Pflichten, Pflichten und kein Ende? – gezielt gegen Belastungen

Der Alltag wird für viele Zeitgenossen zu einem nicht enden wollenden Parcours mit Verpflichtungen. Täglich kommen neue Aufgaben und Herausforderungen dazu, die sich nicht nur auf die berufliche Tätigkeit beziehen. Am Ende entfällt Ihr Feierabend komplett, während andere längst die Füße hochlegen.

Pflichtbewusstsein gilt vielen Menschen als positive Eigenschaft. Doch manchmal können zu viele Pflichten auch sehr belastend sein
Pflichtbewusstsein gilt vielen Menschen als positive Eigenschaft. Doch manchmal können zu viele Pflichten auch sehr belastend sein (Foto: mendhak)

 

Pflichtgefühl – aber mit Verstand!

Gehören Sie zu denjenigen, die permanent funktionieren, sich für Dinge einsetzen, mit denen Sie nichts zu tun haben, oder Probleme lösen, die nicht Ihre sind? Dann werden Sie irgendwann einmal an die Grenze Ihrer Belastbarkeit stoßen und dies in physischer wie auch psychischer Hinsicht. Das Gemeinwohl verlangt den Einsatz für den Mitmenschen und wer pflichtbewusst ist, fühlt sich schnell für alles verantwortlich. Schließlich werden Sie gelegentlich für Ihre Einsatzfreude gelobt. Doch steckt nicht selten das Prinzip dahinter, einem zuverlässigen Mitmenschen schrittweise immer mehr Last aufzubürden.

Lebensqualität sichern: Selbstschutz vor Blockaden

Wer morgens schon mit einem festen Plan in den Tag startet läuft Gefahr, sich selber zu blockieren. Überprüfen Sie doch einfach einmal Ihre to-do-Liste auf die Dinge hin, die eigentlich nur Sie betreffen. Sie werden staunen, dass die großen und kleinen Anliegen Ihrer Mitmenschen im beruflichen wie auch privaten Bereich einen überproportionalen Anteil einnehmen.

Blockaden entstehen im Gehirn
Blockaden entstehen im Gehirn (Foto: _DJ_ )

Unterstützende Hilfe bei Behördengängen arten schnell in zeitraubende Aktionen aus. Möchten Sie einem Freund nur kurz bei der Einkommensteuererklärung helfen, einige handwerkliche Dinge nach Feierabend übernehmen oder hier und da nur kurz einspringen, kommt meist ein Wust an weiteren Verpflichtungen hinterher. Sie stehen unter dem Druck, eine einmal angenommene Hilfestellung auch zum guten Ende zu bringen und merken nicht, dass Sie längst einen Schritt weiter sind.

Ihre Hilfsbereitschaft spricht sich schnell herum und zeichnet Sie als engagierten Mitmenschen aus. Schauen Sie sich Ihren Terminkalender genau an und finden Sie darin mehr als eine außerfahrplanmäßige Verpflichtung innerhalb einer Woche, ist es an der Zeit, einen Schlussstrich zu ziehen.

Nächstenliebe: mit Balance zum richtigen Maß

Nächstenliebe: Nur wer sich selbst liebt, kann auch anderen selbstlos helfen
Nächstenliebe: Nur wer sich selbst liebt, kann auch anderen selbstlos helfen (Foto: mira66 / Flickr)

Haben Sie schon einmal Ihre Selbstliebe auf den Prüfstand gestellt? Dies hat nichts mit Narzissmus zu tun, sondern auch mit einer inneren Zufriedenheit. Wer sich oft mit den Problemen anderer auseinander setzt, sorgt langfristig für Blockaden. Machen Sie sich die Mühe, Widerstände zu erkennen und diese einfach zu ignorieren. Springen Sie über Ihren Schatten und lehnen Ihre Mithilfe einfach ab.

Oft machen sich Ihre Mitmenschen erst gar nicht die Mühe, sich selber mit unangenehmen Dingen auseinander zu setzen, sondern zählen sofort auf Ihre Hilfsbereitschaft. Hier ist dann schnell die Grenze zum bewussten Ausnutzen erreicht. Sagen Sie viel öfter einfach: „Nein!“

Konzentration auf das „Ich“ – gesundes Selbstbewusstsein

Wagen Sie einen Selbsttest und konzentrieren Sie sich nur auf das Wesentliche. Sagen Sie alles ab, was Sie zusätzlich fordert und durchaus auch von anderen geleistet werden kann. Nach spätestens vier Wochen erleben Sie, dass sich Ihre mentalen Blockaden lösen. Sie genießen Freiräume und sind auf dem besten Wege zu Ihrer Balance. Auszeiten und das konkrete Abgrenzen zwischen Beruf und Freizeit sind in der heute so stressbeladenen Zeit wichtiger denn je. Fangen Sie an, sich selber und Ihre individuellen Bedürfnisse zu erkunden. Nur wer sich selber achtet und auf sich achtet, kann in dringenden Fällen auch seinen Lieben eine Hilfe sein.

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