Ist Hefe ungesund?

Wie ist das nun mit der Hefe? Im Reformhandel werden zahlreiche Produkte hefefrei angeboten – doch warum eigentlich?

Candida-Pilze können die Figur beeinträchtigen. Foto: Sirens Swimwear / flickr CC BY 2.0
Candida-Pilze können die Figur beeinträchtigen. Foto: Sirens Swimwear / flickr CC BY 2.0

Hefen sind einzellige Pilze, die auch in der Natur vorkommen

Hefe ist kein gewöhnliches Lebensmittel, sondern gehört biologisch gesehen zu den Pilzen. Es gibt nicht nur eine Hefe-Art, sondern viele verschiedene. Bereits in der Antike wurden Hefen für die Herstellung von Brot und Alkohol verwendet, doch die Zusammenhänge waren damals noch nicht bekannt. Obwohl die Verwendung von Hefe eine lange Tradition hat, wurde sie erst um 1857 genauer erforscht. Louis Pasteur entdeckte, dass Hefe aus Mikroorganismen besteht. Hefepilze vermehren sich asexuell durch Sprossung oder Teilung. Hefe war früher essentiell für das Gelingen von alkoholischen Gärprozessen. Bis heute sind zirka 700 Hefe-Arten und über 5.000 Stämme bekannt. Hefe ist also nicht gleich Hefe. Man unterscheidet gesunde und weniger gesunde Hefestämme.

Hefe und Candida

Zu den bedeutendsten Hefe-Arten gehören Candida utilis und Candida albicans. Erstere ist für die Herstellung von Kefir wichtig. Candida albicans steht im Verruf, den Verdauungstrakt zu stören und Krankheiten auszulösen. Bei schätzungsweise dreiviertel aller Menschen ist der Darm mit Candida-Pilzen besiedelt. Wenn die Pilze zu wuchern beginnen, können sie die Verdauung lahmlegen. Eine gewisse Besiedelung mit Hefe-Pilzen gilt als normal und gesund. Ob sich der Pilz ausbreitet, hängt weniger vom Hefe-Konsum ab als vom Zuckerkonsum. Solange kein besonderer Appetit auf Zuckerhaltiges vorhanden ist, darf darf man annehmen, dass die Pilze kein Problem sind. Denn die Pilze leben vom Zucker und verlangen auch danach.

Hefen kommen in vielen Backwaren vor. Foto: Rebecca Siegel / flickr CC BY 2.0
Hefen kommen in vielen Backwaren vor. Foto: Rebecca Siegel / flickr CC BY 2.0

Wie macht sich eine Candida-Infektion bemerkbar?

Ein Befall mit Candida albicans ist – wie der Name schon sagt – an der weißen Farbe zu erkennen. Er kann sich als Scheidenpilz bemerkbar machen, aber auch den Mundraum befallen. Wenn der Darm betroffen ist, lässt sich das rein äußerlich nur an diversen Symptomen erraten. Falls der Verdacht besteht, kann man mit einem Candida-Test Klarheit schaffen. Zu den typischen Symptomen gehören:

  • Blähungen
  • Nierenbeschwerden
  • Müdigkeit
  • Geschwächtes Immunsystem

Warum Hefe trotz aller Bedenken gesund sein kann

Gesunde Hefe in Bio-Qualität enthält zahlreiche wichtige Nährstoffe. Veganer schätzen sie wegen ihres speziellen Geschmacks, der an Käse erinnert. Wenn es sich um eine gesunde Zuchthefe handelt – die zum Beispiel in Flockenform erhältlich ist – wird den Pilzen sogar eine verdauungsfördernde und immunstärkende Wirkung nachgesagt. Hefeflocken gehören außerdem zu den besten veganen Eiweiß-Quellen. Nicht zuletzt wird auch der positive Effekt auf die Haut, die Haare und die Nägel angepriesen. Vor allem die Liste der B-Vitamine und Spurenelemente ist sehr beeindruckend.

Bis vor 20 Jahren waren fast nur chemisch hergestellte Hefen erhältlich

Wenn manche Menschen meinen, Hefeprodukte nicht zu vertragen, kann das damit zu tun haben, dass sie keine Biohefe, sondern konventionelle Hefen konsumieren. Bei der konventionellen Herstellung läuft nichts ohne Chemie. Was heutzutage üblicherweise als Backtriebmittel eingesetzt wird, hat mit einem Naturprodukt wenig zu tun.

Bierhefe als Nahrungsergänzungsmittel

Bierhefe ist ein sehr günstiges Nebenprodukt, das bei der Bierherstellung anfällt. Sie ist in Form von Tabletten, Flocken, Kapseln und Pulver erhältlich. Es gibt sogar Hefeprodukte für Hunde andere Tiere im Handel, weil sie sehr gut für das Fell sein sollen. Unter anderem werden die folgenden Vorzüge hervorgehoben:

  • Aktivierung des Stoffwechsels
  • Biotin und 5 weitere B-Vitamine für schöne Haut und gesunde Haare
  • Zink und andere Mineralien für starke Nägel und Hufe
  • Wertvolle Aminosäuren
  • Zahlreiche Spurenelemente

Cellulär-flüssige Bierhefe: Ein Super-Nährstoffkonzentrat

Der wenig bekannte Trunk gilt als Geheimtipp für alterslose Jugendlichkeit. Flüssige Bierhefe besteht aus ganz jungen Hefezellen, auf auf einem Nährboden aus vermälzter Braugerste gezüchtet werden. Allerdings soll der Geschmack nicht der beste sein. Ein Befall mit Candida-Pilzen ist nicht möglich, weil die Bierhefe-Pilze zur Art der Saccharomyces carlsbergensis gehören.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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