Ganzheitliche Alternativen zum Zähnebürsten

Zur Standard-Zahnpflege gehören Zahnbürsten und Zahnseide. Die Wirksamkeit dieser Behelfe ist jedoch umstritten, weil sich Bakterien nicht so einfach wegputzen lassen. Daher kommen immer mehr Produkte auf den Markt, die eine höhere Erfolgsrate versprechen.

Ist Zähneputzen passé? Foto: Tim Reckmann / flickr CC BY 2.0
Ist Zähneputzen passé? Foto: Tim Reckmann / flickr CC BY 2.0

Die meisten Menschen putzen regelmäßig die Zähne und benutzen auch Zahnseide, aber es entstehen trotzdem Zahnbeläge, Karies und Parodontitis. Man weiß bis heute nicht genau, wie es zu den Zahnschäden kommt. Die Ernährung wird von gewöhnlichen Zahnärzten nicht thematisiert und es werden auch keine antibakteriellen Mittel verschrieben, um Plaque und Entzündungen vorzubeugen. Die ärztliche Hilfe beschränkt sich auf die Symptombekämpfung. Nach den Ursachen wird nicht gefragt. „Schuld“ sind angeblich die Patienten, die es mit der Zahnhygiene nicht genau genug nehmen oder nicht wissen, wie eine effektive Zahnreinigung aussieht. So bleibt es jedem selbst überlassen, sich zu informieren und der Sache auf den Grund zu gehen. Denn die Ärzte scheinen gar kein Interesse an Hintergrundwissen zu haben und über die Jahrzehnte nichts dazuzulernen, was die Ursachen und Zusammenhänge betrifft. Sie bestehen bis heute darauf, dass man nur gründlich genug schrubben muss, eine fluoridhaltige Zahnpasta braucht und um regelmäßige ärztliche Reinigungsprozeduren nicht herumkommt.

Vermutungen über die Ursachen von Karies und Zahnfleischschwund

Zumindest scheint eine gewisse Einigkeit darüber zu herrschen, dass Zahnbeläge und Karies auf bestimmte Bakterien zurückzuführen sind, mit denen man sich bereits in der frühen Kindheit ansteckt. Meistens direkt durch die Eltern. Diese Karies-Bakterien bilden schädliche Säuren, die den Zahnschmelz angreifen und das herausgelöste Kalzium in Form von harten Belägen ablagern. Bakterien in der Mundflora sind ganz normal und gesund, aber drei Arten gelten als gefährlich: Streptococcus mutans, Laktobazillen und Candidapilze. Sie ernähren sich von dem Zucker und den Kohlenhydraten, die an den Zähnen kleben bleiben. Es kommt also auf das bakterielle Milieu im Speichel an. Damit dieses Milieu gesund ist, sollte man sich überwiegend basisch ernähren und säurebildende Lebensmittel meiden. Säurebildend bedeutet nicht dasselbe wie sauer. Zitronen und andere Zitrusfrüchte wirken basisch. Karies ist eine Zivilisationskrankheit und sollte nicht vorkommen, wenn die Ernährung frei ist von Zucker-, Mehl- und Tierprodukten. Auch Kaffee und Alkohol sind zu meiden. Ein weiterer, wichtiger Faktor ist Vitamin D. Wenn die Ärzte über die Ernährung so viel reden würden wie über Zahnputz-Techniken, hätte sich das längst herumgesprochen. Vielleicht wissen sie es selber nicht, denn die meisten Zahnärzte und Dentisten haben selber Füllungen im Mund.

Entscheidend ist das individuelle Mikrobiom

Jeder Mensch hat ein anderes Mikrobiom, das auf seine Ernährungsweise und seinen sonstigen Lebensstil abgestimmt ist. Da sich dieses Mikrobiom nicht auf die Mundhöhle beschränkt, ist der Verdauungsapparat ganzheitlich zu betrachten. Wenn der Darm nicht gesund ist, kann es trotz basischer Ernährung zu Karies kommen. Da sich ein Mikrobiom nicht so einfach untersuchen, wiegen und messen lässt, kann man nur versuchen, mit natürlichen Antibiotika und Probiotika ins Gleichgewicht zu kommen. Zu den natürlichen Antibiotika zählen Knoblauch, Chili, Zwiebeln, Ingwer, Kurkuma, Papayakerne, Kapuzinerkresse, Kamille, Salbei, Oregano, Gewürznelken, Zimt und etliche mehr. Es ist daher ratsam, die Speisen scharf zu würzen und die Zähne mit Kamillentee oder Salbeitee zu spülen. Für Mundspülungen kann man außerdem einen Tropfen ätherisches Oreganoöl (Achtung, sehr scharf!) oder Teebaumöl in das Spülwasser geben. Auch diverse Spülungen mit antibakteriellen Ölen sind angesagt. Ganz allgemein kann man versuchen, die säurebildenden Bakterien in Schach zu halten, indem antibakterielle Maßnahmen ergreift.

Warum das Bürsten nicht so wichtig ist

Mit dem Zähneputzen kann man nur bewirken, dass den Bakterien die Nahrung entzogen wird. Die Bakterien selbst bleiben jedoch unberührt und führen unter dem Zahnfleisch und in den unerreichbaren Zahnzwischenräumen ein sattes Dasein. Wenn das Mikrobiom in Ordnung ist, sind Speisereste völlig ungefährlich. Man muss sie eigentlich nur aus hygienischen Gründen wegputzen, aber nicht, um die Zähne vor Karies zu schützen.

Foto: Christopher Paquette / flickr CC By 2.0
Foto: Christopher Paquette / flickr CC By 2.0

Alternative Zahnpflegeprodukte

Die folgenden Produkte zielen darauf ab, die bakterielle Belastung zu reduzieren und den PH-Wert zu regulieren. Wie gut sie wirken, hängt nicht nur von den Produkten ab, sondern mit der Ernährung und mit der Darmgesundheit zusammen.

  • Mundduschen
  • Ultraschallzahnbürsten für eine Reinigung ohne Schrubben und Bürsten
  • Miswak-Zweige und antibakterielle Bambusbürsten
  • Antibakterielle Spülungen: Chlorhexamed, Oreganoöl, Teebaumöl
  • Chemiefreies Zahnputzpulver mit antibakteriellen Substanzen wie Lehm und Salbeiöl
  • Zahnputzöle, die Bakterien binden: Sie dienen nicht nur zum Ölziehen, sondern können eine Zahnpasta ersetzen.
  • Feinste mineralische Pulver, die aggressive Säuren puffern und ein basisches Milieu begünstigen.

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde von keiner Zahnärztin geschrieben und ersetzt keine ärztliche Beratung.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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