Das Mindset eines Menschen erkennen

Energetischer Selbstschutz gehört zur Grundausrüstung von Therapeuten, Coaches und auch Feng-Shui-Beratern. Aber auch im Alltag gibt es viele Situationen, die die Stimmung verderben können.

Der vorsichtige Skeptiker, dargestellt von Gregor Wasicky. Foto (C) -ikus / Doing Culture / flickr CC BY 2.0
Der vorsichtige Skeptiker, dargestellt von Gregor Wasicky. Foto (C) -ikus / Doing Culture / flickr CC BY 2.0

 

Wer viel mit Menschen zu tun hat, braucht Techniken, um sich gut abzugrenzen, ohne unfreundlich zu wirken. Hier wird immer wieder eine unbeteiligte Beobachterrolle empfohlen, die es erlaubt, zugewandt und aufmerksam zu sein, ohne die Informationen an sich herankommen zu lassen. Solange es sich um Botschaften handelt, die neutral vorgetragen werden, ist dieser Rat einfach umzusetzen. Schwieriger wird es, wenn die Inhalte sehr emotional zum Ausdruck kommen oder körperliche Berührungen geschehen. Auch Du-Zuweisungen und Vereinnahmungen mit Namensnennung, direkte Vorwürfe und Abwertungen sind eine Herausforderung. Je nachdem wie offen und empfindsam der Empfänger ist, können Beeinträchtigungen auch durch unangenehme Gerüche und Tonlagen hervorgerufen werden. Niemand möchte gerne angeschrien werden oder viel Zeit mit jemandem verbringen, der die Atemluft verpestet.

 

Jeder ist hundertprozentig für seine Gedanken und Gefühle verantwortlich

Auch wenn es oft so aussieht, als ob andere Menschen schlechte Gefühle verursachen würden, so sind sie meist nur die Auslöser von Gefühlen, die schon vorher da waren und für die man letztlich selbst verantwortlich ist. Wir alle sind mitfühlende Wesen und daher besteht immer eine gewisse Ansteckungsgefahr, wenn Menschen depressiv, aggressiv, stressig, nervös oder apathisch agieren. Dennoch ist die Wahrnehmung eines negativen Gefühles bei einem anderen Mensch kein Grund, dieses zu übernehmen. Leider üben leidende Personen oft sogar einen gewissen Druck aus, um ihre Mitmenschen davon zu überzeugen, dass ihre Leiden echt sind und daher mitgelitten werden sollte. Menschen, die häufig jammern, uralte Narben zur Schau stellen und mit ihren Krankheiten prahlen, wollen ganz offensichtlich bemitleidet werden. Sie wissen nicht, was sie damit über sich selbst aussagen, weil sie davon überzeugt sind, dass sie nichts damit zu tun haben. Sie wollen als arme Opfer betrachtet werden, als Helden oder sogar Märtyrer in die Geschichte eingehen.

 

Die uneingestandene Lust an der Negativität

Interessant sind eigentlich nicht die Probleme und Krankheiten, sondern was die Betroffenen darüber sagen. Zum Beispiel: „Was habe ich nicht schon alles mitgemacht!“ Um sich als Zuhörer abzugrenzen, ist es hilfreich, nur auf die Bewertungen des Erzählers zu achten. Die Inhalte sind relativ unwichtig und werden sich nicht ändern, solange ein Mensch bestimmte Wertungen vornimmt. Der eine fühlt sich ständig minderwertig und will irgendwas beweisen. Der andere ist immer unzufrieden und nörgelt an allem herum. Der nächste sieht überall Gefahren und Bedrohungen. Der übernächste will ständig besser sein als die anderen und schaut auf alle herab, die diesen Ehrgeiz nicht teilen. Und dann gibt es noch die Wunderwuzzis, die nur in Superlativen reden und maßlos übertreiben. Oder die Dramaqueens, die immer irgendeinen Zündstoff benötigen, um sich lebendig zu fühlen. Aber auch die Lahmen und Passiven, denen alles Mögliche passiert, was sie eigentlich nicht wollen, aber ertragen müssen. Und jene mit Aufmerksamkeitsdefizit, die Probleme dazu benutzen, um sich wichtig zu machen. Es gibt unzählige Möglichkeiten, das Leben auf eine ungesunde Art zu bewerten.

 

Die Sucht nach Leidensgemeinschaften und Verstrickungen

Negative Gefühle werden oft dazu benutzt, um andere Menschen „einzufangen“. Denn Menschen, die sich gut abgrenzen können, lassen sich nicht manipulieren und verstricken. Das fühlt sich natürlich unbefriedigend an für jemanden, der eine Bestätigung sucht für seine Leiden und damit hausieren geht. So als würde es was helfen, wenn möglichst viele Mitmenschen der gleichen Ansicht sind und dasselbe schrecklich finden. Sie möchten nicht hören, dass die Gefühle, die sie wahrnehmen, mit ihrer eigenen Denkweise zu tun haben. Stattdessen sind zahlreiche Zeugen erwünscht, die ihnen versichern, dass die Ursache bei gewissen Schuldigen oder äußeren Umständen liegt. Niemand ist verpflichtet, mit Sichtweisen in Resonanz zu gehen, die er nicht ehrlich teilt. Im Gegenteil: Man sollte immer nach alternativen Sichtweisen suchen, denn nur eine Veränderung der Perspektive kann eine Heilung bewirken.

Das Mindset ist alles. (C) Brian Solis / flickr CC BY 2.0
Das Mindset ist alles. (C) Brian Solis / flickr CC BY 2.0

 

5 Tipps, woran ich sofort erkenne, wie jemand tickt

  1. Die Art, wie jemand seine Mitmenschen und die Welt betrachtet, ist an seiner Mimik und Körpersprache abzulesen.
  2. Zweitens sagen die Schlagzeilen sehr viel aus, mit denen jemand seine „Ansprachen“ schmückt. Welche Worte komme wiederholt vor und wie klingen sie?
  3. Womit geht jemand in Resonanz? Was kauft er ein? Wer sind seine Freunde und Gefolgsleute? Was bringen die Fotos und Bilder zum Ausdruck, die er bei facebook postet?
  4. Wie redet der Mensch über andere Menschen? Wie bewertet er sie und was ist ihm wichtig?
  5. Wieviel nimmt dieser Mensch überhaupt wahr von mir? Kann ich so sein, wie ich bin oder stoße ich auf Desinteresse, Zurechtweisung und Ablehnung? Je weniger sich jemand umsieht im Raum, umso klarer ist es, dass seine Wahrnehmung nichts mit der Realität zu tun hat.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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