Was hilft bei Antriebslosigkeit?

Was kann man tun, wenn die Lebensenergie Chi stagniert? Wie kommt man wieder in Schwung – oder in die Gänge, wie man so schön sagt?

Sleepy Mood, Foto: Kirill Kondratyev / flickr CC BY 2.0
Sleepy Mood, Foto: Kirill Kondratyev / flickr CC BY 2.0

Bei Kleinkindern ist meistens noch alles in Ordnung. Sie sind entweder müde oder voller Lebenslust. Phasen, in denen sie sich zu nichts aufraffen können, kommen erst im Schulalter. Diese Unlust am Leben kann sich über die Jahre derart verdichten, dass ohne Termindruck nicht mehr viel geht. Die Energie fließt nicht mehr von selber. Passivität, Lethargie und Trägheit machen sich breit.

Anzeichen für mangelnde Motivation

Man muss nicht chronisch depressiv sein, um gelegentlich die Motivation zu verlieren. Ein Mangel an Antrieb bedeutet nicht automatisch, dass die Lebensfreude verloren gegangen ist. Er kann darauf hindeuten, dass man nicht das Richtige vorhat oder eine Pause benötigt.

  • Schwierigkeiten, in der Früh aus dem Bett zu kommen
  • Kaffee und andere Aufputschmittel werden benötigt
  • Es ist ein „innerer Schweinehund“ spürbar, der alle Vorhaben sabotiert
  • Notwendige Tätigkeiten werden nur widerwillig in Angriff genommen
  • Der Körper fühlt sich müde, schwach, schwer und träge an
  • Schwierigkeiten, sich auf eine Arbeit zu konzentrieren
  • Lustlosigkeit und Appetitlosigkeit
  • Niedergeschlagenheit und leichte Kopfschmerzen
  • Flache Atmung
  • Resignierende Gedanken
  • Alles erscheint kompliziert, schwer, mühsam oder uninteressant

Psychische Defizite

Es gibt verschiedene Gefühle und Einstellungen, die uns regelrecht lähmen können. Sie treiben oft im Unterbewusstsein ihr Unwesen, so dass wir sie kaum wahrnehmen. Bis wir erwachsen sind, haben wir vieles über uns ergehen lassen müssen, was wir eigentlich nicht wollten. Wir wurden auf eine bestimmte Weise erzogen und geschult, die uns traurig gemacht hat. Auch wenn die Kinder heute freier sind als früher, so ist der Leistungsdruck eher größer geworden. Jeder will die genialsten Sprösslinge haben und allein dieser Konkurrenzdruck zwischen den Kindern kann dazu führen, dass so mancher junge Mensch das Handtuch werfen möchte. Viele Schüler haben innerlich gekündigt und nehmen nicht mehr aktiv am Unterricht teil. Sie tun nur noch das, was verlangt wird, und warten insgeheim nur auf die nächste Pause und die nächsten Ferien. Es entsteht immer mehr Sand im Getriebe in Form von:

  • Frustration
  • Ängsten
  • Unzufriedenheit
  • Enttäuschungen
  • Überforderung
  • Orientierungslosigkeit
  • Ohnmacht
  • Scheinbarer Ausweglosigkeit
  • Fluchttendenzen
  • Mutlosigkeit
  • Langeweile

Körperliche Defizite

Auch körperliche Mängel können eine Ursache sein. Hier sind vor allem zu nennen:

  • Nährstoffmangel (Im Zweifelsfall ein Blutbild machen lassen!)
  • Verdauungsprobleme
  • Mangelnde Bewegung
Foto: Kevin Gibbons / flickr CC BY 2.0
Foto: Kevin Gibbons / flickr CC BY 2.0

Ganz natürliche Ursachen

Phasen, in denen der Körper nicht gehorchen möchte, sind bisweilen ganz normal und sogar gesund. Der Körper will nicht immer spuren, sondern auch mal faulenzen. Es ist nicht natürlich, rund um die Uhr zu „funktionieren“ wie ein Roboter. Bei einem 8-Stunden-Arbeitstag mit allen übrigen Notwendigkeiten und Pflichten bleibt zu wenig Zeit für die Regeneration und Inspiration. Es ist nicht gesund, so viel zu arbeiten. Auszeiten sind eigentlich viel öfter nötig, als wir sie uns erlauben können. Der Akku muss wieder aufgeladen werden.Verdrängte Gefühle wollen wahrgenommen werden. Wenn wir ehrlich sind, möchte fast jeder mehr Freizeit und Urlaub haben. Intensive Arbeit ist nur gesund, wenn sie ohne Zwang und mit einem starken inneren Antrieb erfolgt.

Wege aus der Mattigkeit

  • Klein anfangen mit naheliegenden Tätigkeiten, die gerade anstehen.
  • Dem inneren Antrieb folgen und alles sein lassen, was nicht unbedingt notwendig ist.
  • Frische Luft, Sonne oder zumindest Tageslicht tanken.
  • Kontakte mit vertrauten Menschen.
  • Leichte Bewegungen, ganz intuitiv und ohne Ehrgeiz.
  • In den Wald, an einen See oder an den Strand gehen.
  • Sich mehr Pausen gönnen und Auszeiten nehmen.
  • Urlaub und Tapetenwechsel.
  • Der Intuition folgen statt dem Terminkalender.
  • Rücksprache mit dem Körper: Was möchte er eigentlich?
  • Aufräumen, Putzen, Reduzieren und Entrümpeln.
  • Logistische Überlegungen: Wie kann ich mein Leben vereinfachen?
  • Die Glaubenssätze hinterfragen: Welche Einstellung ist gerade aktiv und wie kann ich sie verbessern?
  • Übungen, um sich im Hier + Jetzt zu verankern: Meditation, Yoga, Augenbewegungen.

Spezieller Tipp für mehr Elan

Sobald man einen Zustand bewusst annimmt, beginnt er sich aufzulösen. Man braucht sonst nichts zu tun. Ebenso ist es mit negativen Gefühlen. Die wirken nur bedrückend, solange wir ihnen keinen Raum geben. Wenn man sich häufig zu etwas überwindet, was man eigentlich nicht möchte, kann es sein, dass die Widerstände immer größer werden. Ziele sind wichtig, aber sie sollten nicht zu hoch gesteckt und nicht zu weit weg sein. Alles, was weit entfernt ist, ist kein Ziel, sondern eine Vision, die man nicht zu eng sehen darf.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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