Winterzeit ist Schimmelzeit

Was kann man tun, wenn man Mieter/in ist oder eine gründliche Schimmel-Sanierung aus anderen Gründen nicht möglich ist? Wie kann man sich gesundheitlich schützen und den Schaden minimieren?

Rosmarinöl, Foto: cristina.sanvito / flickr CC BY 2.0
Rosmarinöl, Foto: cristina.sanvito / flickr CC BY 2.0

Schimmel ist in vielen Wohnungen ein Problem und macht sich vor allem in Winter bemerkbar, wenn die Luft nicht warm genug ist, um eine erhöhte Luftfeuchtigkeit aufzunehmen. Es entstehen Kondensate, die sich an kalten Oberflächen absetzen. Da die Gründe oft bei der Bauweise oder Bausubstanz zu suchen sind, ist es nicht immer möglich, sofort Abhilfe zu schaffen. Schäden, die sich nicht durch ein geändertes Nutzungsverhalten abstellen lassen, bleiben meist jahrelang bestehen und belasten die Bewohner. Besonders arm dran sind Mieter/innen, weil sie darauf angewiesen sind, dass die Vermieter Lösungen finden. Mitten im Winter ist es selten möglich, großflächige Sanierungen vorzunehmen. Was also tun, wenn sich der Schimmel nicht vollständig beseitigen lässt, sondern man eine Zeitlang damit leben muss?

Schimmelpilze fühlen sich nur bei hoher Luftfeuchtigkeit wohl

Auch wenn man gegen massive Bau- und Sanierungsfehler auf Grund von fehlenden Eigentumsrechten oder Finanzierungsmitteln nicht vorgehen kann, kann man einiges tun, um die Ausbreitung der Schimmelpilze in Schach zu halten. Es ist oft gar nicht einfach, die Ursache zu finden, wenn es muffig riecht. Denn die Pilze können sich gut verstecken. Zum Beispiel unter Tapeten, unter ungeeigneten Wandfarben und Lackierungen, hinter Spiegeln und Schränken, in den Fugen von Fenster- und Türprofilen und natürlich in allen Feuchträumen, zu denen das WC, die Küche und das Bad zählen. Nicht zu vergessen sind auch Räume, in denen es zwar keinen Wasseranschluss gibt, in denen aber Wäsche getrocknet wird oder eine Vielzahl von Pflanzen aufgestellt sind, die regelmäßig gegossen werden. Die Feuchtigkeit, die in die Räume gelangt, muss auch wieder weggelüftet werden. An regnerischen und feuchtkalten Tagen ist das einfacher gesagt als getan.

Schimmelpilze sind eine Art von Pilzen, wie sie in der Natur zuhauf vorkommen. Foto: Simon Samtleben / flickr CC BY 2.0
Schimmelpilze sind eine Art von Pilzen, wie sie in der Natur zuhauf vorkommen. Foto: Simon Samtleben / flickr CC BY 2.0

Anthony William über die gesundheitlichen Aspekte von Schimmel

Anthony William ist kein Arzt oder Alternativmediziner, sondern ein spirituelles „Medical Medium“, das seine Informationen von einer inneren Stimme erhält, die er „Spirit“ nennt. Er hat mit seinen Büchern und Radiosendungen großen Erfolg und wird auch in andere Sprachen übersetzt. Anthony rät dringend von der Verwendung von Fungiziden (= chemische Antipilzmittel) ab. Denn sie wirken wie Antibiotika und machen die Sporen widerstandsfähiger. Aus dem normalen Schimmel entsteht eine Art „Super-Schimmel“, der stärker und resistenter ist als gewöhnlicher Schimmel. Der Einsatz von Fungiziden ist derart verbreitet, dass praktisch jede Wohnung damit verseucht ist. Sie befinden sich zum Beispiel in Wandanstrichen, Teppichen, Möbeln, Kleidungsstücken und Lufterfrischern. Giftige Schimmelpilze setzen Mykotoxine frei. Durch das Einatmen von Fungiziden können sich die gesundheitlichen Probleme vergrößern. Schimmelsporen wirken vor allem als Trigger, wenn Menschen ein schwaches Immunsystem haben oder bereits durch andere Beeinträchtigungen vorgeschädigt sind. Auch wenn Schimmel nicht direkt krank macht, können alle möglichen Krankheiten ausbrechen, glaubt Anthony.

Natürliche Mittel zur Eindämmung von Schimmelsporen

Manche ätherische Öle wirken laut Anthony hervorragend gegen Schimmel. Am besten sollen Rosmaninöl und Thymianöl helfen, die mit einem Diffuser in der Raumluft verteilt werden. Alternativ kann man Salbei oder Bergamotte verwenden. Es muss also nicht unbedingt ein chemischer „Schimmelvernichter“ aus dem Baumarkt sein, der mindestens ebenso giftig ist wie der Schimmel, der bekämpft werden soll. Außerdem empfiehlt Anthony Nahrungsergänzungen mit Zink, Vitamin B12, Selen und Spirulina-Algen. Alles, was dazu beiträgt, das Immunsystem zu stärken, kann bei Schimmelbelastung hilfreich sein.

Wehret den Anfängen

Ein wenig Schimmel in der Küche, im Bad, an Pflanzentöpfen und an den Fensterrahmen ist relativ normal. Pilze sind Lebewesen mit einer gewissen Intelligenz und lassen sich daher nicht widerstandslos eliminieren, wenn die Voraussetzungen für ihre Bildung gegeben sind. Dennoch kann man einiges tun, um die Pilze in Schach zu halten:

  • Gefährdete Stellen regelmäßig putzen und trocken halten.
  • Kalte Raumecken frei halten, damit warme Luft heran kann.
  • Keine Schränke, Spiegel und große Bilder an kalten Außenwänden platzieren.
  • Täglich stoßlüften und Durchzug erzeugen, möglichst zu Tageszeiten, an denen es draußen am kältesten ist.
  • Schimmelwächter verwenden: Diese Geräte messen nicht die Feuchtigkeit in der Luft, sondern direkt vor der Außenwand.
  • Hygrometer (Geräte zur Kontrolle der Luftfeuchtigkeit) besorgen: Leider sind die Messwerte oft nicht korrekt.
  • Mineralische Anstriche, ohne Zusatz von Fungiziden.
  • Desinfektion der Luft mit Räuchersalbei und Weihrauch.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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