Salz: Ist das „weiße Gold“ gesund oder schädlich?

Auf Salz sollte man möglichst verzichten, hört man nicht selten. Aber auch: Salz ist lebenswichtig und nicht verzichtbar! Welche Auswirkungen kann Salz auf den Körper haben?

Foto: Leonid Mamchenkov / flickr CC BY 2.0
Foto: Leonid Mamchenkov / flickr CC BY 2.0

Ja was denn nun?

Wenn man die Schlagzeilen im Internet überfliegt, gewinnt man den Eindruck, dass sich die Fachleute nicht einig sind. „Neue Studie: Salz ist doch nicht so ungesund wie bisher angenommen“ titelte „EatSmarter“ am 6. Oktober 2022. Aber erst kürzlich, im März 2023, erklärte Ruediger Dahlke in einer Videonachricht bei Instagram, dass Salz Wasser bindet und daher während der Fastenzeit weggelassen werden sollte. Auch eine Bioladen-Verkäuferin erklärte mir, dass sie überhaupt kein Salz empfehlen möchte und selber keines zu sich nimmt, sondern es durch Kräuter ersetzt.

Nun, zu viel Wasser im Körper ist vielleicht nicht gut für die schlanke Linie, aber ein pralles und saftiges Gewebe wirkt doch viel jünger und schöner als verschrumpelte, trockene Haut, oder?

Salz ist per se nicht ungesund

Im Gegenteil. Salz ist wichtig für einen gesunden Wasserhaushalt. Wie so oft macht die Dosis das Gift. Die durchschnittlich 8 bis 12 Gramm, die die meisten Menschen täglich zu sich nehmen, sind laut der oben genannten Studie, die mit 100.000 Personen durchgeführt wurde, im gesunden Bereich. Mehr sollte es jedoch nicht sein. Ein Teelöffel Salz wiegt ungefähr 10 Gramm. Vorsicht ist also bei Lebensmitteln und Gerichten geboten, die relativ viel Salz verlangen. Dazu gehören Suppen, Eintöpfe, Kartoffelgerichte, Reis, Pökelware, Salzheringe, Grillsoßen und Salzgebäck. Hier eine „Hitliste der salzhaltigsten Lebensmittel pro 100 Gramm“.

Salz und Wassereinlagerungen

Während pralles Gewebe, das „voll im Saft steht“, als Zeichen der Jugend gilt, wird zu viel Wasser problematisch, wenn es sich in Form von Orangenhaut, aufgeschwemmten Bäuchen, dicken Fingern und geschwollenen Beinen äußert. Unschöne Wassereinlagerungen können sich auf der Waage mit einer Gewichtszunahmen von 2-3 Kilogramm auswirken. Man darf davon ausgehen, dass 8 Gramm Salz zirka einen Liter Wasser binden. Es gibt freilich mehrere Ursachen für Wassereinlagerungen, zum Beispiel Probleme mit den Nieren. Aber auch eine mangelnde Flüssigkeiteszufuhr kann den Körper veranlassen, Wasser auf Vorrat zu halten.

Linktipp: Bye, bye Wassereinlagerungen!

Salz und Verstopfung

Zu den bekanntesten Hausmitteln bei Verstopfung gehören Glaubersalz, Bittersalz oder ein Glas warmes Salzwasser auf nüchternen Magen. Das Salz soll dazu führen, dass der Darminhalt feuchter und gleitfähiger wird. Salz gegen Verstopfung darf freilich nicht dauerhaft zum Einsatz kommen, sondern nur im Notfall oder einmalig vor Fastenkuren.

Linktipp: Darmentleerung mit Glaubersalz und Bittersalz

Was passiert bei einem Mangel an Salz?

Rein optisch kann sich ein Salzmangel durch Falten, trockene Augen und trockene Haut äußern. Weiters kann es zu Kopfschmerzen, Nervenproblemen, Verwirrung und Schwindel (Unsicherheit beim Gehen, Neigung zu Stürzen) kommen. Die Salzmenge im Blut hängt nicht nur mit dem Salzkonsum, sondern auch mit der Trinkmenge zusammen. Bei schweißtreibenden Tätigkeiten und Sportarten kann der Natriumspiegel sinken, denn bekannt geht Salz durch Schweiß, Urin und Tränen verloren. Zu wenig Salz kann vereinfacht gesagt zu einer mangelnden Hydrierung des Körpers führen – bis hin zur Verdickung des Blutes und zur Verhärtung des Stuhls.

Linktipp: Ist zu wenig Salz im Körper ungesund?

Woraus bestehen Schüssler-Salze?

Schüsslersalze sind Arzneimittel, die in der Alternativ-Medizin verwendet werden. Sie enthalten verschiedene Mineralsalze in homöopathischen Dosen. Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler stellte im 19. Jahrhundert fest, dass im Körper 12 Mineralsalze vorhanden sind, die lebensnotwendig zu sein scheinen. Eine Behandlung mit Schüsslersalzen ist nichts für ahnungslose Anfänger, sondern setzt fundierte Kenntnisse voraus.

Linktipp: Homöpathie mit Mineralsalzen

Salz ist nicht gleich Salz

Es ist im Rahmen dieses Artikels nicht möglich, auf verschiedene Salzarten und Qualitäten einzugehen. Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, sollte industriell hergestelltes Kochsalz vermeiden, sondern Salze verwenden, die in Salzbergwerken oder Salinen abgebaut wurden oder dem Meerwasser entzogen wurden. Salze, die in der Natur vorkommen, bestehen nicht nur aus Natriumchlorid, sondern auch aus anderen Mineralstoffen, die sich durch rötliche oder gräuliche Farbtönungen bemerkbar machen. Man nennt sie Steinsalze und Ursalze. Salz ist traditionell nicht nur ein Gewürz, sondern hat auch eine Bedeutung als energetisches Schutzmittel und Reinigungsmittel.

Linktipp: Ursalz – Jahrtausend altes Heilmittel

Hinweis: Dieser Artikel wurde von keiner Ärztin geschrieben und ersetzt keine ärztliche Beratung!

Beitrag teilen:
Über Johanna Fritz 132 Artikel
Johanna ist freiberufliche Grafik-Designerin und Künstlerin. Sie berät das Team von Everyday Feng Shui bei der Website-Gestaltung und unterstützt bei redaktionellen Themen rund ums Wohnen und Einrichten. Johanna ist unser "Stil-Guru" und ihr erreicht sie unter j.fritz@everyday-feng-shui.de

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*