Die Lebensdauer von Zimmerpflanzen verlängern

Welche Arten sind die treuesten Begleiter? Wie kann man sie lange jung halten oder verjüngen? Es gibt viele Möglichkeiten, Pflanzen am Leben zu erhalten und nachhaltig mit ihren Ressourcen umzugehen.

Kamm-Marante, Foto: Maja Dumat, flickr CC BY 2.0
Kamm-Marante, Foto: Maja Dumat, flickr CC BY 2.0

1) Die richtigen Pflanzen auswählen

Die Langlebigkeit hängt vorrangig von den Arten und Sorten ab, die man sich aussucht. Bewährte Zimmerpflanzen, die viele Jahre alt werden können sind zum Beispiel:

  • Aloe Vera
  • Brasilianischer Sauerklee
  • Phalaeonoposis Orchideen
  • Ananasstaude
  • Birkenfeige
  • Gemeiner Efeu
  • Grünlilie
  • Cissus Rhombifolia (Zimmerwein)
  • Kakteen
  • Kentiapalme
  • Goldfruchtpalme
  • Bogenhanf
  • Efeutute
  • Elefantenfuß
  • Yuccapalme, Palmlilie
  • Drachenbaum
  • Monstera, Fensterblatt
  • Gummibaum
  • Zamie
  • Strahlenaralie
  • Zimmerlinde
  • Zierspargel
  • Geldbaum
  • Haworthia und ähnliche Sukkulenten
  • Korbmarante, Calathea

2) Den idealen Standort finden

Pflanzen sind anpassungsfähig und können sich an verschiedene Umstände gewöhnen. Die meisten Arten mögen es jedoch nicht, wenn sie zu häufig umgetopft oder umgestellt werden. Auch Zugluft und große Temperaturschwankungen sind nicht beliebt. Wenn sich eine Pflanze zum Licht dreht, sollte man sie nicht ständig umdrehen, sondern nur langsam drehen oder in Ruhe lassen.

3) Verletzungen vermeiden

Bei manchen Pflanzen wirkt es verjüngend, wenn sie gelegentlich geschnitten werden, aber es kann auch sein, dass sie durch zu häufige Schnitte geschwächt werden. Durch das Schneiden soll gesichert werden, dass die Pflanze nachwachsen kann, wenn sie bereits sehr groß ist und ansonsten nur noch wenig Wachstumspotential hätte. Alte Blätter und Äste kosten Kraft, aber sie bringen auch Energie, weil sie wie Sonnenkollektoren wirken. Im Allgemeinen sollte man darauf achten, dass man eine stärkere Verzweigung anregt und nicht zu viel wegschneidet. Bei palmenartigen Zimmerpflanzen sind Einbußen bei der Stabilität möglich, wenn man unten zu viel entfernt und die Pflanze daher kopflastig wird. Als Faustregel gilt, dass man alles stehen lassen sollte, was grün ist und nach oben zeigt. Was gelb oder braun ist oder nach unten hängt, darf weg. Bei buschigen Gewächsen wie Basilikum ist es sinnvoll, die Triebe auszulichten, damit sich neue Äste bilden können. Falls die Wurzeln vor dem Umtopfen aus dem Topf herausquellen, ist es besser, den Topf zu zerstören als die Wurzeln abzubrechen.

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4) Geeignetes Substrat

Die Lebensdauer der Pflanzen hängt maßgeblich von der Gesundheit der Wurzeln ab. Die Wurzeln dürfen weder verfaulen noch vertrocknen noch ersticken. Das Substrat sollte locker genug sein, damit Luft an die Wurzeln kommt.

5) Verjüngung durch Stecklinge

Ist eine Pflanze zu groß geworden, kann man ihr ein zweites Leben schenken, indem man einen Trieb abschneidet und einen identischen Klon züchtet. Das funktioniert nicht bei allen Pflanzen, aber bei vielen. Anleitungen dazu gibt es im Internet und dem Stichwort „Kopfstecklinge“ oder „Stecklingvermehrung“.

6) Verjüngung durch Ableger

Manche Pflanzen wie Grünlilie, Ufopflanze, Haworthia und Efeutute bilden Ableger oder Triebe mit Wurzeln aus, die man leicht abnehmen und eintopfen kann.

7) Verjüngung durch Wurzelteilung

Wenn die Wurzelballen zu groß werden, lassen sie sich vielleicht durch Teilung verkleinern und neu einpflanzen. Lange Wurzeln sollte man bei Umtopfen nicht kürzen, sondern nur auflockern – es sei denn, man möchte einen Bonsai züchten. Die Pflanze kann nach der Teilung wieder neu austreiben und weiterwachsen. Wenn man Orchideen umtopft, ist es ratsam, vertrocknete Wurzeln zu entfernen. Gesunde Luftwurzeln darf man niemals abscheiden.

8) Gewöhnliches Umtopfen

Im Allgemeinen sollten die neuen Töpfe nicht zu groß zu, weil sich sonst zu viel Feuchtigkeit ansammelt. Eine Drainageschicht am Boden verhindert Staunässe. Das neue Substrat sollte nicht zu grob sein, damit keine Hohhlräume entstehen und die feinen Wurzelspitzen schnell anwachsen. Umgetopfte Pflanzen brauchen keinen zusätzlichen Dünger. Bei sehr großen Töpfen wird nicht mehr umgetopft, sondern nur die Erdschicht an der Oberfläche austauscht.

9) Maßvoll düngen

Solange die Pflanze mit frischer Erde versorgt ist und keinen Mangel anzeigt, ist es besser, auf Dünger zu verzichten. Wenn Düngung erforderlich ist, sollte man auf keinen Fall übertreiben, sondern sich an die Mengen-Empfehlungen halten, die man auf der Verpackung ober im Internet findet. Eine Überdüngung ist wie Gift für die Pflanzen.

10) Verjüngungsschnitt

Manche Pflanzen vertragen Formschnitte völlig problemlos, andere reagieren sehr empfindlich darauf. Damit die Zimmerpflanzen immer gepflegt aussehen, reicht es im Allgemeinen, schwache und beschädigte Teile zu entfernen. Manchmal muss man jedoch den Leittrieb oder längsten Trieb kürzen, damit die Pflanze wieder Kraft gewinnt. Oder einen gezielten Verjüngungsschnitt vornehmen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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