Mono-Mahlzeiten: Trennkost auf allen Linien

Als Trennkost bezeichnet man üblicherweise die Trennung zwischen Lebensmitteln mit viel Eiweiß und vielen Kohlenhydraten. In der Rohkost-Szene etabliert sich eine sehr schlichte Form der Ernährung, bei der möglichst wenig vermischt wird.

Aprikosen pur sind wunderbar für eine Monomahlzeit geeignet. Foto (C) Rhihan / flickr CC BY 2.0
Aprikosen pur sind wunderbar für eine Monomahlzeit geeignet. Foto (C) Rhihan / flickr CC BY 2.0

 

Die Vorteile der Hay´schen Trennkost sind sehr umstritten

Diese Ernährungsempfehlung ist schon lange bekannt und geht auf William Howard Hay zurück, der sie Anfang des 20. Jahrhunderts propagierte. Nach der Trennkostlehre darf man praktisch alles essen, aber Kohlenhydrate und Eiweiß sollten bei keiner Mahlzeit gleichzeitig vorkommen. Hülsenfrüchte sind überhaupt nicht erlaubt, weil sie beides enthalten. Allerdings sind sich die Ernährungsexperten wie üblich nicht einig und es bleibt daher jedem Einzelnen überlassen, mit der Trennkost zu experimentieren und seine Schlüsse zu ziehen.

 

Chaotische Ernährung führt zu langsamer Verdauung

Je mehr unterschiedliche Lebensmittel man durcheinander isst, umso größer ist die Gefahr, dass es zu Unverträglichkeiten kommt. Die Verdauung dauert umso länger, je chaotischer der Mageninhalt ist. Es kommt zu einem ähnlichen Effekt, wie wenn man zahlreiche Internetseiten und Computerprogramme gleichzeitig öffnet. Der Ladevorgang dauert viel länger, wie wenn man die Seiten hintereinander öffnen würde. Man muss sogar mit dem Absturz von Programmen rechnen. Der Magen benötigt für jedes Lebensmittel ein bestimmtes Stoffwechsel-Programm, um es zerlegen zu können.

 

Saisonale Ernährung mit Mono-Mahlzeiten

Dieser Ernährungstrend orientiert sich am Lebensmittel-Angebot in der Natur. Die Naturprodukte werden zu verschiedenen Zeiten reif und stehen dann in großer Menge zur Verfügung. Daher ist es logisch, dass man nicht jeden Tag die gleiche Mischung isst, sondern mehr von dem, was gerade Saison hat. Man isst also beispielsweise zu Mittag nur Kirschen oder nur Äpfel oder nur Aprikosen oder nur Erdnüsse und trinkt lediglich Wasser dazu. Wenn man mehr Abwechslung möchte, kann man mehrere Mono-Gerichte hintereinander konsumieren, wobei die leicht verdaulichen zuerst kommen sollten. Wichtig ist, dass man die Zutaten nicht vermischt und nicht gleichzeitig in den Mund schiebt.

 

Welche Vorteile haben Mono-Mahlzeiten?

  • Sie ist sehr unkompliziert und man fühlt sich leicht dabei, auch wenn man sehr viel isst.
  • Die Verdauung geht wesentlich schneller als bei Mischkost.
  • Man kann die Lebensmittel so richtig auskosten und in purer Form genießen – ohne Füllstoffe und Gewürze.
  • Man benötigt keine Zeit für die Zubereitung von komplizierten Gerichten.
  • Man kann essen, so viel man möchte.
  • Man wird nicht müde davon – auch wenn man sich den Bauch vollschlägt.
  • Das Nährstoffangebot wird optimal ausgenutzt.
  • Es gibt keine bessere Form, sich mit frischen Lebensmitteln zu versorgen.
  • Frisches Obst und Gemüse, Sprossen und Nüsse sind vollwertiges Fastfood.
  • Man lernt, die Wirkung von Lebensmitteln zu beobachten und besser einzuschätzen.
  • Man schmeckt mehr Nuancen, denn jede Erdbeere und jede Birne schmeckt ein wenig anders.
  • Ungesunde Lebensmittel, die keinen guten Eigengeschmack besitzen, werden automatisch weggelassen. Niemand hat Lust, sich von purem Zucker, Mehl, ungewürztem Fleisch oder roher Kuhmilch zu ernähren.
  • Es tritt ein klares Sättigungsgefühl ein, aber nicht in Form eines schweren Magens, sondern man fühlt sich rundum zufrieden.

 

Mono-Essen geht am besten mit Rohkost

Mono-Kost ist in der Regel zugleich Rohkost und keine gekochte Kost. Das hat den Grund, dass man gekochte Lebensmittel fast zwangsläufig würzen muss, weil sie sonst zu langweilig schmecken. Nur Brot mit nichts drauf oder gar nur Mehl-Pampe wird niemanden befriedigen. Auch Nudeln und Reis machen nicht satt, wenn man sie in großen Mengen und ohne jede Zutat konsumiert. Das hat damit zu tun, dass gewisse Lebensmittel Energieräuber sind. Sie benötigen Vitamine und Mineralstoffe, um überhaupt verdaut werden zu können. Je mehr man davon isst, umso mehr rutscht man in Mangelzustände.

 

Die schlimmsten Vitamin- und Mineralstoff-Räuber

  • Koffein: Kaffee, schwarzer Tee, Cola
  • Zucker
  • Nikotin
  • Medikamente
  • Getreidekleie: glutenhaltiges Getreide
  • Kuhmilch und alle tierischen Produkte: Sie wirken säurebildend und benötigen zur Neutralisierung Mineralien, die aus den Knochen gezogen werden.

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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