Holz fürs Wohlfühlklima

Auf Bäume klettern? Das ist auf jeden Fall etwas für Kinder. Aber sicherlich nicht für Erwachsene, einmal abgesehen von der Zeit der Obsternte oder des Baumschnitts. Der Brite Jack Cooke sieht das anders. Er erklimmt mit Leidenschaft die Bäume der Millionenstadt London.

Lieblingsplatz Baum: Gar nicht so einfach in der Großstadt, oder etwa doch?
Lieblingsplatz Baum: Gar nicht so einfach in der Großstadt, oder etwa doch?
(Foto: Teresa Alexander-Arab)

Cooke hat sogar ein Buch über das Klettern auf städtische Bäume geschrieben, das in diesen Tagen erscheint. Es handelt sich sozusagen um einen Stadtführer der besonderen Art. Cooke beschreibt seine Lieblingsbäume mit ihren Geschichten und Eigenheiten. Und er erklärt, wie sich das jeweilige Exemplar am besten erklimmen lässt. Als Belohnung lockt nicht nur eine ganz besondere Aussicht, die man von oben genießen kann. Auch das Klettern selbst rühmt Cooke als intensives Naturerlebnis.

Lieblingsplatz im Baum

Als ich vom städtischen Baumkletterer las, wurden sofort Erinnerungen an meine Kindheit wach. Mein Lieblingsplatz befand sich hoch oben auf einem Baum, der direkt am Gartenzaun stand. Von dort gab es den perfekten Überblick über den Weg, der durch das ganze Wohngebiet führte. Außerdem sahen von oben betrachtet sogar die Erwachsenen viel kleiner und unscheinbarer aus als sonst.

Perspektivwechsel: Baumhaus mitten in der Stadt
Perspektivwechsel: Baumhaus mitten in der Stadt (Foto: Wout Daenen)

Einen solchen Perspektivenwechsel empfiehlt Jack Cooke vor allen Dingen den Großstadtbewohnern, die ihren hektischen Alltag auf Straßen, in Autos, Bahnen und Gebäuden verbringen. Ein Blick von oben kann bestimmt beim Entspannen helfen. Außerdem dürfte das Klettern selbst für den einen oder anderen Adrenalinausstoß gut sein und damit die Stimmung auf jeden Fall verbessern.

Wunder der Natur

Bäume sind aber selbstverständlich mehr als nur Klettergerüste. Sie sind über viele Jahre gewachsene „Persönlichkeiten“. Und sie sind lebendig. Wer es tatsächlich probiert und einen Baum erklimmt, kann nicht nur den guten Ausblick genießen. Auch ein Blick auf sehr kurze Distanz verspricht besondere Erlebnisse. Ein Blatt, ein Ast oder ein Stück Baumrinde aus der Nähe betrachtet werden zu wahren Wundern der Natur und laden ein zur meditativen Betrachtung.

Wunder der Natur: Bonsai-Bäumchen in der Großstadt
Wunder der Natur: Bonsai-Bäumchen in der Großstadt (Foto: Barb / Flickr)

Wahrscheinlich wagen es tatsächlich die wenigsten Erwachsenen, aus purem Vergnügen auf einen Baum am städtischen Straßenrand zu klettern. Aber vielleicht findet der britische Kletterfan Jack Cooke Nachahmer in anderen Orten. Dann könnten Menschen auf Bäumen bald zum üblichen Stadtbild gehören.

Holz macht wohnlich

Angesichts der Faszination, die Bäume auf Menschen ausüben, ist es jedenfalls nicht verwunderlich, dass wir uns so gern mit Holz umgeben. Holz spielt ja nicht nur in der Natur eine Rolle. Häuser und Wohnungen blieben ohne Holz kalt und ungemütlich. Wohnungen, in denen wir uns so richtig wohlfühlen, verfügen meistens über einen besonders großen Holzanteil. Das natürliche Material hat eine authentische Ausstrahlung und wird als warm empfunden.

Holz ist außerdem ein besonders umweltfreundlicher Werkstoff. Ob als Möbelstück, Wandkonstruktion oder Bodenbelag – im Vergleich zu anderen Stoffen steht Holz bei der Energiebilanz gut da. Und in puncto Nachhaltigkeit ist Holz ohnehin kaum zu schlagen.

Natürlich wohnen: Holzfußboden im Kinderzimmer
Natürlich wohnen: Holzfußboden im Kinderzimmer (Foto: Henry Burrows)

Auch zum guten Raumklima trägt Holz einen großen Teil bei, da es hygroskopisch ist. Es nimmt Feuchtigkeit aus der Luft auf, gibt diese aber bei Trockenheit auch wieder ab. So wird die Luftfeuchtigkeit „automatisch“ auf einen Wert um 45 bis 55 Prozent reguliert. Da die meisten Menschen hierzulande den allergrößten Teil ihrer Zeit in geschlossenen Räumen verbringen, ist ein gutes Raumklima besonders wichtig.

Schutz vor Elektrosmog

Übrigens kann Holz sogar Schutz vor Elektrosmog bieten. Anders als andere Stoffe hat es kaum Hintergrundstrahlung und leitet auch elektromagnetische Strahlen so gut wie nicht. Auf einem Holzfußboden wird der menschliche Körper kaum elektrisch aufgeladen, selbst wenn Elektronik in der Umgebung vorhanden ist. Einen Überblick über verschiedene Holzfußböden gibt es bei www.meister.com.

Einen weiteren Vorteil von Holz im Wohnbereich wissen vor allen Dingen Allergiker zu schätzen. Denn Hausstaub, Milben, Pollen oder Tierhaare sind von glatten Holzoberflächen besonders leicht zu entfernen. Ganz anders sieht das bei Teppichböden oder anderen textilen Materialien aus. Und auch beim Thema Schimmel steht Holz im Vergleich zu anderen Werkstoffen sehr gut da.

Quellen:

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