im Gehirn bewirken.

Was ist Meditation?

Wir erleben die Welt durch den Kanal unserer Aufmerksamkeit. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit auf Probleme, erleben wir sie als problematisch. Lenken wir sie auf Erfreuliches, erleben wir sie als erfreulich. Wer seine Aufmerksamkeit kontrollieren kann, ist nicht mehr manipulierbar. Meditation fördert die Selbstheilungskräfte und hilft bei der Verarbeitung von heftigen Emotionen. Indem wir unsere Emotionen von außen betrachten und ihnen keine gedankliche Nahrung geben, können sie sich nicht mehr so leicht aufschaukeln, sondern schneller und sanfter abklingen.

  • Bewusste Selbst-Beobachtung: Meditation ist eine Möglichkeit, sich bewusst zu machen, was im Mentalkörper und im Emotionalkörper vor sich geht.
  • Gelassenheit durch Entspannungstechniken und Loslassen von stressigen Gedanken.
  • Achtsame Präsenz im Hier und Jetzt. Wahrnehmen, was gerade ist.
  • Bewusstes Lenken der Aufmerksamkeit auf das wahre Selbst.
  • Optimierung der Energieflüsse im Körper durch entsprechende Körperhaltungen und Konzentration auf den Atem.
  • Gezieltes Lenken der feinstofflichen Energien im Körper durch Visualisierung und Focussierung.
  • Visualisierungen und „Reisen“ im Körper und in höheren Dimensionen.
  • Beruhigung des Verstandes, indem man nicht mehr denkt, sondern die Gedanken beobachtet. Dadurch wird die Identifikation mit dem Gedankenstrom aufgehoben. Nicht ICH denke länger, sondern ES denkt.
  • Energetische Chi- und Licht-Duschen durch Bewegungen oder Visualisierungen.
  • Reines Gewahrsein in Verbundenheit mit allem, was ist.
  • Erkennen unserer wahren Natur.

Auswirkungen auf das Gehirn

  • Verlangsamung des Alterungsprozesses und verjüngende Effekte
  • Verbesserung der genetischen Programme
  • Positive Veränderungen im Gehirn durch Verbesserung des Konzentrationsvermögens, des klaren Denkens und der Aufmerksamkeit. Meditierende können Informationen schneller verarbeiten, vernetzter denken und sich genauer erinnern. Sie sind zentrierter und können stressige Situationen leichter verarbeiten.
  • Zugang zu höheren Bewusstseinsebenen jenseits des vordergründigen Verstandes.

Auswirkungen auf die Körperbeherrschung

Fortgeschrittene Meditationsmeister können ihre körperlichen Fähigkeiten ins Übermenschliche steigern, indem sie sich total konzentrieren. Hier seien nur einige Beispiele genannt:

  • Erhöhung der Körpertemperatur und Unempfindlichkeit gegen eisige Temperaturen. Wie beim autogenen Training können binnen kürzester Zeit beliebige Körperteile erwärmt werden, allein durch Konzentration und Vorstellungskraft.
  • Schnelles Überwechseln in Trance-Zustände.
  • Unempfindlichkeit gegen körperliche Verletzungen: Shaolin-Kung-Fu-Meister können Chi-Kräfte auf eine Weise einsammeln und im Körper konzentrieren, dass sogar massive Eisenstangen auf ihren Köpfen zerbrechen.
  • Sehen ohne Augen: Durch Achtsamkeitsübungen ist es möglich, visuelle Eindrücke zu erhalten, ohne die Augen zu benutzen.
  • Überwindung der normalen Sterblichkeit: Es gibt einige wenige Meditationsmeister, die zwar scheinbar tot sind, deren Körper aber nicht verwest.

Bewegte Meditationen

Meditation muss keineswegs im Lotussitz erfolgen oder auf einem Bein stehend. Es gibt auch viele dynamische Meditationstechniken: Meditative Tänze, Yoga-Übungen, energetische Kampf-Sport-Arten, meditatives Bogenschießen, schamanisches Trommeln und Singen von Mantren. Auch bewegte Rituale können eine Form von Meditation sein.

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Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 771 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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