Frauenhaarfarn: Positive Wirkung auf die Gesundheit wird oft unterschätzt

Frauenhaarfarn ist nicht nur eine beliebte Zimmerpflanze. In den filigranen Fiederblättchen steckt viel mehr: Das im Volksmund auch als „Venushaar“ bezeichnete Farngewächs kann nämlich auch als Heilpflanze eingesetzt werden. Als solches wird ihm besonders bei Atemwegserkrankungen und Lungenbeschwerden eine positive Wirkung auf die Gesundheit attestiert.

Frauenhaarfarn in freier Natur
Frauenhaarfarn in freier Natur (Foto: Lennix3)

 

Was ist Frauenhaarfarn?

Frauenhaarfarn (Adiantum capillus-veneris) oder auch „Venushaar“ ist eine unter Naturschutz stehende Farnpflanze, die in freier Wildbahn vor allem in Süd- und Westeuropa recht häufig anzutreffen ist. Sie wird zwischen 10 und 40 cm hoch und wächst in Büscheln. Frauenhaarfarn bevorzugt eine feuchte Umgebung, gerne Felsspalten und Brunnen und wächst in Höhen bis 1300 m.

Frauenhaarfarn als Zimmerpflanze

Bei uns ist der Frauenhaarfarn eher als Zierpflanze bekannt. Eine treffende Bezeichnung, denn seine gefiederten Wedel mit den Stielen seiner Blättchen sind haarfein oder eben „zierlich“. Taucht man die Farnpflanze in Wasser, so bleiben die Blätter trocken, denn Tropfen gleiten einfach an ihnen ab. Wie viele andere Zimmerpflanzen auch wirkt sich Frauenhaarfarn positiv auf das Raumklima und die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung aus. Allein das beugt bereits Atemwegserkrankungen vor und erhöht die Wohngesundheit.

Farnpflanzen in der Naturheilkunde

Als Heilpflanze hat Frauenhaarfarn eine lange Tradition. Schon im Mittelalter wurde es gegen Erkrankungen der Lunge und gegen Tuberkulose eingesetzt.

Heutzutage ist seine heilende Wirkung weitgehend in Vergessenheit geraten. Schleimstoffe gehören zu den wirksamsten Bestandteilen des Frauenhaarfarns. Es enthält darüber hinaus weitere wichtige Inhaltsstoffe wie Flavonoide, Gerbstoffe, Zucker, Bitterstoffe, ätherische Öle, Gallussäure und Capillarin.

In der Naturheilkunde verwendet und verarbeitet man vorwiegend die Wedel. Diese werden von Juni bis September gesammelt und aufbereitet.

 

Wie setzt man Frauenhaarfarn ein?

Er kann innerlich wie äußerlich angewendet werden. Wenn Kinder starken Husten haben, reicht man ihn beispielsweise als Sirup oder Aufguss. Die heilenden Bestandteile des Frauenhaarfarns wirken hustenstillend und leicht harntreibend. Bei der innerlichen Anwendung wird aus den Blättern ein Absud hergestellt, der je nach Erkrankung unterschiedlich aufbereitet wird.

Sehr gute Ergebnisse erzielt man bei:

Angina

  • Dazu kocht man 100g Blätter (frischen oder getrockneten Frauenhaarfarn), filtriert die Flüssigkeit nachdem sie abgekühlt ist und gurgelt damit mehrmals täglich.

Bronchitis

  • 100g werden in einem Liter Wasser gekocht, dann für sechs Stunden in einem gut verschlossenen Topf ziehen gelassen. Danach filtriert man das Ganze und presst es aus. Mit der doppelten Menge Zucker wird es noch einmal für eine Minute aufgekocht, erneut abgeseiht und abgefüllt. Davon nimmt man pro Tag vier bis fünf Esslöffel.

Halsschmerzen

  • 100g dreißig Minuten kochen, dann abkühlen lassen, filtrieren und damit gurgeln.

Ebenso wirksam ist Frauenhaarfarn bei Schuppen und unterstützt regulierend die Menstruation.

Frauenhaarfarn ist eine Pflanze, die vielfach unterschätzt wird. Dabei liegen ihre Vorteile auf der Hand:

  • als Hauspflanze ist sie anspruchslos in der Haltung
  • sie hat eine positive Wirkung auf das Raumklima
  • sie kann als Heilpflanze bei Atemwegserkrankungen eingesetzt werden

Weitere Infos zu Zimmerpflanzen und ihre Wirkung auf die Gesundheit unter baubiologischen Gesichtspunkten findet ihr hier.

www.everyday-feng-shui.de
 

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