2019 – der Juli in Zahl3n

Mit dem neuen Monat geht das Jahr in die 2. Halbzeit. Die Sommersonnenwende liegt hinter uns und somit wird es wieder früher dunkel. Auch wenn wir das im Augenblick nicht wirklich merken. So ist er eben, der natürliche Lauf der Dinge. Da ändern auch Künstlichkeiten wie Sommer- oder Winterzeit nichts dran.

2019 - der Juli in Zahl3n

Denken und Kreativität gehen im Juli Hand in Hand. Das hilft ungemein, steht doch der ganze Monat unter dem Motto „visionäres Denken“ und „eine Mission haben“. Letzteres allerdings, ohne dass ein Missionieren einher geht. Die schier unbegrenzte Vielfalt der Möglichkeiten wird uns gewahr werden. Bei einem tiefen Blick in diese ‚Wundertüte der Zeit‘ sollte uns schnell klar werden, so die Zahl3n des Monats, dass der Fokus auf dem liegen sollte, was für die Gemeinschaft, in der wir leben, förderlich ist. Im engeren Sinne geht es um Familie und Freunde, darüber hinaus auch um unsere kommunale Umgebung, um Stadt, um Land und um die Welt, in der wir leben. Uns sollte wirklich bewusst werden, dass es für manche Dinge keinen Plan B gibt, einen Planeten B schon gar nicht.
Das klingt gewaltig, kann u.U. aber auch gewalt-ig werden, wenn Widerstände gegen soziale Gerechtigkeit, gegen notwendige Veränderungen im Denken und Handeln derer, denen wir die Lenkung unserer Geschicke anvertraut haben, aufrecht erhalten oder gar verstärkt werden. Im neuen Monat kann sich nämlich ganz deutlich zeigen, wer sich ganz besonders intensiv vornehmlich um die Wahrung eigener Interessen und Begehrlichkeiten kümmert. ‚Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht‘ entbehrt nicht einer gewissen Logik, ist aber definitiv nicht das, was der Juli in die Welt tragen möchte. Da hilft auch keine kreatives „Schön-denken“.

Weitsicht ist gefordert, gepaart mit der Bestreben, Beständiges zu schaffen. Wer da nur von ‚12 Uhr bis zum Mittag‘ denkt, hat den Monat nicht verstanden.
Ganzheitliches Denken und Handeln ist gefragt. Leider zeigt aber die erfahrbare Wirklichkeit, dass diese Art zu denken und zu handeln in die Kategorie „geheime Künste“ zu fallen scheint und mit gesundem Menschenverstand nichts gemein hat. Zu oft wird nur an Symptomen „herumgedoktort“, die Ursachen werden nur rudimentär oder gar nicht berücksichtigt. Unglücklicherweise gilt das für so ziemlich alle Bereiche unseres Lebens, für die Politik ebenso wie für Industrie und Wirtschaft oder soziale und kulturelle Bereiche. Präsentiert bekommen wir aber immer wieder einen schönen Schein, der mit der Welt ‚da draußen‘ nichts zu tun hat. 
Klar, dass sich in diesem Zusammenhang das Thema Gesundheit aufdrängt. Hier geht es weit über den Klassiker, gesunde Ernährung und Bewegung an frischer Luft, hinaus. Auch in diesem Teil unseres Alltags werden nicht selten nur Symptome behandelt, statt dass nach den Wurzeln eines Übels gesucht wird. Schnelle Erfolge sind gefragt, von nachhaltiger Gesundheit ist viel zu selten die Rede. Sehr kurzsichtig ist diese Betrachtung und hat mit Ganzheitlichkeit und Beständigkeit überhaupt nichts zu tun. Oft auch die Medikationen nicht, die verabreicht werden. Einzelne „Hämmer“ schießen weit über das Ziel hinaus und vermögen meist auch nur kurzfristig Linderung zu verschaffen.

Und so ist es an uns, für das Wohlbefinden und die Gesundheit von uns selbst und von anderen zu sorgen. Dazu müssen wir nicht notwendigerweise in einem Heil- oder Pflegeberuf tätig sein oder in welcher Form auch immer therapeutisch arbeiten. Oft hilft es einfach „nur“, für andere da zu sein, ihnen eine helfende Hand zu reichen. Idealerweise leisten wir Hilfe zur Selbsthilfe. Bereits Konfuzius propagierte „gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag. Bring ihm das Fischen bei, und Du ernährst ihn ein Leben lang.“ Da steckt eine ganze Menge drin, in diesem Satz. Zum einen ist die unmittelbare Hilfe nicht die erfolgreichste Form der Hilfe. Zum anderen ist das um- und weitsichtige Handeln derer, die mit dem notwendigen Wissen andere anleiten, anderen Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln, die effizienteste Art zu helfen. Aber das bedeutet wiederum, dass dem Thema ‚Bildung‘ eine weitaus höhere Bedeutung zukommen muss, als das bei uns der Fall war und ist. Ich habe den Eindruck, dass nach dem Motto „Wissen ist Macht, nichts wissen, macht nichts“ einzelne Fische verteilt werden, statt das Handwerk zu lehren und zu fördern. Es geht um sinnvolle Investitionen in die Zukunft und nicht um Almosen in der Gegenwart.

Mit der Gewissheit, dass die Realität in Wirklichkeit ganz anders aussieht, als uns oft vorgegaukelt wird, wünsche ich uns allen einen Monat, der Beständigkeit schafft.
Bodo Trieb

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