Frischobst, Trockenobst, Smoothies oder Säfte: Was ist gesünder?

Obst ist nicht gleich Obst – auch wenn es sich um die gleiche Sorte handelt. Es gibt viele Möglichkeiten, es zu verspeisen. Welche Unterschiede ergeben sich durch die Art der Zubereitung?

Erdbeeren werden am besten frisch vernascht. Foto (C) Martin Fisch / flickr CC BY 2.0
Erdbeeren werden am besten frisch vernascht. Foto (C) Martin Fisch / flickr CC BY 2.0

 

Wenn es um die Gesundheit geht, kursieren viele Vorurteile. Zum Beispiel: „Smoothies sind super gesund und Säfte aus Tetrapackungen sind dritte Wahl.“ Im Folgenden werden verschiedene Zubereitungsarten verglichen und kritisch betrachtet.

 

Frisch-Obst

 Pro

  • Die Zähne bekommen etwas zu beißen, was bei Smoothies, Kochkost und Säften nicht der Fall ist. Knackiges Obst ist zugleich Nahrung für die Zähne und das Zahnfleisch.
  • Reifes Saison-Obst schmeckt am besten frisch und es wäre daher unsinnig, es zu verarbeiten. Die energetische Struktur bleibt vollständig erhalten.
  • Man kann es tage- oder sogar wochenlang lagern, während frische Säfte binnen Minuten oxidieren und nach wenigen Stunden wie Abwaschwasser schmecken.
  • Man kann es leicht transportieren.
  • Ganze Früchte liefern wichtige Ballaststoffe, die den Stoffwechsel erleichtern. Ballaststoffe sind unverdauliche Pflanzenfasern, die nicht nur das Sättigungsgefühl verbessern, sondern auch Stoffwechsel-Funktionen übernehmen. Sie verleihen dem Stuhl eine gesunde Konsistenz, die weder zu weich noch zu fest ist.

Contra

  • Die Nährstoffdichte ist nicht so hoch wie bei frischen Säften und Trockenobst.
  • Reifes Saisonobst ist schwer zu bekommen, wenn man keine eigenen Obstbäume besitzt.
  • Obst aus dem Supermarkt wurde in der Regel unreif geerntet und ist daher nur mäßig bekömmlich.
  • Einheimisches Obst steht außerhalb der Saison nicht zur Verfügung.
  • Die meisten Südfrüchte wirken kühlend und sind daher nicht ideal für Mittel- und Nord-Europäer. Sie haben außerdem eine negative Ökobilanz, weil sie weit transportiert werden müssen.

 

Smoothies

 Pro

  • Die Nährstoff-Ausbeute ist sehr hoch, wenn sie unverzüglich getrunken werden.
  • Durch den Zerkleinerungsprozess werden die Fasern feiner aufgeschlossen, als dies durch gewöhnliches Kauen der Fall ist.
  • Es sind tolle Geschmackskompositionen möglich, je nach Zutaten.

 Contra 

  • Die energetische Struktur wird teilweise zerstört.
  • Die Mixtur bleibt nur wenige Minuten lang frisch und verliert durch Oxidation zunehmend an Wert. Abgestanden Smoothies sind kaum noch genießbar.
  • Gute Ergebnisse werden nur mit Hochleistungsmixern erreicht, die unter 100 Euro kaum zu haben sind.
  • Das Reinigen des Mixbechers ist zeitraubend und kein Vergnügen.
  • Die flüssige Substanz verführt dazu, dass man sie wie einen Saft hinunterschüttet, ohne sie gründlich einzuspeicheln. Die mangelnde Vorverdauung im Mund kann zu Verdauungsproblemen im Magen führen.
  • Man verliert das Gefühl für die Mengen, die man zu sich nimmt und kann sich leicht übernehmen.
  • Die Zähne bekommen nichts zu tun, was im Extremfall zu Regenerationserscheinungen am Gebiss führen kann.
  • Durch das Mixen können hohe Temperaturen entstehen, die zusammen mit Licht und Sauerstoff zu Zersetzungsprozessen führen.
  • Es ist sehr unpraktisch, Smoothies als Proviant mitzunehmen, weil man sie nur dunkel, luftdicht und kühl lagern sollte.
  • Gemischte Gerichte sind grundsätzlich schwerer verdaulich als Mono-Mahlzeiten, die nur aus einer Obstart bestehen.
Smoothies haben den Vorteil, dass man verschiedene Früchte mixen kann. Foto (C) Smoothie-Ida Myrvold / flickr CC BY 2.0
Smoothies haben den Vorteil, dass man verschiedene Früchte mixen kann. Foto (C) Smoothie-Ida Myrvold / flickr CC BY 2.0

 

Frisch gepresste Säfte

 Pro

  • Säfte sind Schonkost und entlasten den Verdauungstrakt.
  • Man kann sich die Früchte aussuchen und ihre Qualität überprüfen. Bei gekauften Säften weiß man ja nicht, wie das Pressobst aussah.
  • Sie haben eine entgiftende Wirkung und werden daher gerne im Zuge von Fastenkuren eingesetzt.
  • Sie schmecken fantastisch und löschen den Durst.
  • Das strukturierte Zellwasser bleibt erhalten.

Kontra

  • Die Qualität der Säfte hängt von der Qualität der verwendeten Früchte ab. Aus unreifem Pflückobst lassen sich keine süßen Säfte erzeugen.
  • Das Pressen ist zeitraubend und nicht überall möglich.
  • Was die rasche Verderblichkeit betrifft, gilt dasselbe wie für Smoothies.
  • Gute Obstpressen sind teuer.

  

Direkt gepresste Säfte, pasteurisiert

 Pro

  • Sie schmecken meist vollmundiger als die im Supermarkt erhältlichen Früchte, weil sie aus Fallobst hergestellt werden. Fallobst ist von Natur aus reifer als Pflückobst.
  • Sie sind preisgünstiger als Frisch-Obst und frisch gepresste Säfte.
  • Durch die Pasteurisierung gehen kaum Nährstoffe verloren, weil die Säfte sofort luftdicht verschlossen und dunkel gelagert werden.
  • Sie lassen sich in den Originalverpackungen relativ gut transportieren.

Kontra

  • Die Auswahl an direkt gepressten Biosäften ist relativ bescheiden.
  • Wenn es sich um keine naturtrüben Säfte handelt, enthalten sie kaum Ballaststoffe.

   

Reine Frucht-Säfte aus Konzentrat, pasteurisiert

 Pro

  • Die Auswahl ist größer als bei direkt gepressten Säften.
  • Sie sind sehr preisgünstig.

Kontra

  • Der eigentliche Fruchtsaft ist durch Wasser ersetzt. Über die Qualität des Wassers bekommt man keine Informationen.
  • Säfte aus Konzentraten kommen geschmacklich an direkt gepresste Säfte nicht heran.
  • Vom ursprünglich vollwertigen Obst ist nur noch ein trockendes Pulver übrig, das mit Wassser aufgegossen wurde. Das Zellwasser, die Struktur und die Ballaststoffe sind verloren gegangen.

  

Trockenobst

 Pro

  • Es ist besonders nährstoff- und ballaststoffreich und zählt daher zu den „Superfoods“.

Kontra

  • Die Früchte sind sehr süß und daher für eine Low-Carb-Ernährung nicht geeignet.
  • Es macht durstig.
  • Man kann sich bei der Menge leicht verschätzen und überessen.

 

Gekochtes Obst

 Pro

  • Wenn es nicht gezuckert ist, ist es besser als gar kein Obst.
  • Kompott und Mus sind eine Notlösung für Menschen, die kein rohes Obst vertragen.

 Kontra

  • Gekochtes Obst verliert nicht nur seine Farbe und seinen Geschmack, sondern auch viele Nährstoffe.
  • Es ist energetisch tot und enthält daher keine vitalen Bioinformationen.
  • Man muss wesentlich mehr essen, um satt zu werden.
  • Wichtige Enzyme werden zerstört.
  • Die Struktur des Zellwassers geht verloren.

 

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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