Richtig entgiften – Teil 1

Was tut man nicht alles, um besser auszusehen, sich wohler zu fühlen – und natürlich auch aus gesundheitlichen Gründen? Es gibt sehr viele Möglichkeiten, den Körper zu reinigen, um ihn gesund und jung zu erhalten.

Detox-Smoothies sind meistens grün. Foto (C) griotsnet / flickr CC BY 2.0
Detox-Smoothies sind meistens grün. Foto (C) griotsnet / flickr CC BY 2.0

 

Man muss nicht krank sein, um von Entgiftungskuren zu profitieren. Die Schulmedizin kümmert sich leider kaum um dieses Thema und daher glauben die meisten Menschen, dass ihr Übergewicht aus Kalorien-Reserven besteht, die sie in Notzeiten gut gebrauchen können. Auf die Idee, dass es sich um Kotbäuche, Zysten, Parasiten und anderen Unrat handelt, die für „wohlgenährtes“ Aussehen sorgen, kommen sie nicht. Was sollte sich im Körper Giftiges ansammeln, wenn man keine giftigen Pilze isst? Es gibt ja schließlich strenge Grenzwerte bei den Lebensmitteln, daher kann nichts passieren. Und schließlich verträgt man ja alles, was gut schmeckt – nicht wahr? Wenn man es normal findet, mit zunehmendem Alter immer dicker zu werden und zugleich Energie zu verlieren, dann gibt es keinen Handlungsbedarf. Es gibt aber auch Menschen, die höhere Ansprüche haben und nicht nur eine höhere Lebenserwartung, sondern auch mehr Lebensqualität anstreben. Für diese Menschen ist die Entgiftung ein sehr wichtiges Thema.

 

Die natürlichen Ausscheidungskanäle des Körpers

An sich ist der Körper ja gut mit Entgiftungsorganen ausgestattet und er entgiftet sich auch ohne unser Zutun ständig. Solange unsere Ausscheidungsorgane und -Kanäle bestens funktionieren, ist alles gut. Dazu gehören:

Das Lymph-System, die Leber, die Galle, der Darm, die Nieren, die Haut (inklusive Haare und Nägel), die Lungen und der Atem, die Nase (Schleim), die Zunge und die Schleimhäute, das Blut (Menstruation bei fruchtbaren Frauen).

Schlanke Menschen haben weniger Depots, um Giftstoffe zwischenzulagern und müssen daher ihre Schadstoffe schneller eliminieren. Ein träger Darm ist automatisch mit mehr Körperfülle verbunden, die meist nicht nur aus Fettzellen, sodern auch aus Wassereinlagerungen besteht.

 

Was muss entgiftet werden?

  • Rückstände von Nahrungsmitteln (Pestizide, Hormone, Antibiotika, Farbstoffe und unzählige Zusatzstoffe aus der Nahrungsmittel-Industrie)
  • Umweltgifte (Luft, Wasser, Staub-Ablagerungen, Erdreich)
  • Wohngifte (Gerüche und Nanopartikel aus Baustoffen)
  • Gifte von Fahrzeugen (vor allem bei Klima-Anlagen und Kunststoff-Oberflächen)
  • Gifte aus Textilien (Kleidungsstücke, Bettwäsche, Handtücher)
  • Schwermetalle, zum Beispiel aus Zahnfüllungen
  • Alle chemischen Substanzen, die nicht in den Körper gehören  (zum Beispiel von Plastikflaschen und anderen Lebensmittel-Verpackungen, Tattoos und Zigaretten)
  • Rückstände von Medikamenten (auch Tier-Arzneimittel, wenn Tierprodukte konsumiert werden)
  • Rückstände von Körperpflegeprodukten
  • Rückstände von Kosmetika (Haarfarben, Nagellacke, Wimperntusche, Lösungsmittel)
  • Parasiten und deren Eier
  • Giftige Substanzen in gewöhnlichen Lebensmitteln: Kartoffel, Bohnen, Waldpilze, Bittermandeln, Muskatnuss, Maniok, Rosenkohl, unreife Tomaten, Rhabarber, Lakritze, Holunderbeeren, Auberginen, angebranntes Fleisch, Fische, Muscheln, verschimmeltes Obst und Gemüse, bittere Kürbisgewächse, Gegrilltes und Frittiertes, rohe Eier und rohes Fleisch, rohe Kuhmilch, Bambussprossen.
  • Alkohol
  • Koffein
  • Rauschgifte
  • Impfstoffe
  • Diverse Schmutzpartikel, die nicht verdaut werden können

 

Foto (C) Tom Coady / flickr CC BY 2.0
Foto (C) Tom Coady / flickr CC BY 2.0

 

Sind Supplemente erforderlich?

Ja und Nein. Menschen und auch andere Lebewesen müssen sicher nicht alle Substanzen zuführen, die sich letztlich im Körper befinden. Der Organismus kann die Stoffe zum Teil selbst herstellen oder in „feinstofflicher“ Form aufnehmen (rein informativ oder homöopathisch, kolloidal oder in Spuren). Manche Substanzen wie Vitamin D und Vitamin B 12 werden durch die Sonne und durch Bakterien gebildet. Die vielen widersprüchlichen Ernährungslehren kommen daher, dass alles nur Theorie ist und vieles noch nicht verstanden worden ist. Eine Kuh frisst augenscheinlich nur Gras und müsste daher ein gewaltiges Nährstoff-Defizit haben. Außerdem gibt es keine Wildtiere, die jeden Tag das perfekte Futter finden. Es ist also offenbar kein Problem, wenn man sich unvollständig oder einseitig ernährt, solange man sich nicht vergiftet. Wenn Menschen von Natur aus Fleischfresser wären, wäre die Tierwelt längst ausgerottet. Täglich dreimal Tierprodukte sind nur möglich mit Massentierhaltung.

 

Um zu entgiften, braucht der Körper Mineralien

Supplemente sind zwar nicht unbedingt notwendig, aber man kann damit bestimmte Effekte erzielen und sie sind daher sehr bedeutsam für die Entgiftung. Wir wissen allerdings nie genau, welche Nährstoffe der Körper überhaupt aufnimmt, wenn er Ergänzungsmittel bekommt. Solange die Supplemente natürlichen Ursprungs sind und die empfohlenen Mengen nicht überschritten werden, kann man nicht viel damit verkehrt machen. Je isolierter die Nährstoffe konsumiert werden, umso mehr besteht die Gefahr, dass sie mehr schaden als nutzen. Man sollte sich schon ziemlich gut auskennen, wenn man Mineralien, Vitamine und sonstige Substanzen einnimmt. Manche essen täglich löffelweise Mineralstoffe, was ich persönlich übertrieben finde. Gesund im ganzheitlichen Sinn kann nur etwas sein, was nicht nur für den Menschen ausgewogen ist, sondern auch für den Rest der Natur. Es kann nicht sein, dass wir Raubbau betreiben müssen, um unsere Nährstoff-Defizite zu beheben. Die Mengen, die von Natur aus in Lebensmitteln vorkommen, müssen meiner Meinung nach ausreichen.

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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