Was tun bei Kalk-Rückständen im Körper?

Zu viel anorganisches Kalzium kann zu gefährlichen Ablagerungen führen im Gewebe, in Blutgefäßen und in Organen. Man spricht von Verkalkung, Kalzifizierung oder Kalzifikation.

Foto (C) Tobias Nordhausen / flickr CC BY 2.0
Foto (C) Tobias Nordhausen / flickr CC BY 2.0

Überfluss-Krankheiten und übertriebenes Mangelbewusstsein

Bei zahlreichen Lebensmitteln wird der hohe Gehalt als Calcium angepriesen. Über die Schäden, die durch ein Übermaß an Kalk entstehen, wird jedoch seltener gesprochen. Zu viel Calcium ist nicht nur ein Gesundheitsrisiko, sondern erhöht sogar die Sterblichkeit. Nährstoff-Überschüsse können genauso schädlich sein wie ein Mangel an Nährstoffen. Zu viel ist nicht besser als zu wenig, sondern oft im Gegenteil! Nicht so viel wie möglich, sollte die Devise lauten, sondern so wenig wie nötig.

Symptome, die auf zu viel Kalk hindeuten

Die Einlagerung von Kalk in die Knochenstruktur und in den Zahnschmelz ist erwünscht, nicht jedoch in Körperteile, die eigentlich durchlässig, weich und beweglich sein sollten. Zu den pathogenen Verkalkungen zählen:

  • Arterienverkalkung (Atherosklerose)
  • weiße Pickel durch Ablagerungen von Kalkkristallen
  • Blasensteine, Nierensteine und Nierenversagen
  • Stoffwechselprobleme
  • Krämpfe und Spasmen
  • grau aussehende und schlecht durchblutete Haut
  • Falten
  • Steifigkeit
  • Knochenbrüche
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Zahnstein
  • Kalk-Einlagerungen im Gehirn
  • Verknöcherungen von Knochen und Knorpeln (zum Beispiel Fersenbein) 
  • Buckel, krumme Beine und andere Deformationen im Knochenbau
  • Entzündung der Bauchspeicheldrüse
  • Kalziumkristalle in Gelenken und Sehnen
  • Verhärtungen im Gewebe
  • Verkalkung von degeneriertem Gewebe wie Narben und wurzelbehandelten Zähnen
  • Knochenschmerzen
  • Verkalkungen im Brustgewebe
  • Prostata-Verkalkungen
  • Demenz und Alzheimer

Verkalkung durch Tiermilch-Produkte und kalkhaltiges Wasser

Milchprodukte hemmen angeblich den Vitamin-D-Spiegel und wirken daher nach Ansicht von vielen Ernährungsberatern kontraproduktiv bei Kalzium-Mangel. Sie werden sogar als Kalzium-Räuber diskutiert. Alle Tierprodukte wirken säurebildend. Bei Übersäuerung muss der Körper seine Mineralstoff-Reserven angreifen und daher kann es passieren, dass Milch den Knochenschwund (Osteoporose) eher fördert als verhindert. Je mehr Kalzium zusammen mit tierischen Proteinen aufgenommen wird, desto mehr Kalzium wird ausgeschieden. Auch phosphathaltige Lebensmittel erhöhen die Kalzium-Ausscheidung. Es ist durchaus möglich, Kalk-Ablagerungen und Kalzium-Mangel gleichzeitig zu haben. In vielen Trinkwässern ist anorganisches Kalzium enthalten, das nicht bioverfügbar ist und daher Ablagerungen begünstigt.

Mineralien, Vitamine und Proteine gegen Verkalkung

Ein Mangel an Vitamin K2 und Vitamin D3 kann die Ursache sein, warum Kalzium nicht richtig eingelagert wird. Außerdem können Magnesium, Kieselsäure (Silizium) und Kalium einer Kalzifizierung entgegenwirken. Verschiedene Forscher der Helmholtz-Gemeinschaft für Biomedizin an der RWTH Aachen und am Institut für Ernährungsforschun in Potsdam haben ein körpereigenes Protein gefunden, das Kalk-Ablagerungen zuverlässig verhindern soll. Es trägt die Bezeichnung „Fetuin A“ und wird in der Leber gebildet. Es hat jedoch nicht nur gesundheitsfördernde Eigenschaften, sondern erhöht auch die Risiken für Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Magnesiumsulfat (MgSo4) in kristalliner Form. Foto (C) Peter Corbett / flickr CC BY 2.0
Magnesiumsulfat (MgSo4) in kristalliner Form. Foto (C) Peter Corbett / flickr CC BY 2.0

Sonstige Risiko-Faktoren

  • Entzündungen
  • Überlastungen durch bestimmte Körperhaltungen, Arbeit oder Sport
  • Alkoholkonsum
  • Autoimmunkrankkeiten
  • Totes Gewebe
  • zu wenig Bewegung an der frischen Luft

Vegane Vitamin-K2-Quellen

Das Vitamin K – von denen es zwei Arten gibt – hat unter anderem die Funktion, die Blutgefäße frei zu halten von Kalkrückständen. Es gehört zu den fettlöslichen Vitaminen. Während K1 hauptsächlich in grünen Pflanzenteilen vorkommt, wird K2 von Mikroorganismen gebildet. Zu den wichtigsten K2-Quellen zählen fermentierte Lebensmittel wie Sauerkraut und Natto (japanisches Gericht aus fermentierten Sojabohnen). K2 soll sogar imstande sein, bestehende Verkalkungen rückgängig zu machen. Gesunde Knochen brauchen neben Kalzium auch Vitamin D und K2.  

Vegane Magnesium-Quellen

Magnesium ist fast in allen natürlichen Lebensmitteln enthalten. Fragt sich nur, wie viel und wie bioverfügbar es ist. Nachfolgen die wichtigsten Produkte in der veganen Küche:

  • Kürbiskerne
  • Sonnenblumenkerne
  • Sesam
  • Mohn
  • Erdnüsse
  • Sojabohnen
  • Grünes Gemüse
  • Nüsse
  • Kakao
  • Vollkorn
  • Bananen
  • Cashewnüsse

Gesunde, vegane Kalziumquellen

  • Wildpflanzen
  • Nüsse
  • Samen
  • Grünkohl
  • Brokkoli

Es gibt allerdings aus Die Aufnahme von Kalzium wird durch Oxalsäure, Pektine, Zellulose und Getreideprodukte mit Phytinsäure gehemmt.

Prophylaktische Maßnahmen und Produkte

  • Basische Ernährung
  • Reichlich Bewegung
  • Wasserfilter verwenden, die Kalk gegen Magnesium austauschen
  • Zitronensaft, Apfelessig und Mandarinenessig
  • Sauerkraut und andere fermentierte Gemüse
  • Knoblauch
  • Diptamwurzeln
  • Kalkarmes Wasser trinken
  • Lieber zu wenig Calcium als zu viel
  • Keine Kalzium-Präparate als Nahrungsergänzung

Rechtlicher Hinweis: Diese überlieferten Informationen sind für eigenverantwortlich denkende Menschen bestimmt. Sie stammen aus diversen Internet-Quellen und ersetzen keine ärztliche Beratung. Für die Richtigkeit der Angaben gibt es keine Gewähr.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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