Versteckte Gifte in gewöhnlichen Lebensmitteln

Wie gesund sind Chips und Bratkartoffen wirklich? Wie sieht es mit Schwarztee, Fisch und Quinoa aus? Bei vielen Produkten ist es ratsam, sie nur in geringen Mengen zu konsumieren oder überhaupt zu meiden.

Das “Pseudogetreide” Amaranth kann die Nährstoffaufnahme hemmen. Foto (C) Dana / flickr CC BY 2.0
Das “Pseudogetreide” Amaranth kann die Nährstoffaufnahme hemmen. Foto (C) Dana / flickr CC BY 2.0

 

Was uns die Natur als Nahrung bietet, ist nicht immer gesünder als Kultur-Gemüse. Das hat damit zu tun, dass Wildgemüse, Wildobst und Wildkräuter eine mehr oder weniger medizinische Wirkung haben. Daher sollte man nicht immer die gleichen Kräutertees trinken, sondern für Abwechslung sorgen. Die Dosis macht das Gift! Gifte wurden schon immer für Heilzwecke eingesetzt, können aber gefährlich werden, wenn wir sie unbewusst und wahllos konsumieren.

Die nachfolgende Tabelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Lebensmittel-Zusatzstoffe wie chemische Pestizide, Fungizide, Herbizide, Farbstoffe, Geschmacksverstärker, Antioxidationsmittel, Emulgatoren, Stabilisatoren, Süßstoffe, Säuerungsmittel, Geliermittel – und wie die Stoffe alle heißen, wurden der Einfachheit halber ausgeklammert, weil Menschen mit gesundheitlichem Bewusstsein hoffentlich nur Produkte aus Bio-Landwirtschaft oder eigenem Anbau verzehren.

Die Daten stammen aus verschiedenen Quellen aus dem Internet. Alle Zuschreibungen von gesundheitsfördernden, heilsamen, aber auch schädlichen Wirkungen sind generell mit Vorsicht zu genießen. Die wahren Ursachen von Krankheiten sind bis heute nicht vollständig geklärt.

 

Giftstoff Lebensmittel mögliche Schäden
Acrylamid Kartoffelchips , Kaffee, Knäckebrot, Zwieback. Entsteht bei der Erhitzung von Stärke über 180 Grad beim Braten, Backen, Rösten und Grillen. schädigt die Leber
Agaritin rohe Champignons, getrocknete Pilze (wird ab 70 Grad zerstört) Agaritin wurde früher für krebserregend gehalten, soll aber das Gegenteil bewirken und das Tumorwachstum hemmen.
Alkohol alkoholische Getränke schädigt die Leber, Suchtgefahr
Anthrachinon Schwarztee, getrocknete Pilze krebserregend
Antibiotika Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte machen resistent gegen Antibiotika
Antinutritiva (Antinährstoffe) Kartoffel, unreife Tomaten, Ackerbohnen, Sojabohnen, Lupinen. Werden von der Natur gegen Fressfeinde eingesetzt. schränken die Verwertung der Nährstoffe ein.
Aluminium Nahrung aus Dosen, Alufolien und Tetrapackungen, Grüner und schwarzer Tee, Laugengebäck, Tafelsalz, Trinkwasser wird mit Alzheimer in Zusammenhang gebracht
Arsen Fisch, Meeresfrüchte, Reis krebserregend
Benzoesäure, E 210 Konservierungsmittel, Limonaden, Blaubeeren, Pilze Kopfschmerzen, aber auch heilsame Wirkungen
Benzpyren entsteht beim Grillen und Räuchern krebserregend
Bisphenol A Lebensmittel aus Plastikverpackungen Unfruchtbarkeit
Blausäure Rohe Maniok (Wurzelknolle aus Südamerika), Bittermandeln, Obstkerne (Aprikosenkerne), Marzipan harmlos in kleinen Mengen. Kann in großen Mengen zu Lähmungen führen.
Blei Waldpilze, Trinkwasser, Tierleber, Fisch, Mucheln schädigt die Nerven, die Nieren, die Muskeln und das Gehirn
Cadmium Bitterschokolade, Spinat, Nüsse, Sellerie krebserregend, schädigt die Nieren und die Knochen
Cumarin Waldmeister, Cassia-Zimt, Erdbeeren, Datteln schädigt die Leber und die Nieren, Kopfweh, Übelkeit, Schwindel
Estragol Estragon, Basilikum, Muskatnuss, Fenchel, Anis, Pinie, Piment, Kerbel in geringen Mengen unbedenklich, krebserregend
Fluorid, Natriumfluorid Leitungswasser, Tafelsalz, Zahnpflegeprodukte Knochenleiden, Übelkeit, Bauchschmerzen, Durchfall
Gerbstoffe, Tannine Amaranth, Quinoa (Gänsefuß), Hirse, Weintrauben, Quitten, Kaki, Speierling, Kirschpflaumen, Hopfen, grüner und schwarzer Tee Vitamine und Mineralstoffe werden schlechter aufgenommen, blähende und stopfende Wirkung
Glutamat, E 621, Glutaminsäure Fertiggerichte, Parmesan, Bohnen, Tomaten, chinesische Gerichte leichtes Nervengift, Allergien gegen künstliches Glutamat
Gluten Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Grünkern, Urkorn, Kamut, Emmer und alle Produkte aus diesen Getreidesorten Gehirnschäden, Alzheimer, Suchtgefahr, Unverträglichkeit, Schädigung der Darmschleimhaut
Histamin und Histaminliberatoren Alkohol (vor allem Rotwein), Dosen-Thunfisch, Käse, Wurst, Hackfleisch, Schinken, Tomaten, Auberginen, Ananas, Erdbeeren, Nüsse, Sauerkraut Müdigkeit, Kopfschmerzen, Unverträglichkeit
Leichengift, Cadaverin, Putrescin Fleisch und Fisch Fleisch- und Fischvergiftungen
Laktose Milchpulver, Kuhmilch, Ziegenmilch, Schafmilch, Kondensmilch und andere Milchprodukte (Käse, Eiscreme, Molke, Quark, Joghurt), Kefir Bauchschmerzen, Durchfall, Unverträglichkeit, behindert die Nährstoffaufnahme
Lektin Phaseolin rohe Fisolen (Grüne Bohnen) Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
Methanol (Holzalkohol) Alkohol, Spirituosen, angegorene Fruchtsäfte und Tomaten Nervengift, Erblindung
Methyleugenol Basilikum, Estragon, Anis, Fenchel, Muskat, Lorbeer, Piment, Pinienöl, Zimtöl, Teebaumöl, Rosenöl krebserregend
Myristicin Muskatnuss Magenschmerzen, Halluzinationen, Rauschzustände
Nitrosamine, Natriumnitrit, Nitritpökelsalz, Nitrat Malzkaffee, Käse, Bier, geräucherter Fisch. Gegrilltes und gepökeltes Fleisch, Wurst, Salami und Schinken, wenn über 130 Grad erhitzt. (Achtung Pizza mit Schinken, Käse oder Salami!) Nitratreiche Gemüsesorten wie Rote Bete, Rettich, Radieschen, Rucola, Mangold und Spinat. krebserregend, Nieren- und Leberschäden
Oxalsäure (Ethandisäure)

 

 

 

Rote Rüben, Rharbarber, Spinat, Mangold, Sauerampfer, Kakaopulver, Sauerklee, Süßkartoffel, Yamswurzel, Mandeln, Cashewkerne, Haselnüsse, Erdnüsse, Weizenkleie, Sojabohnen, Amaranth, Portulak, Pfefferminz-Blätter, schwazer Tee, Petersilie, Kaffee Kreislaufprobleme, Harnsteine, Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Verschlechtert die Bioverfügbarkeit von Mineralstoffen. Wird durch Einweichen und Kochen reduziert.
Phytinsäure Getreide, Hülsenfrüchte, Ölsaaten, Buchweizen, Quinoa, Amaranth, Nüsse hemmt die Verwertung der aufgenommenen Nährstoffe, in kleinen Mengen unbedenklich
Phyto-Östrogene, Isovlavone, Lignane Rotklee, Sojabohnen und Sojaprodukte, Salbei, Hopfen, Leinsamen, Hülsenfrüchte, Preiselbeeren, Kürbiskerne, Brokkoli, Blumenkohl hormönähnliche Wirkung, die bei Erwachsenen unbedenklich oder sogar gesund ist
Quecksilber Thunfisch und andere Meeresfische abführende Wirkung, schädigt die Fruchtbarkeit und die Nerven
Radioaktivität Waldpilze, Wildfleisch, Algen, Meeresfische Nur in hoher Konzentration gefährlich. Veränderungen des Erbgutes und Zerstörung von Zellen
Safrol Muskatnuss, schwarzer Pfeffer in kleinen Mengen unbedenklich, giftig für Leber und Nieren
Salmonellen Eier, Fleisch, Milch, Wild, und Meerestiere in roher Form. Die Toxizität hängt von der Anzahl der Keime ab. Durchfall, Bauchschmerzen, Übelkeit, Fieber
Sambunigrin rohe schwarze Holunderbeeren Magenschmerzen, Übelkeit und Erbrechen
Saponine Quinoa, Lakritze, Hülsenfrüchte, Spinat, Spargel, Hafer, Zwiebel, Knoblauch, Rüben, Tomaten, Kartoffel können die Darnschleimhaut schädigen, aber auch heilsam wirken
Schimmel, Mykotoxine faule und verschimmelte Lebensmittel leberschädigend und krebserregend
Schleimbildende Lebensmittel Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Getreide und Pseudogetreide, ungekeimte Hülsenfrüchte, Nüsse Eiter, Pickel, Dauerschnupfen
Solanin grüne Paprika, rohe und gekeimte Kartoffel, grüne Stellen bei Kartoffeln und Tomaten, Kartoffelschalen schwach giftig, Magenschmerzen und Übelkeit, wird durch Kochen nicht zerstört
Tetrodotoxin Muscheln und andere Meeresfrüchte Nervengift

 

Gegrilltes in Alufolie: Au wei! Foto (C) Rex Roof / flickr CC BY 2.0
Gegrilltes in Alufolie: Au wei! Foto (C) Rex Roof / flickr CC BY 2.0

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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