Alzheimer ganzheitlich betrachtet

Alzheimer ist die häufigste Form der Altersdemenz. Sie macht bescheiden im Geiste und gilt als unheilbar. Da fast jeder jemanden kennt, der von der Krankheit betroffen ist, wollen wir versuchen, sie zu verstehen.

Foto (C) wissenschaftsjahr / flickr CC BY 2.0
Foto (C) wissenschaftsjahr / flickr CC BY 2.0

 

Die Schulmedizin bietet bislang keine brauchbaren Ansätze zur Frage, was die eigentlichen Ursachen sind für den Zellen-Verlust im Gehirn. Heilung ist nie ausgeschlossen. Aber wie so oft bei angeblich unheilbaren Krankheiten, können Außenstehende wenig tun, weil die Heilung vom Lebensstil und Charakter des Betroffenen abhängt. Zugleich ist Alzheimer eine soziale Krankheit, die nicht nur mit den Patienten, sondern auch mit ihrem sozialen Umfeld zu tun hat.

 

Allgemeine Merkmale

Ein gewisses Nachlassen der Gehirnleistung mit zunehmendem Alter gilt als normal, ist aber nicht natürlich. Denn das Gehirn kann bis ins hohe Alter neue Zellen bilden. Bei Alzheimer-Patienten geht die Degeneration so weit, dass sie ihren Alltag nicht mehr bewältigen können. Die Krankheit gilt als nicht reversibel, ausgenommen jene Fälle, die durch Mangelerscheinungen und Vergiftungen hervorgerufen werden. Menschen unter 40 sind selten betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt die Häufigkeit. Bei den über 90-Jährigen leidet ein Drittel an einer chronisch degenerativen Demenz-Krankheit.

 

Wer wird dement?

Personen mit eintönigen Berufen sind stärker gefährdet als geistig agile Menschen. Das Sprichwort „Use it or loose it“ scheint sich zu bewahrheiten. Oder auf Deutsch: „Wer rastet, der rostet.“ Es handelt sich auf jeden Fall um eine moderne Zivilisationskrankheit, die früher selten war und vom Umfeld abhängt. Die Grundlage für eine spätere Demenz wird in den Lebensjahren zwischen 20 und 60 gelegt.

 

Die charakterliche Voraussetzungen

Es gibt charakterliche Indizien für eine spätere Erkrankung, wobei besonders Menschen anfällig sind, die einen dominanten Partner haben. Sie sind wenig couragiert und bereit, sich quasi entmündigen zu lassen. Entscheidungen werden dem Partnern oder anderen „Obrigkeiten“ überlassen. Außerdem kann die Angst vor Konflikten dazu führen, dass Menschen sich lieber in eine Scheinwelt zurückziehen, statt sich mit der Realität zu beschäftigen.

  • Neigung zur Selbstaufgabe
  • Überanpassung oder Unfähigkeit, sich anzupassen
  • Mangel an Eigeninitiative
  • Wunsch, versorgt zu werden
  • Identitätsstörungen, Distanzlosigkeit und Vereinnahmungen
  • Eigensinn und überzogene Ansprüche
  • Angst vor Konflikten und Veränderungen
  • Wenig Interesse, sich weiterzubilden
  • Wenig Interesse an neuen Erfahrungen
  • Jede Kommunikation verläuft nach ähnlichem Schema
  • Viele Wiederholungen, nicht nur verbal
  • Wenig Offenheit für Neuigkeiten und Austausch
  • Rückzug in vertraute Gefilde
  • Passive Lebenseinstellung mit viel Medienkonsum
  • Abhängigkeit von Bezugspersonen
  • Mangelnde Zuhörer-Qualitäten
  • geistige Überforderung oder Unterforderung
  • Zerstreutheit
  • Orientierungsprobleme
  • Schlechtes Namensgedächtnis
  • Die Eigenverantwortung wird verweigert oder abgegeben
  • Süchte und andere Flucht-Tendenzen
  • Steckenbleiben in veralteten Weltanschauungen
  • Schwierigkeiten, mit dem Zeitenwandel Schritt zu halten

 

Auffällige Vorzeichen

Wenn der Verdacht auf Alzheimer besteht, sollte man folgende Punkte überprüfen oder Tests zur Früherkennung vornehmen. Beim sogenanten „Uhrentest“ sind Menschen mit Gehirnschäden nicht fähig, eine Uhr richtig aufzuzeichnen und zu beziffern.

  • Häufige Wiederholungen beim Sprechen
  • Beschränktes Vokabular und Probleme bei der Wortfindung
  • Unangemessene Kleidung und unpassendes Verhalten
  • Nachlassen des Kurzzeit-Gedächtnisses
  • Unfähigkeit, neue Informationen aufzunehmen und auf andere Menschen einzugehen
  • Erinnerungen sind zwar noch da, aber die Zusammenhänge stimmen nicht
  • Schnelle Überforderung in stressigen Situationen
  • Verwunderliches Benehmen mit vielen Ungereimtheiten
  • Abbrechen von bisherigen Kontakten
  • Vergessen von Vereinbarungen
  • Verlegen von Gegenständen
  • Stimmungsschwankungen, Misstrauen, Befürchtungen und Einbildungen
  • Zunehmende Unsicherheit und Verwirrung
  • Unlogische Argumente und Verdrehungen

 

Symptome bei fortgeschrittene Demenz

  • Überforderung im Alltag, obwohl nichts Besonderes zu tun ist
  • Alltägliche Kenntnisse und Fertigkeiten gehen verloren
  • Einbildungen, Phobien und Wahnvorstellungen
  • Gegenstände werden verlegt und nicht mehr gefunden
  • Kognitive Fragen können nicht beantwortet werden
  • Emotionen brechen unbeherrscht heraus
  • Haltlose Beschwerden, Vorwürfe und Schuldzuweisungen
  • Stuhl- und Harn-Inkontinenz
  • Motorische Einschränkungen
  • Orientierungslosigkeit
  • Vertraute Personen werden nicht mehr erkannt

 

Ernährungsbedingte Ursachen

Die folgenden Stoffe werden verdächtigt, eine Alzheimer-Erkrankung zu begünstigen. Es sind die gleichen Verdächtigen, die auch als Ursache für viele andere Krankheiten gelten.

  • Glutamat
  • Aluminium
  • Zucker
  • Konservierungsstoffe
  • Medikamentenrückstände
  • Fluor
  • Quecksilber-Verbindungen
  • Isolierte Kohlenhydrate
  • Fleisch
  • Milchprodukte
Foto (C) Ralf Kothe / flickr CC BY 2.0
Foto (C) Ralf Kothe / flickr CC BY 2.0

 

Seelische Ursachen

Ruediger Dahlke und andere Autoren, die Krankheitsbilder als Symbole verstehen, gehen davon aus, dass jede Krankheit Sinn macht und daher nicht bekämpft, sondern verstanden werden sollte. Bei Alzheimer geht es darum, den Verstand und die Identität zurückzustellen zugunsten von emotionalen Qualitäten. Alzheimer-Patienten verstehen sich untereinander und mit Tieren besser als mit intellektuell anspruchsvollen Menschen. Wer an Demenz leidet, verlernt alles, was er sich im Laufe des Lebens antrainiert hat, und wird wieder zum Kind. Ob die Krankheit auf einen entsprechenden Charakter zurückzuführen ist oder die Abkehr vom Verstand eine notwendige Neu-Orientierung darstellt im Leben, ist eher unwesentlich. Manche Menschen waren immer schon in gewisser Weise dement, während andere zu kopflastig sind und irgendwann in die Gegenrichtung kippen.

 

Das Verhalten der Angehörigen

Demenz-Patienten sehen nicht unglücklich aus, sondern nur weggetreten. Es ist nur der Verstand, der abgegeben wird, aber nicht die Gefühlswelt. Die Angehörigen haben meist mehr Probleme mit der Krankheit als die Betroffenen. Die Flucht in die Demenz kann als vorzeitiger Abschied von den Banalitäten des Alltags interpretiert werden. Während die Mitmenschen immer noch Leistungen erwarten und verlangen, winken die Demenzkranken leise ab. Egal, ob sie immer schon leistungsschwach waren oder durch zu hohe Leistungsansprüche mit ihrem Verstand am Ende sind. Sie wollen oder können nicht mehr weitermachen wie bisher.

Meistens gibt es jemanden im engsten Umkreis, der mit dem geistigen Verfall am wenigsten klarkommt. Das können dominante oder fordernde Personen sein, die nun erleben müssen, dass der Demente nicht mehr pariert und sich immer weniger führen lässt. Es fallen abfällige Äußerungen und es wird geschimpft, wie wenn man es mit einem Volltrottel zu tun hätte. Dabei kann der Kranke im Moment nichts dafür und er meint es überhaupt nicht böse. Im Gegenteil: Alzheimer-Patienten sind meist ausgesprochen liebevolle Menschen, die die emotionale Berührung mit anderen suchen und keine intellektuellen Gespräche.

 

Die Heilungschancen

Die Heilung ist wahrscheinlich möglich, wenn sie für den Patienten von Vorteil ist und wenn er imstande ist, seinen Lebensstil zu ändern. Die Angehörigen sollten das Fehlverhalten niemals kritisieren und sich nicht zu Demütigungen verleiten lassen. Je mehr Widerstand gegen den Verfall ausgeübt wird, umso mehr wird der Kranke in die Flucht gedrängt. Man kann Demente nur auf der emotionalen Ebene abholen, aber nicht mit dem Verstand. Berührungen, Umarmungen und liebevolle Blicke bewirken wesentlich mehr als Schelte, Abneigung, Wut und genervte Unmutsäußerungen.

Die Selbstständigkeit wird gefördert, wenn man die Kranken respektiert, sie auf angemessene Weise beschäftigt und sie weitgehend so sein lässt, wie sie sein wollen, statt sie ständig zurechtzuweisen. Indem man ihnen vorhält, was sie alles falsch machen oder nicht können, schürt man nur die Unsicherheit. Ob ein Mensch gesund werden will oder nicht, liegt letztlich bei ihm selbst beziehungsweise an seinem Seelenplan. Soziale Kontakte, körperliche Bewegung, und ausreichend Schlaf können die Gesundung fördern. Außerdem wird eine ketogene Ernährung empfohlen mit gesunden Öle und Fetten (ausreichend Omega-3-Fettsäuren) und wenig Kohlenhydraten.

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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