Tipps zur Selbsthilfe bei Parodontose und Parodonditis

Viele Zahnärzte sagen, dass zurückgebildetes Zahnfleisch nicht mehr nachwachsen kann. Aber stimmt das wirklich? Welche Erfahrungen können wir als Laien sammeln?

Beginnender Zahnfleischschwund bei einem jungen Mann. Foto (C)Gregg O´Connell / flickr BY CC 2.0
Beginnender Zahnfleischschwund bei einem jungen Mann. Foto (C)Gregg O´Connell / flickr BY CC 2.0

 

Nachdem sehr viele Menschen unter Parodontose leiden, müssten die meisten bereits zahnlos geworden sein. Denn wenn das Zahnfleisch immer mehr zurückgeht, werden die Zähne irgendwann derart locker, dass sie schließlich ausfallen oder gezogen werden müssen. Wer schon mal mit Zahnfleischschwund zu kämpfen hatte, weiß, dass so heiß nicht gegessen wird. Die meisten Patienten besitzen ihre Zähne auch nach Jahrzehnten noch und bei manchen hat der Schwund nicht nur aufgehört, sondern das Zahnfleisch sitzt wieder dort, wo es hingehört.

 

Die natürliche Regeneration ist selten, aber durchaus möglich

Dass Zahnfleisch grundsätzlich nachwachsen kann, weiß jeder, dem die Weisheitszähne gezogen wurden. Nach jeder Operation klafft ein tiefes Loch hinter dem letzten Backenzahn, das sich jedoch langsam wieder mit Zahnfleisch auffüllt und bald nicht mehr vorhanden ist. Zahnfleisch lässt sich außerdem mit guten Erfolgschancen transplantieren, indem Fleisch aus dem Gaumen herausgeschnitten, versetzt und angenäht wird. Auf dem parodontose-portal.de ist nachzulesen, dass eine natürliche Zahnfleisch-Regeneration zwar selten, aber immerhin möglich ist. Das Zahnfleisch kann als geheilt betrachtet werden, wenn keine empfindlichen Zahnhälse mehr freiliegen und es beim Zähneputzen zu keinen Blutungen mehr kommt.

 

Der Knochenbau verändert sich ständig

Jeder ältere Mensch weiß außerdem, dass sich das Gebiss im Laufe der Jahre verändert und dieser Prozess sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann. Da der Zahnschmelz im Laufe der Jahre dünner wird, kann es zu Zahnlücken kommen. Das Skelett eines Menschen ist kein lebloses Gerüst, nachdem das Längenwachstum aufgehört hat. Es findet auch weiterhin ein Stoffwechsel statt. Knochen können nicht nur zusammenwachsen, wenn sie gebrochen sind, sondern die gesamte Knochensubstanz ist wie alle anderen Zellen einer ständigen Erneuerung unterworfen.

Zwischen den Knochen – zu denen auch die Zähne gehören – und dem Halteapparat besteht eine enge Wechselwirkung. Das Zahnfleisch passt sich der Zahnstellung an und wandert mit, wenn sich die Zähne verschieben. Der Kieferknochen kann nicht nur schwinden, sondern auch zum Nachwachsen angeregt werden. Trotzdem gibt es Zahnärzte, die behaupten, dass der Zahn-Knochenbau unveränderbar ist. Faktum ist jedoch, dass ein erwachsener Mensch nicht nur deformierte Zehen, Finger und Fersen bekommen kann, sondern sondern dass auch die Form des Gebisses reagiert, wenn Zähne ausfallen oder nicht richtig beansprucht werden. Wer nur auf einer Seite Zahnfleischschwund hat, sollte sich fragen, ob es „zufällig“ die Seite ist, mit der er seltener kaut.

 

Veränderungen der Zähne mit zunehmendem Alter

Jeder weiß, dass alte Zähne anders aussehen als junge. Allerdings erfährt man wenig darüber, wie es zu diesen Veränderungen kommt. Daher können nur Symptome genannt werden, aber keine Ursachen:

  • Die Zähne werden dunkler.
  • Sie sehen nicht mehr so knackig und glänzend aus, weil der Zahnschmelz dünner wird und seine Transparenz verliert.
  • Die in jungen Jahren gefurchten Kanten der Schneidezähne reiben sich ab und verlieren ihre Kontur.
  • Knochenschwund im Kieferknochen und Verengung der Zahnbögen nach der Extraktion von einzelnen Zähnen sind möglich.
  • Mit Abbauprozessen im Kieferknochen geht auch ein Abbau des Zahnfleisches einher.

 

Die eigentlichen Ursachen für Parodontistis

Die Schulmedizin bietet praktisch keine Erklärungen, wie es zur Entzündung und Lockerung des Zahnfleisches kommt. Zusammenhänge mit der Ernährung werden höchstens am Rande erwähnt und nicht näher ausgeführt. Parodontose – im Gegensatz zu Parondontitis – ist die Bezeichnung für Zahnfleischschwund ohne Entzündung. Beide Formen scheinen eng mit Knochenschwund zusammenzuhängen und Knochenschwund kann wiederum auf einen Mangel an Mineralien zurückgeführt werden. Es können regelrecht „Taschen“ im Knochen entstehen, nachdem sich „Zahnfleischtaschen“ gebildet haben. Mineralstoffmangel ist jedoch nicht die einzige mögliche Ursache. Es kann auch sein, dass die Zähne schrumpfen, weil sie zu wenig zu beißen bekommen. Denn wenn Knochen zu wenig beansprucht werden, degenerieren sie. Darüber hinaus sind für ganzheitlich denkenden Menschen auch geistig-seelische Ursachen relevant. Probleme mit den Knochen und Gelenken entstehen nicht nur durch „Abnutzung“, sondern auch durch Unterforderung!

Paranüsse sind wertvolle Selen-Quellen. Foto (C) MAURO CATEB / flickr CC BY 2.0
Paranüsse sind wertvolle Selen-Quellen. Foto (C) MAURO CATEB / flickr CC BY 2.0

 

Ernährung zum Aufbau von Zähnen, Zahnknochen und Zahnfleisch

  • Natürliche Antibiotika wie Aloe Vera, Kurkuma, Ingwer, Salbei, Kokosöl, Teebaumöl und Nelkenöl, Majoran und Thymian wirken entgiftend
  • Basisch-vegane low-carb Ernährung, am besten Rohkost
  • Maßnahmen zur Remineralisierung der Zähne – vor allem mit Sangokorallenpulver, dass alle wichtigen Mineralien enthält
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamine A, C, D und Folsäure (B9)
  • keine Milchprodukte (Milch enthält viel Kalzium, ist aber im Endeffekt ein Kalziumräuber)
  • kein Zucker und kein Honig
  • kein Getreide
  • kein Alkohol
  • kein Kaffee
  • keine Fertigprodukte mit Zusatzstoffen
  • keine Zigaretten
  • keine Brei-Nahrung, sondern knackige Nüsse, Obst und Gemüse

 

Heilung auf der seelisch-geistigen Ebene

Es gibt sogar Studien, die belegen, dass Zahnfleischschwund mit psychischen Belastungen zusammenhängt. Parodontose geht oft mit Existenzsorgen, Abwehrschwäche und Überforderung einher. Es mangelt womöglich an Lebensmut und Urvertrauen. Der Mensch hat seinen „Biss“ verloren, fühlt sich haltlos, resigniert und erschöpft. Vertrauensbildende Maßnahmen sowie der Aufbau einer soliden Lebensgrundlage können dem entgegenwirken. Ganzheitliche Heilung umfasst immer den gesamten Körper. Ärzte, die nicht ganzheitlich denken können oder wollen, vergessen, dass Menschen Lebewesen und keine technischen Geräte sind. Wer die wahren Ursachen nicht findet und beseitigt, kann keine Heilung erwarten. Sind der Geist, die Knochen, der Darm und das Blut gesund, ist vermutlich auch das Zahnfleisch in Ordnung. Mens sana in corpore sano!

 

 

*

*

Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

Link zur Homepage

*

Literatur-Übersicht

*

Link zum Everyday-Feng-Shui Berater-Profil

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


*