Natürlicher Sonnenschutz für die Haut

Sonne ist wichtig für die Vitamin-D-Bildung und Speicherung im Körper. Aber zu viel Sonne ist genauso schädlich wie zu wenig. Flecken und vorzeitige Hautalterung können die Folge sein.

Foto: Tarah / flickr CC BY 2.0
Foto: Tarah / flickr CC BY 2.0

Vorsichtiger Umgang mit der Sonne

Wenn der Mensch unbedingt eine Sonnencreme bräuchte, wären wir bereits ausgestorben. Wer sich das ganze Jahr über viel im Freien aufhält, gewöhnt sich ganz automatisch an die Sonne. Die Haut verliert dann nie ihre schützende Farbe, auch wenn sie im Winter wesentlich heller ist als im Sommer. Spürbares Brennen auf der Haut ist ein Zeichen, dass es genug ist. Menschen mit empfindlicher Haut sollten Sonnenbäder möglichst vor 11 Uhr und nach 16 Uhr genießen – zumindest im Hochsommer. Im Frühling und Herbst ist die Sonne nicht so stark, aber in der Zeit von 12 Uhr bis 15 Uhr sind durchaus Verbrennungen möglich.

Beschatten und Bedecken der Haut

Sinnvolle Accessoires  wie tragbare Sonnenschirme, Sonnenfächer und breite Sonnenhüte sind aus der Mode gekommen, aber kreative und selbstbestimmte Menschen kümmern sich nicht um irgendwelchen Moden. Ein leichtes Halstuch aus zartem Stoff passt in jede Handtasche oder lässt sich zwischendurch als Gürtel benutzen. Notfalls können sogar offene, lange Haare einen Sonnenbrand im Nacken verhindern. Oder umgedrehte Schirmkappen. Und wer die empfindlichen Handrücken schützen möchte, die zu Flecken und Faltenbildung neigen, findet vielleicht mit luftigen Sommerhandschuhen oder langen Trompetenärmeln eine Lösung. Wenn es richtig heiß ist, wirken lange Hosen und Ärmel sogar kühlend – vorausgesetzt, sie sind weit genug und bestehen aus einen leichten Stoff wie Seide, Leinen, Gaze (Mull) oder Baumwoll-Netz. Als Schutz für die Augen sind Sonnenbrillen zu erwähnen – die nebenbei den Effekt haben, dass man die Augen nicht so oft zusammenkneifen muss, um die stechenden Sonnenstrahlen wegzublenden.

Der Eigenschutz der Haut

Der Selbstschutz der Haut hängt nicht nur von der Hautfarbe und natürlichen Haarfarbe ab, sondern auch von der Vorbräunung und vom Zustand der Haut. Je robuster und dicker die Haut, umso mehr Sonne wird vertragen. Da Frauen von Natur aus eine feinere und dünnere Haut besitzen – zumindest im Allgemeinen – sind Frauen eher gefährdet. Natürlich kommt es auch darauf an, wo man sich befindet, wie spät es ist und welche Jahreszeit gerade am Kalender steht. Mit anderen Worten: Es handelt sich um einen Erfahrungswert, der an ungewohnten Urlaubsorten mit besonderer Vorsicht zu genießen ist. Mitunter ist die Haut schneller rot als man denken kann.

Öle und Fette mit natürlichen Lichtschutzfaktor

Wer eine Creme bevorzugt, kann die folgenden Zutaten ausprobieren. Genaue Anleitungen für Mixturen findet ihr im Internet. Ein Nachteil von Ölen ist, dass sie eben ölig sind und Flecken auf der Kleidung hinterlassen können.

  • Kokosöl
  • Sesamöl
  • Shea-Butter
  • Avocadoöl
  • Karottensamenöl
  • Bienenwachs
  • Himbeersamenöl
  • Weizenkeimöl
  • Jojobaöl
  • Olivenöl
  • Hanföl
  • Mandelöl
  • Rizinusöl
  • Erdnussöl

Carotinoide: Sonnenschutz zum Essen

Mit der richtigen Ernährung ist eine Sonnenschutzcreme vielleicht überflüssig. Neben den berühmten Karotten zählen Tomaten zum besten Sonnenschutz-Gemüse.

Mehr darüber könnt ihr hier nachlesen: Lebensmittel, die die Haut vor Sonne schützen

Ergänzungsmittel und Hausmittel

  • Zinkoxid-Pulver bietet einen mineralischen Sonnenschutz, indem es das Licht bricht und die Sonnenstrahlen reflektiert. Es wird äußerlich angewendet beziehungsweise zu Cremes gemischt.
  • Grapefruitkernextrakt soll äußerlich gegen Sonnenbrand hilfreich sein. Die Wirkung ist umstritten.
  • Als altes Hausmittel gegen Sonnenbrand ist eine fingerdicke Schicht Quark (österreichisch: Topfen) überliefert.

Aloe Vera Gel

Viele gekaufte Sonnenschutzcremes enthalten Aloe Vera und Zinkoxid. Wer eine echte Aloe Vera Pflanze zu Hause hat – die übrigens auch als Zimmerpflanze bestens gedeiht – kann das wertvolle Gel jederzeit abernten. Der Saft, der aus dem Inneren der Blätter heraustritt, unterstützt die Zellerneuerung und wirkt schmerzlindernd bei Sonnenbränden und anderen kleinen Hautverletzungen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde von keiner Ärztin geschrieben und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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Über Irmgard Brottrager 788 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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