Mirin Dajo: Die Kunst der Dematerialisation (nichts für schwache Nerven)

Aus medizinischer Sicht ist er ein Wunder: Mirin Dajo. Unzählige Male ließ er seinen Körper mit spitzen Metallgegenständen wie Florett, Hohlspieß oder Schwert durchbohren und blieb doch immer unverletzt. Ein Fall von Dematerialisation oder der Sieg des Geistes über die Materie?

Mirin Dajo mit Florett in der Brust
Mirin Dajo um 1947 mit Florett in der Brust
(Bildquelle: www.philipcoppens.com)

Unzählige Male ließ Mirin Dajo (1912-1948), der mit bürgerlichem Namen Arnold Gerrit Henskes hieß, seinen Körper mit Florett, Hohlspieß oder Schwert durchbohren. Sogar einem Auditorium bestehend aus Ärzten und Professoren wurde der Fall Dajo vorgeführt (siehe Video-Dokumentation unten). Doch auch sie konnten nur konstatieren: Aus medizinischer Sicht ist das, was sie gesehen hatten, unmöglich. Obwohl lebenswichtige Organe mit einer scharfen Klinge durchstoßen worden waren, floss weder Blut, noch verzog Dajo eine Miene des Schmerzes oder zeigte andere Reaktionen, die auf eine schwere Verletzung hindeuteten.

Ein Fakir-Trick konnte aus medizinischer Sicht ausgeschlossen werden, denn Dajo wurde 1947 von Ärzten der chirurgischen Abteilung des Züricher Kantonspitals mit Florett im Leib aus verschiedenen Perspektiven geröntgt. Nach jeder seiner Vorführungen blieb lediglich ein kleines Loch an der jeweiligen Einstichstelle zurück. Es gesellte sich zu unzähligen anderen Narben auf Dajos Körper. Nachweislich über 500 Mal vollführte Dajo seine „Experimente“ vor einem öffentlichen Publikum in der Schweiz und in den Niederlanden.

Dokumentation über das Rätsel Mirin Dajo

Mirin Dajo selbst erklärte das Phänomen mit folgenden Worten: „Was ich hier deutlich zu machen versuche, sind uralte, aber meist nur im Verborgenen verkündete Erkenntnisse. […] Ich spreche in aller Öffentlichkeit davon, weil ich den Augenblick dazu für gekommen erachte und die Wahrheit meiner Worte durch Taten beweisen kann.“ Allerdings gab Dajo zu, dass er seine Fähigkeit, weitgehend unversehrt aus den gezeigten Experimenten hervorzugehen, bereits viele Jahre lang trainiert hatte.

Dajo behauptete, er sei dazu fähig, in seinem Körper eine Dematerialisation und anschließend eine Rematerialisation zu vollführen. Das bedeutet nichts anderes, als dass Materie in einen anderen Zustand übergeht und sich anschließend wieder in Materie zurückverwandelt. Auch wenn Dajos Experimente an ein Wunder grenzen, wissenschaftlich nachgewiesen werden konnte der Prozess der Dematerialisation bei ihm nicht. Im Gegenteil. Der letzte Dematerialisationsversuch wurde Dajo zum Verhängnis: Er verstarb kurz nachdem ihm ein 35 cm langer dolchartiger Spieß operativ entfernt werden musste. Dajo hatte den Spieß verschluckt, um den Beweis anzutreten, dass er ihn zu dematerialisieren kann, was offenbar misslang.

Interessant ist der Fall Mirin Dajo trotzdem. Lässt er doch einmal mehr über die Grenzen unseres materialistischen Weltbildes nachdenken.

www.everyday-feng-shui.de

Quellen:

www.spiegel.de – Den Magen zu voll genommen
www.sapientia.ch – Unverletzbar! Mirin Dajo und seine Wunder
www.wegbegleiter.ch – MIRIN DAJO (1912 – 1948) – Ein Exempel für die Herrschaft des Geistes über die Materie

Beitrag teilen:
Über Long Wang 315 Artikel
Meister Long Wang ist seit 2007 Teil des Everyday Feng Shui Redaktionsteams und bereichert seither als Experte für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit seiner fernöstlichen Perspektive auf die Welt unsere Plattform. Zu erreichen ist er unter l.wang@everyday-feng-shui.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*