Visionen von einer schönen, neuen Welt

Wir befinden uns noch mitten in der Corona-Krise, die vermutlich nicht nur eine gesundheitliche Krise ist, sondern zu einem weitreichenden Umbau unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsstrukturen führen wird. In wenigen Monaten wissen wir mehr.

Urban-Gardening mit Permakultur, Foto: PermaCultured /flickr CC BY 2.0
Urban-Gardening mit Permakultur, Foto: PermaCultured / flickr CC BY 2.0

Prognosen sind immer ein Wagnis

Warum versucht man überhaupt, in die Zukunft zu sehen? Was vergangen ist, ist vorbei und daher nicht mehr wegweisend. Nachrichten beschäftigen sich wie der Name schon sagt, mit Berichten und Geschichten, die im NACHhinein zusammengereimt werden. Mit Nachrichten und Diskussionen über längst Vergangenes geht oft viel Zeit und somit Energie verloren, die uns für Weichenstellungen und Zukunftsplanungen fehlt. Wer sein Leben nicht nur passiv erleben will, sondern als Schöpfer mitwirken möchte, muss den Blick nach vorne richten. Die Coronakrise macht es möglich, dass Veränderungen vorstellbar sind, die man bislang für unmöglich gehalten hätte. Wir haben erleben dürfen, dass wir uns praktisch von heute auf morgen umstellen können. Für mich persönlich war es gar keine große Umstellung, weil ich mein Leben schon länger umgekrempelt habe.

Absehbare Tendenzen am Arbeitsmarkt

Durch die Coronakrise haben sehr viele Menschen ihre Firma oder ihren Arbeitsplatz verloren. Viele sind jetzt nur noch teilzeitbeschäftigt oder möchten sind beruflich verändern. Es ist daher absehbar, dass es zu großen Bewegungen am Arbeitsmarkt kommen wird. In mehreren Ländern wird eine Art Grundeinkommen diskutiert oder bereits ausbezahlt. Die seit Jahren geplanten Digitalisierungen und Automatisierungen werden die Job-Möglichkeiten zusätzlich verknappen. Arbeitnehmer, die vorher täglich in ein Büro gefahren sind, arbeiten nun zunehmend zu Hause. Die Menschen haben wieder mehr Zeit, sich um ihre Kinder zu kümmern. Wer einen Garten besitzt, kann eine teilweise Selbstversorgung in Betracht ziehen, die vorher aus Zeitgründen nicht möglich gewesen wäre. Auch die Studenten/innen und Schüler/innen können durch den Umstieg auf Fernunterricht mehr Zeit zu Hause verbringen und ihren Alltag entspannter gestalten.

Veränderungen im Verkehrswesen

Zu Beginn der Coronakrise waren die Straßen beinahe leergefegt. Diese Situation hat sich nun weitgehend „normalisiert“. Auch die Parkplätze sind wieder voll. Es kann jedoch durchaus sein, dass längerfristig mehr Menschen zu Hause bleiben, weil sie zu Hause arbeiten oder studieren oder keiner Erwerbstätigkeit nachgehen. Es wird vermutlich mehr Freizeitverkehr geben in Form von Spaziergängern, Radfahrern, Skateboard- und Rollschuh-Fahrern. In Großstädten werden möglicherweise Mautgebühren eingeführt. Man wird sich zunehmend mit Öffis, Leih-Vehikel und Sammeltaxis bewegen.

Gastronomie, Handel und Gewerbe

Wenn die Menschen seltener mit dem Auto unterwegs sind, kaufen sie automatisch weniger ein. Läden, die überleben wollen, müssen daher einen Lieferdienst anbieten und ihre Produkte online auflisten. Zum Teil ist das bereits geschehen, aber die Qualität der Online-Präsentationen lässt noch zu wünschen übrig. Lokale, die Gerichte zum Mitnehmen und Ausliefern im Programm haben, sind eindeutig im Vorteil. Die Auslieferung kann beispielsweise per Fahrradboten erfolgen. Bei den Handwerkern wird sich vermutlich nicht viel ändern, wohl aber bei den Dienstleistungen. Beratungen, Schulungen und Besprechungen finden immer öfter online, per Telefon oder zu Hause statt. Seminar- und Bildungshäuser gehören vermutlich ebenso wie Kirchen, Bürohäuser und Gaststätten zu den Gebäudekategorien, die häufiger leer stehen und für andere Nutzungen umgebaut werden.

Energieversorgung

So genannte „freie Energien“ sind im Kommen und wurden teilweise bereits eingeführt. Man denke nur an die kalte Fusion und an die Wasserstoff-Fahrzeuge.

Erziehung und Schulwesen

In der schönen neuen Welt wird es irgendwann keine Erzieher/innen mehr geben, sondern jeder lernt von jedem! Immer mehr Eltern, die es sich zeitlich leisten können, nehmen ihre Kinder aus der Schule und unterrichten sie zu Hause oder stecken sie in offene Lerngruppen mit anderen Kindern, die unterschiedlich alt sind.

Politik und Finanzsystem

Der verheerende Globalismus wird hoffentlich ein Ende finden und regionalen Regierungsformen weichen. Jede Gemeinde kann sich selbst organisieren und mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten. Aus der Corona-Widerstandsbewegung kann eine dauerhafte Bewegung von engagierten Bürgern entstehen, die ihre Vorstellungen aktiv einbringen und eine echte Volksregierung ermöglichen. Parteien sind überflüssig und können ersatzlos gestrichen werden. Neben einer weltweiten Einheitswährung für internationale Geschäfte können zahlreiche lokale Währungen als Parallelwährungen existieren, die auf echten Werten – zum Beispiel auf einer Golddeckung – basieren und den Handel innerhalb der Gemeinde fördern. Es wird wieder mehr getauscht und mit freiem Energieausgleich gehandelt. Alle bisher gültigen Gesetze und Verfassungen sind zu überarbeiten und inhaltlich auf ein Minimum zu reduzieren, um ein Maximum an Freiheit zu ermöglichen.

Urban Gardening, Landwirtschaft und Ernährung

Monokultur und Massentierhaltung sind out. Die Menschen ernähren sich zunehmend vegan und wünschen sich eine intakte Natur, in der auch alle Tiere artgerecht leben dürfen. Wer kann, versorgt sich mit Pflanzen aus dem eigenen Garten oder kauft bei benachbarten Bio-Landwirten ein. Leer stehende Gebäude in Städten werden für Gewächshäuser, vertikale Begrünungen, Permakultur, Sportplätze, Kinder- und Tier-Spielplätze genutzt. Die Natur kehrt zurück in die Städte, wo immer es möglich ist.

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Irmgard Brottrager
Über Irmgard Brottrager 750 Artikel
Irmgard Brottrager ist Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur, Fachredakteurin und Fengshuiberaterin in Graz. Sie beschäftigt sich vorzugsweise mit Aufgaben, die mit dem Menschen und seinem Umfeld zu tun haben. Irmgard erreicht ihr unter i.brottrager@everyday-feng-shui.de

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