Zum Super(wo)man werden durch Enthaltsamkeit

Dr. Nun Amen-Ra sieht aus wie ein ägyptischer Gott, ist Schwerathletik-Weltmeister,  isst nur einmal am Tag und höchstens 1500 Kilokalorien, obwohl er ein Vielfaches davon verbraucht. Wie macht er das bloß?

 

Glykation führt zu Hautalterung und Faltenbildung

Er sieht nicht im Entferntesten wie ein Hungerkünstler aus, sondern gehört zu den kräftigsten Menschen auf diesem Planeten. Sein Ernährungskonzept ist zugleich eine Anti-Aging-Diät, denn durch die Kalorienbeschränkung wird Verdauungsenergie gespart und der Organismus kann viel effizienter arbeiten. Amen-Ra warnt besonders vor den Gefahren der Glykation. Damit ist eine Form von „Verzuckerung“ des Gewebes gemeint, die entsteht, wenn der Zuckerspiegel häufig erhöht ist. Doch die Kalorienbeschränkung und der Verzicht auf Zucker sind nicht alles. Amen-Ra ernährt sich zu hundert Prozent vegan und setzt auf Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte. Für die tägliche Mahlzeit lässt er sich eine Stunde lang Zeit. In den restlichen 23 Stunden sind keine kalorienhaltigen Getränke erlaubt. Dazu kommen noch Meditationen und rein pflanzliche Nahrungsergänzungsmittel.

 

Maximale Leistungsfähigkeit bei minimalem Energieverbrauch

Amen-Ra ist nicht nur körperlich ein „Strongman“, sondern hat auch geistig alles im Griff. Der Weltklasse-Champion besitzt gleich mehrere Ausbildungen und Studienabschlüsse – unter anderem in Biologie, Thanatologie (Wisssenschaft vom Tod), Sozialarbeit und Public Health/Epidemiology – ist Autor von wissenschaftlichen Publikationen, Forscher, Personaltrainer, Fastentherapeut, Ernährungsberater, Yogameister und Gesundheitslehrer. Als Gewichtheber hat er zwei Weltmeistertitel errungen und zweimal einen Weltrekord aufgestellt – neben vielen anderen Titeln und Medaillen, die er als Sportler errungen hat. Außerdem hat er seine spezielle „AM-Meditation“ entwickelt, die im Stehen erfolgt, mit Hilfe eines Stabes, der an Überlieferungen aus dem alten Ägypten erinnert. Seine Erscheinung ist derart außergewöhnlich, dass viele sich fragen, ob das wahr sein kann. Fehlt nur noch, dass der Superman seinen Mantel ausbreitet und davonfliegt!

 

Konzentrierte Superfoods und intermittierendes Fasten

Dass intermittierendes Fasten von Vorteil ist, hat sich in der Rohkost-Szene bereits herumgesprochen. Normalerweise wird eine Essenspause von 16 Stunden empfohlen, was bedeutet, dass man innerhalb von acht Stunden essen sollte. Fortgeschrittene Ernährungsexperten essen nur einmal am Tag, lassen sich aber zwei Stunden Zeit für ihre Hauptmahlzeit. Amen-Ra treibt dieses Konzept an die Spitze und trinkt außerhalb seiner Essensstunde nur Grünen Tee, Rooibostee und Kräutertee. Die veganen Nahrungsergänzungsmittel werden vor den Mahlzeiten eingenommen, um den Vitamin- und Mineralstoffbedarf vollständig abzudecken.

Von süßem Obst und wässrigem Gemüse hält der Champion eher wenig, weil sie zu viel Raum einnehmen im Verdauungstrakt und der Körper nicht satt wird davon. Er bevorzugt trockene, feste und dichte Produkte wie Nüsse, Trockenfrüchte, Kerne, Samen, Hülsenfrüchte, Reis, Wurzeln und Knollen. Als Eiweißquellen kommen außerdem Soja, Spirulina, Bierhefe, Mandeln und Erdnüsse auf den Speiseplan. Leser/innen, die sich basenüberschüssig ernähren, wird hier auffallen, dass die meisten der genannten Lebensmittel nicht basisch, sondern säurebildend wirken. Allerdings kommen viele Ergänzungsmittel dazu, die ausgleichend und verjüngend wirken. Zum Beispiel werden Blaubeeren, Granatäpfel und Stevia-Süßkraut genannt.

Das Schwergewicht liebt schwere Kost, vor allem Bohnen. In gekeimter Form sind sie leichter verdaulich. Foto (C) Dave Miller / flickr
Das Schwergewicht liebt schwere Kost, vor allem Bohnen. In gekeimter Form sind sie leichter verdaulich. Foto (C) Dave Miller / flickr

 

Explosion der Wachstumshormone in Fastenphasen

Die langen Fastenphasen haben eine entgiftende und regenerierende Wirkung. Der Bauch bleibt flach und die Magensäure wird nicht übermäßig verdünnt durch zu viele Flüssigkeiten während des Essens. Dass man nie während der Mahlzeiten trinken sollte, sondern nur vorher und nach der Verdauungszeit, ist allgemein bekannt, wird aber selten eingehalten. Der Körper braucht Zeit für seine Reparaturprozesse und auch Muskeln werden leichter aufgebaut, wenn der Magen leer ist. Wer ständig isst, ist weniger leistungsfähig. Das Wachstumshormon HGH steigt in Fastenphasen enorm an, wenn einen Tag lang gefastet wird – und zwar um 1300 Prozent bei Frauen und um fast 2000 Prozent bei Männern laut einer Studie am Intermountain Medical Center Heart Institute in New Orleans mit rund 200 Probanten. Wer die Diät von Amen-Ra zu streng findet, sollte zumindest einmal in der Woche einen Tag einlegen, an dem er wenigstens 16 Stunden lang auf feste Nahrung verzichtet.

 

Verlängerung der Lebensspanne durch Gedankenkontrolle und Askese

Dass eine karge Ernährung zu einer längeren Lebenserwartung führt, ist zumindest mit Tierversuchen erwiesen. Wer langsamer (und stressfeier) lebt, lebt länger. Man kann dieses Prinzip auch in der Pflanzenwelt beobachten. Je schneller eine Pflanze wächst, umso kurzlebiger ist sie im Allgemeinen. Wem ist in unserer schnelllebigen Zeit bewusst, dass wir unsere Lebensenergie verprassen, wenn wir von einem Termin zum nächsten hetzen? Aber auch vor emotionalem Stress muss gewarnt werden. Wenn wir unseren Geist beherrschen, beherrschen wir auch unsere Psyche und unsere Emotionen. Ob Amen-Ra ein Künstlername ist? AMUN-RA, der Name des ägyptischen Sonnengottes und Symbol für Schöpferbewusstsein, Freiheit und Unendlichkeit, klingt auf jeden Fall sehr ähnlich.

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 738 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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