Die 30 häufigsten Schlafräuber

Um sich fit und vital zu fühlen, ist ein gesunder Schlaf unerlässlich. In Deutschland und Österreich leiden rund 30% der Menschen an Schlafstörungen. Das ist fünfmal mehr als vor 10 Jahren.

Foto: Carlos Ebert / flickr CC BY 2.0
Foto: Carlos Ebert / flickr CC BY 2.0

Schwierigkeiten beim Einschlafen und Durchschlafen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit erheblich. Wenn man nicht ausgeschlafen ist, fühlt man sich wie gerädert. Man ist weniger belastbar, die Nerven liegen blank und auch die Stimmung ist im Keller. Es ist normal, dass man nicht so gut schläft, wenn einem zu viel durch den Kopf geht. Doch wenn das Nicht-schlafen-können chronisch wird, sind Kopfschmerzen, Depressionen und Erschöpfungszustände vorprogrammiert.

Was ist die Urache für den rasanten Anstieg?

Laut einer Studie an der Medizinischen Universität in Wien, Universitätsklinik für Neurologie, ist die starke Zunahme von Schlafstörungen etwas Neues. Zwischen 1997 und 2007 gab es keinen signifikanten Anstieg. Was also ist in den letzten 10 Jahren passiert? Die Ursache könnte beim Smartphone liegen. Es kann aber auch sein, dass immer mehr Menschen „aufwachen“, wie man so sagt. Viele, die früher mehr oder weniger bewusstlos ins Bett gefallen sind, beginnen über ihren Lebensstil nachzudenken. Nachts, wenn alle Ablenkungen und Reizfaktoren wegfallen, herrscht endlich Klarheit im Kopf und wir können Zusammenhänge erkennen, die uns tagsüber nicht einfallen. Viele Menschen sind innerlich beunruhigt und gestresster denn je, weil sie wissen oder spüren, dass es so nicht weitergehen kann. 

Weitere Ursachen können sein:

1) Fernsehen und Internetsurfen

Wir dürfen bei der Auswahl von Filmen und Videospielen nicht vergessen, dass das Gehirn zwischen realen und fiktiven Inhalten nicht unterscheiden kann. Außerdem ist das blaue Licht zu erwähnen, das viele Bildschirme ausstrahlen.

2) Koffein, Tein und Theobromin

Diese Stoffe können nicht nur in Kaffee, Tee, Kakao und dunkler Schokolade enthalten sein, sondern auch in Arzneimitteln.

3) Staubmilben und unsaubere Bettwäche

In frischer Wäsche schläft es sich leichter. Daher sollte die Bettwäsche mindestens alle 2 Wochen gewechselt werden.

4) Ungünstiger Bettplatz

Kinder können überall schlafen, aber je älter der Mensch wird, umso höher werden die Ansprüche. Eine ungewohnte Schlafumgebung in einem Hotel kann schon ausreichen, um Schlaflosigkeit zu verursachen.

Foto: Alex Liivet / flickr CC BY 2.0
Foto: Alex Liivet / flickr CC BY 2.0

5) Hunger oder Durst

Wurde tagsüber das Essen oder Trinken vernachlässigt? Oft verspürt man keinen Hunger bis zur Schlafenszeit, aber in der Nacht knurrt plötzlich der Magen.

6) Störende Lichtquellen

Die langen Sommertage können ein Problem sein für Menschen, die sich nach dem Tageslicht richten. Störende Lichteinfälle können außerdem von Straßenlaternen, Reklameschildern, Gartenbeleuchtungen und dergleichen kommen.

7) Lärmbelästigungen

Störenden Lärmquellen gibt es leider viele: Nachbarn, Gaststätten, Mitbewohner, bellende Hunde, schnarchende Partner, tobende Kinder, Kirchenglocken, Feuerwerke, Fahrzeuge, Flugzeuge und so weiter.

8) Straßenverkehr

Wer das Pech hat, einen Parkplatz vor dem Schlafzimmer zu haben oder eine Straßenkreuzung, wird nicht nur durch Lärm gestört. Sondern auch durch Lichter und Erschütterungen.

9) Kälte, Hitze, mangelnde Frischluft

10) Chaos im Schlafzimmer

11) Arbeitsutensilien im Schlafzimmer

12) Spiegel im Schlafzimmer

13) Elektrosmog

Hier sind vor allem Radiowecker, CD-Player, Handys und Fernseher zu erwähnen

14) Kunststoffe und Metalle

Sie können zu elektrischen Aufladungen führen und vorhandene elektromagnetische Störzonen verstärken.

15) Bedrohliches

Scharfkantige Möbelstücke und schwere Deckenbalken können bedrohlich wirken

16) Unsicherheit

Eine Tür im Rücken und defekte Rollläden können ebenso Unruhe stiften wie Prüfungsangst und diverse Angststörungen.

17) Zähne und Kiefer

Viele Menschen haben eine „Batterie“ im Mund durch metallische Füllungen. Auch Verspannungen im Kiefer können das Einschlafen erschweren.

18) Angestaute Emotionen

Vor allem verdrängte Wut verhindert, dass man sich vollständig entspannen kann.

19) Zu viel Sport

Der Körper ist zwar erschöpft, fühlt sich aber gestresst und kann daher nicht entspannen.

Sport regt den Kreislauf an und daher ist es nicht günstig, ihn zu später Stunde auszuüben.

20) Alkohol und Zigaretten

Bei Kettenrauchern und Trinksüchtigen ist der Körper in der Nacht auf Entzug.

21) Unregelmäßiger oder gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus

Der Körper ist ein Gewohnheitstier. Daher kann es sein, dass er nicht zur Ruhe kommt, wenn man nicht zur gewohnten Zeit schlafen geht, sondern viel früher oder später. Von diesem Problem sind vor allem Schichtarbeiter betroffen.

22) Stress durch Termindruck

Wer am nächsten Tag zu einer bestimmten Uhrzeit aufstehen muss, fühlt sich möglicherweise durch den Wecker gestresst und zählt die Minuten bis zum Einschlafen.

23) Schwere Mahlzeiten zu später Stunde

Die Verdauung ist zwangsläufig aktiv und stört die Nachtruhe.

24) Volle Blase und Druck im Darm

Es ist nicht günstig, vor der Bettruhe literweise Flüssigkeiten zu trinken. Ebenfalls ist es nicht sinnvoll, kurz vor dem Schlafengehen Abführmittel zu nehmen.

25) Aufregungen

Events, Partys, Familienfeiern und andere Aufregungen können uns in eine derart aufgekratzte Stimmung versetzen, dass wir nicht abschalten können.

26) Sorgen, Rätsel und offene Fragen

Gedanken über belastende Situationen verhindern den Schlaf ebenso wie diverse Ideen, die uns zur Lösung von Themen durch den Kopf gehen. Nicht selten sind Künstler am liebsten in der Nacht tätig, weil sie zu dieser Zeit die besten Einfälle haben.

27) Einsatzbereitschaft

Berufsgruppen mit Bereitschaftsdienst wie Notärzte, Feuerwehr, Mütter mit Säuglingen und Pflegepersonal bleiben mit einem Auge wach, um keinen Alarm zu verpennen.

28) Unwetter

Schwere Hagelschläge, Stürme und Gewitter können uns derart aufwühlen, dass an Schlaf nicht zu denken ist.

29) Rastlosigkeit

Pausenlose Hyperaktivität, Arbeitssucht und familiärer Trubel führen dazu, dass tagsüber keine Zeit bleibt, um sich zu besinnen und die Erlebnisse zu reflektieren.

30) Körperliche Erkrankungen

Schnupfen, Muskelkater, Zahnschmerzen, Restless Legs, Asthma, Allergien, Tinnitus, Wadenkrämpfe, Mückenstiche und und und.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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