Pflanzen mit psychoaktiven Wirkungen

Die meisten Heilpflanzen haben nur eine sehr subtile Auswirkung auf die Psyche des Menschen. Es gibt jedoch auch einige, die stärker wirken und die Stimmung deutlich beeinflussen.

Baldrianblüte, Foto (C) Tom Lund / flickr CC BY 2.0
Baldrianblüte, Foto (C) Tom Lund / flickr CC BY 2.0

 

Die Bewerbung von Rauschmitteln ist bekanntlich verboten, weil Suchtgefahr besteht und diverse gesundheitliche Schäden resultieren können. Da die Gesetzeslage von Land zu Land unterschiedlich ist, sei hier nur darauf hingewiesen, dass bei jeder Anwendung zuerst geprüft werden muss, ob sie legal ist. Dieser Artikel stellt keine Empfehlung dar, berauschende Pflanzen zu verwenden oder auszuprobieren. Es soll hier lediglich darüber informiert werden, dass manche Pflanzen die Psyche beeinflussen und daher mit Vorsicht und Bedacht zu genießen sind.

 

Wann ist eine psychedelische Pflanze heilsam und wann schädlich?

Diese Frage kann nicht eindeutig beantwortet werden. Alle Substanzen, die uns vordergründig in eine andere Stimmung versetzen, ohne uns nachhaltig zu helfen, sind schädlich! Aufputschmittel Nummer eins für viele Menschen ist koffeinhaltiger Bohnenkaffee. Selbstverständlich geht die Gefahr der Beeinflussung nicht nur von Pflanzen aus, sondern auch von vielen anderen Umständen, die die Stimmung verändern. Zum Beispiel von Musik, erfreulichen oder beängstigenden Nachrichten, von der Wetterlage, von Farben und Düften. Leider gibt es sehr viele Stoffe, die völlig legal sind und trotzdem abhängig machen. Alkohol, Nikotin, Zucker, Koffein und Medikamente sind nur die gängigsten Suchtmittel. Nur die wenigsten Menschen sind derart suchtfrei, dass sie das essen können, was sie wirklich wollen. Alle anderen sind die willenlosen und machtlosen Getriebenen ihrer Süchte.

 

Wozu benötigt man Bio-Drogen und Stimulanzien?

Wenn man nach psychedelischen Pflanzen sucht, sollte man sich fragen, zu welchem Zweck. Süchtige Menschen suchen ganz gezielt nach Rauschmitteln und Halluzinogenen. Warum sollte ein gesunder Mensch das Bedürfnis haben, sich zu berauschen? Eine Arbeitskollegin hat mich mal allen Ernstes gefragt, welches Aufputschmittel ich denn nehme, wenn ich keinen Kaffee trinke. So als wäre es, normal, dass man etwas braucht, um sich aufzuputschen oder zu betäuben. Wer süchtig ist, kann sich ein Leben ohne „Genussmittel“ kaum vorstellen. Genuss ist für ihn dasselbe wie Rausch. „Glück“ ist gleichbedeutend mit Trinksucht, Ess-Sucht, Kaufrausch, Adrenalin-Rausch, Sex-Sucht und so weiter. Suchtmittel sind Fluchtmittel und dienen der Selbsttäuschung. Sie helfen dabei, unglückliche Umstände zu ertragen, ohne sie verändern. Drogen kommt von „Betrügen“, könnte man sagen.

 

Pflanzliche Beruhigungsmittel, die die Entspannung fördern

  • Baldrian
  • Hopfen
  • Tabak
  • Melisse
  • Lavendel
  • Passionsblume
  • Salbei
  • Rosmarin
  • Kichererbsen
  • Kamillen

Pflanzliche Betäubungsmittel, die Schmerzen dämpfen

  • Muskatnuss (in höheren Dosen sehr giftig!)
  • Gewürznelken

Pflanzliche Aufputschmittel, die wach machen

  • Kaffee
  • Grüner und schwarzer Tee
  • Rosmarin
  • Orangen- und Zitronenschalen
  • Ätherische Öle von Zitrusfrüchten

Stimmungsaufhellende Pflanzen, die optimistisch und zufrieden machen

  • Johanniskraut
  • Mariendistel
  • Ginseng
  • Kakao
  • Kurkuma
  • Kolanuss
  • Nüsse
  • Bananen
  • Aprikosen
  • Avocados
  • Kirschen
  • Mönchspfeffer

Alle beschriebenen Wirkungen laut Überlieferung und ohne Gewähr! Mittel, die abhängig machen, erkennt man daran, dass die Wirkung immer schwächer und das Verlangen immer größer wird. Daher muss die Dosis ständig erhöht werden. Jeder kennt zum Beispiel Kekse, Chips und Mehlspeisen, von denen man einfach nicht satt wird, obwohl sie hunderte von Kalorien haben.

Rosmarin-Blüte, Foto Tauralbus / flickr CC BY 2.0
Rosmarin-Blüte, Foto Tauralbus / flickr CC BY 2.0

 

Ist ein Leben ohne „Genussmittel“ freudlos?

Natürlich nicht! Aber wer kann sich das vorstellen, wenn er fest davon überzeugt ist, dass ein Leben ohne „Genuss“ nichts wert ist? Der „Genuss“ verändert die Wahrnehmung und verdeckt Gefühle, die nicht willkommen sind. Jedoch nicht nachhaltig, sondern auf eine Weise, dass die Verdrängungen ständig wiederholt werden müssen. Wie absurd die „Lebensfreude“ ist, die mit Suchtmitteln aufrechterhalten wird, kann man gut erkennen, wenn man die Stimmung in Kaffeehäusern beobachtet. Ein gesunder Mensch hat überhaupt kein Bedürfnis, irgendwelchen Mitteln zu erlauben, in seinen Gefühlshaushalt einzugreifen. Denn mit dieser Erlaubnis werden die Macht und die Eigenverantwortung an die Mittel abgegeben. Wer die Sucht wählt, wählt die Passivität und lässt sich von fremden Mächten manipulieren.

 

Regionale Pflanzen sind gesünder

Bei der Liste der gängigen „Genussmittel“ fällt auf, dass viele aus fernen Ländern stammen. Wer sich auf regionale Nahrungsmittel beschränkt, ist daher automatisch weniger gefährdet. Weder Kaffee, noch Kakao, noch Schwarztee, noch Muskatnüsse, noch Zuckerrohr wachsen in unseren Breiten. Bei uns gedeihen eher die bitteren Heilpflanzen, die zwar auch psychedelisch wirken, aber weniger zum Missbrauch verführen.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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