Magnesium: Das Power-Mineral

Magnesium-Mangel ist weit verbreitet und kann unter anderem Krämpfe, Zahnschäden und die Volkskrankheit Migräne begünstigen. Die Supplementierung ist jedoch nicht ganz einfach.

 Magnesiumsulfat (MgSo4) in kristalliner Form. Foto (C) Peter Corbett / flickr CC BY 2.0

Magnesiumsulfat (MgSo4) in kristalliner Form. Foto (C) Peter Corbett / flickr CC BY 2.0

Die wichtigsten Funktionen von Magnesium im menschlichen Körper

Wenn Magnesium fehlt, wird mehr Natrium, Kalium und Kalzium eingelagert. Die Aufgaben des Mineralstoffes lassen sich nicht kurz beschreiben, denn sie sind sehr vielfältig. Zu den wichtigsten Funktionen gehören:

  • Beteiligung an rund 300 Enzym-Reaktionen
  • Stärkung der Knochen
  • Aktivierung des Energiestoffwechsels
  • Stärkung von Muskeln und Gefäßen
  • Essentiell für den Vitamin-D-Stoffwechsel
  • Wichtig für Entspannug und guten Schlaf
  • Voraussetzung für die Leistungsfähigkeit, Ausdauer und Kraft

Zusammenhänge mit anderen Substanzen

Die Wirkung von Magnesium ist eng mit Kalzium verbunden. Oft wird Kalzium-Mangel diagnostiziert, obwohl die Menschen „verkalkt“ sind und auch jede Menge Kalk im Urin haben. Das Kalzium kann nicht richtig absorbiert werden, weil wichtige Zusatzstoffe fehlen. Zwischen Kalzium und Magnesium muss ein bestimmtes Verhältnis bestehen und auch Borax sollte nicht fehlen. Wenn zu viel Kalzium im Gewebe vorhanden ist, wird Magnesium nicht richtig veranlagt und es kommt daher zu einem Magnesium-Mangel. Weitere wichtige Substanzen sind Vitamin D und Vitamin K2.

 

Anzeichen für einen Magnesiummangel

  • Probleme mit den Gelenken
  • Krämpfe
  • Muskelkater
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Zahnschäden
  • Muskelzuckungen
  • Schwindel
  • Herzklopfen
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • Schlaflosigkeit
  • Schwache Nerven
  • Konzentrationsschwäche
  • Atemnot
  • Durchfall und Verstopfung im Wechsel
  • Kalte Hände und Füße
  • Neigung zu Allergien

Mangelerscheinungen können entstehen durch mineralstoffarme Ernährung (Fastfood, Weißmehl, Zucker, Obst und Gemüse aus Monokulturen). Aber auch in Stress-Situationen und bei starker körperlicher Belastung kann sich der Bedarf erhöhen, ebenso wie bei Alkoholkonsum, bei Rauchern und bei Schwangeren.

Besonderheiten bei der Magnesium-Supplementierung

Bei einer Überdosierung ist mit Durchfall zu rechnen. Bei der oralen Einnahme werden außerdem nur 30 bis 60 Prozent absorbiert, während der Rest wieder ausgeschieden wird. Daher gibt es Bestrebungen, Magnesium-Supplemente auf die Haut aufzutragen oder zu sprühen – vor allem wenn die Darmgesundheit zu wünschen übrig lässt.

Sogenanntes „Magnesium-Öl“ ist nicht fettig, sondern eigentlich eine Art von Sole, bestehend aus warmem Wasser, das mit Magnesium-Chlorid-Pulver gesättigt ist. Es schmeckt salzig und man kann es ganz leicht selber herstellen – ähnlich wie eine Salzwasserlösung. Bevor man das „Öl“ auf die Haut aufträgt, sollte man DMSO einreiben. DMSO (Dimethylsulfoxid) ist ein organisches Lösungsmittel. Es erhöht die Durchlässigkeit und erleichtert die Aufnahme von Substanzen im Körper. Es wird als Naturprodukt aus Holz gewonnen und hat keine negativen Nebenwirkungen. Außerdem kann man es direkt auf Problemzonen (zum Beispiel Gelenke) auftragen und eine schnelle Wirkung erzielen.

Wer dennoch Tabletten bevorzugt, sollte Kombi-Präparate mit hoher Bioverfügbarkeit wählen, die nicht nur Magnesium, sondern auch Bor und Calcium enthalten im richtigen Verhältnis.

Vegane Lebensmittel mit reichlich Magnesium

  • Spirulina
  • Braunalgen
  • Mohn
  • Leinsamen
  • Kakaopulver
  • Brennnesselpulver
  • Sonnenblumenkerne
  • Erdnüsse
  • Fenchelsamen
  • Sesam
  • Chiasamen
  • Mandeln und Mandelmus
  • Senfkörner
  • Sojabohnen
  • Sprossen von diversen Körnern und Samen
  • Löwenzahn
  • Bohnen, verschiedene Arten
  • Cashewnüsse
  • Walnüsse
  • Pinienkerne
  • Pistazien
  • Tempeh
  • Hefeflocken
  • Bockshornklee
  • Haselnüsse
  • Hirse
  • Kürbiskerne

Immer wieder – wie ein Mantra – wird von Ernährungsratgebern betont, dass man ausreichend Obst und Gemüse essen sollte. In Wirklichkeit sind es jedoch die Wildkräuter, Nüsse, Ölsaaten und Hülsenfrüchte, die vernachlässigt werden. Die Auswahl in Supermärkten ist äußerst mickrig und auch sonst haben die eiweißreichen Veggie-Produkte keine starke Lobby. Die Packungen sind viel zu winzig, um ganze Familien zu versorgen, und müssen umständlich bei Spezialhändlern bestellt werden. Die diversen Nährstoff-Mangellisten lesen sich immer ähnlich und daher genügt es eigentlich, Nüsse nicht nur zu Weihnachten und in Mini-Rationen zu essen, sondern in den täglichen Speiseplan zu integrieren. Die Angst vor den „schlimmen“ Fetten ist unbegründet!

Beitrag teilen:
Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 743 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*