Wie unser Lebensstil die Darmflora beeinflusst

Ohne bakterielle Besiedelung gibt es kein natürliches Leben. Jeder Mensch besitzt sein eigenes, ganz spezielles Mikrobiom. Vergleichbar mit einem Garten, wo genau das gedeiht, was wir anbauen, hegen und pflegen.

Foto: M&R Glasgow / flickr CC BY 2.0
Foto: M&R Glasgow / flickr CC BY 2.0

Lebensmittel und intime Kontakte füttern das Mikrobiom

Beim Austausch von Mikroorganismen (Küssen, Knuddeln und so weiter) mit Menschen, die an Übergewicht, Blähungen oder Durchfall leiden, sollte man vorsichtig sein. Warum? Weil „Bakterientransplantationen“ nicht ohne Folgen bleiben. Auch Kariesbakterien werden bekanntlich von Mund zu Mund übertragen. Lebensmittel sind nie steril und sollen es auch nicht sein. Besondere Vorsicht ist beim Konsum von Tierprodukten (= halb verwesten Tierleichen) geboten, weil sie ein tierisches Mikrobiom in den menschlichen Körper bringen. Kot besteht nicht nur aus Essensresten, sondern hauptsächlich aus Mikroben und deren Produkten. Unser Ekel vor Exkrementen ist vor allem dann berechtigt, wenn die Ausscheidungen von kranken Menschen oder Tieren stammen.

Für das bloße Auge unsichtbare Kleinstlebewesen

Bakterien, Viren, Amöben, Pilze, Spinnen, Geißeltierchen, Egel, Würmer, Maden, Milben und wie sie alle heißen, wohnen inniglich mit uns zusammen. Die Gemeinschaft der Mikroben wird als Mikrobiom bezeichnet und kann wie ein selbstständiger Organismus betrachtet werden, mit dem jeder Mensch – und auch jedes Tier – verbunden ist. Die meisten sind keine schädlichen Parasiten, sondern nützliche Symbionten, die unsere Gesundheit fördern. Die leben großteils im Darm, aber auch auf der Haut, in der Blase und auf allen Schleimhäuten. Das Gesamtgewicht des Mikrobioms beläuft sich auf 1,5 bis 2 Kilogramm. Die Artenvielfalt wird auf rund 36.000 geschätzt, wobei der Dickdarm dichter besiedelt sein soll als der Dünndarm. Nur 9% der Arten kommen bei allen Menschen vor. Es ist kein Vorteil, wenn die Anzahl dieser Mitbewohner abnimmt oder absichtlich reduziert wird. Antibiotika, Chemotherapien, Desinfektionen und andere antibakterielle Maßnahmen können mehr Schaden als Nutzen anrichten.

Das „Bauchhirn“ besteht aus einem eigenständigen, autonomen Nervensystem

Im Darm befindet sich ein umfangreiches Nervengeflecht, das Informationen ins Gehirn sendet. Das so genannte „Enterische Nervensystem“ im Magen- und Darmtrakt besitzt vier- bis fünfmal mehr Neuronen als das Rückenmark. Es steuert die Verdauung und ist vermutlich intelligent, denn es wird umgangssprachlich als „Bauchhirn“ bezeichnet und steht intensiv mit dem Kopfhirn in Kontakt. Die Kommunikation mit dem Kopfgehirn erfolgt durch Transmitter, Botenstoffe und den Vagusnerv. Die Bedeutung des Mikrobioms wird anschaulich, wenn man sterile Kleintiere züchtet und beobachtet, welche Konsequenzen das hat. Sie können zwar überleben, aber nur in isolierter Umgebung und verhalten sich komplett unsozial.

Medizinische Untersuchungen werden kaum durchgeführt

Mit modernen Methoden ist es bereits möglich, den Biofilm zu vergrößern und einzufärben, der sich beispielsweise auf den Zähnen oder auf der Zunge ansiedelt. Solche Untersuchungen sind sehr aussagekräftig und Bezug auf den Lebensstil und bringen Licht ins Dunkel. Leider wird die Mikrobenwelt von den meisten Ärzten ignoriert oder pauschal bekämpft mit sterilisierenden Maßnahmen. „Plaque“ im Mund ist nichts Schlechtes, sondern es kommt darauf an, woraus er besteht! Die spiegelglatte Oberfläche der Zähne nach einer professionellen Zahnreinigung ist völlig unnatürlich und binnen kurzer Zeit verschwunden, wenn sich die Mundflora wieder normalisiert. Die Zerstörung der mikrobiellen Ordnung in der Mundhöhle ist gefährlich für die Zahngesundheit und sollte daher vermieden werden. Jeder Mensch besitzt einen umfangreichen Metaorganismus, zu dem nicht nur seine Körperzellen gehören, sondern auch sein Mikrobiom und sein auratisches Umfeld – auch Ausstrahlung oder Dunstkreis genannt.

Wesentliche Zusammenhänge und Einflüsse des Mikrobioms

  • Erbsubstanz: 35% des Genoms sind bakterieller Natur
  • Mundscheimhaut: Man geht davon aus dass die mikrobiotische Vielfalt im Mund sogar größer ist als im Darm.
  • Intelligenz: Ein ungünstiges Mikrobiom wirkt sich auf die Intelligenz aus.
  • Stimmungslage und psychische Befindlichkeit: Parasiten und andere Fehlbesiedelungen können depressiv, ängstlich, unruhig oder süchtig machen. Auch Migräne scheint mit dem Mikrobiom zusammenzuhängen.
  • Die Zirbeldrüse als wichtiges Steuerorgan arbeitet eng mit dem Mikrobiom zusammen.
  • Hautkrankheiten wie Akne
  • Die Zahngesundheit
  • Autismus: 50% der Autismusfälle haben ein auffälliges Mikrobiom.
  • Das Nervensystem: Nervenzellen interagieren mit Bakterien.
  • The Pulse of Life (laut Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas C.G. Bosch): Die Kontraktionen und Pulsierungen im Darm werden vermutlich vom Mikrobiom ausgelöst.
  • Die Gesundheit der Entgiftungsorgane (Nieren, Leber, Lymphsystem)
  • Die gesamte Verdauung und Nährstoffausbeute
  • Das Immunsystem
  • Der Alterungsprozess: Ältere Menschen haben ein anderes Mikrobiom als jüngere.
  • Darmkrankheiten wie das Leaky-Gut-Syndrom (undichte Darmwände), gestörte Peristaltik, Entzündliches Darmsyndrom und Reizdarmsyndrom
  • Gifte und Schadstoffe wie Antibiotika, Hormonpräparate, Chlor, Fluorid, Pestizide, Zucker, Gluten, Alkohol und Medikamentenrückstände können die Darmflora stören.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde von keiner Ärztin geschrieben und ersetzt keine ärtzliche Beratung. Irrtümer und Recherchefehler sind nicht ausgeschlossen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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