Feuchtigkeit im Keller: Top-Tipps gegen feuchte Kellerwände

Ist der Keller feucht, entsteht nicht nur schnell unangenehm modriger Geruch – die Nässe stellt auch eine Gefahr für das gesamte Mauerwerk des Hauses dar. Ein befallener Keller kann schon bald nicht mehr genutzt werden: Lebensmittel, Möbel sowie sämtlicher Hausrat schimmeln in feuchter Umgebung und werden somit reif für die Mülltonne. Das muss nicht sein!

Achtung bei Feuchtigkeit im Keller: Feuchte Wände lassen schnell Schimmelpilze gedeihen. Abhilfe schafft nur schnelles Handeln!
Achtung bei Feuchtigkeit im Keller: Feuchte Wände lassen schnell Schimmelpilze gedeihen.
Jetzt ist schnelles Handeln gefragt! (Foto: Romana Klee)

Die folgenden Ratschläge sollen euch dabei helfen, den Kampf gegen die Feuchtigkeit im Keller zu gewinnen:

1. Richtig lüften

Nicht immer muss eine teure Sanierung vorgenommen werden. Ein erster Schritt in die richtige Richtung kann eine Verhaltensänderung sein. Im Kellerbereich sollte möglichst auf gekippte Fenster verzichtet werden. Gerade bei sehr hohen Außentemperaturen tagsüber wird hierbei die Feuchtigkeit in den Kellerräumen begünstigt, da warme Luft viel Wasser speichert, die sich nach dem Abkühlen an die Wände legt.
Das Gleiche gilt auch für andere Feuchtigkeitsquellen, die über die Luft ihren Weg in den Keller suchen. So sollte man außerdem darauf achten, beispielsweise frisch gewaschene Wäsche nicht im betroffenen Bereich zum Trocknen aufzuhängen. Auch hierbei wird ein unnötig feuchtes Raumklima geschaffen.

2. Reparatur von Schäden

Um die Feuchtigkeit der Kellerräume erst gar nicht weiter voran zu treiben, empfiehlt sich außerdem, anfallende Schäden umgehend zu beseitigen. Begünstigende Faktoren sind beispielsweise Rohrbrüche im Haus oder aber auch undichte Fenster im betroffenen Bereich. All jene unterstützen die Ausbreitung von Feuchtigkeit im Keller. Wird ein Schaden bemerkt, ist also Eile geboten.

3. Richtige Abdichtung von innen und außen

Besonders fatal: Wenn Feuchtigkeit von außen durch die Wände drückt
Besonders fatal: Wenn Feuchtigkeit von außen durch die Wände drückt (Foto: stvcr)

Ist feststellbar, dass die Feuchtigkeit von außen eintritt, zum Beispiel durch Sickerwasser, bietet sich die äußere Abdichtung des Mauerwerks an. Dabei wird die Vertikalsperre erneuert, was relativ aufwendig ist. Hier wird meist mit Bitumenbahnen gearbeitet, um mögliche Risse und Fugen im äußeren Mauerwerk zu verschließen. Auch ist es möglich, die Kellerräume von innen abzudichten, falls dort die Ursache vermutet wird. Soll hier das Mauerwerk abgedichtet werden, bieten sich vorrangig spezielle Dämmstoffe an. Außerdem besteht die Möglichkeit, sogenannte Wandinjektionen zu nutzen, um Risse zu füllen und abzudichten.

Gerade in Altbauten ist des Weiteren eine sehr hohe Konzentration an Meersalz im Mauerwerk für die Feuchtigkeit verantwortlich. In diesen Fällen gibt es auf dem Markt einen speziellen Sanierputz, der gegen diese Salze wirkt. Um vorab zu prüfen, inwiefern die Mauer rund um den Kellerbereich von Feuchtigkeit betroffen ist, empfiehlt sich das Prüfen mithilfe eines Mauerwerksmessgerätes. So lässt sich leicht feststellen, wie hoch die Konzentration der Feuchtigkeit ist und wie vorgegangen werden sollte.

4. Hilfe durch den Fachmann

Stellt man fest, dass der Feuchtigkeitsgehalt im Keller sehr hoch ist, sollte in Betracht gezogen werden, einen Fachmann zu kontaktieren. Dieser kann sich professionell um eine Trockenlegung kümmern, was oft aus eigener Kraft nicht geschafft werden kann. Fachleute können durch Erfahrung und Wissen schnell die genaue Ursache ermitteln und gezielt vorgehen. Meist wird in schlimmen Fällen zunächst das Gebäude ausgeschachtet, dann wird das freigelegte Mauerwerk gesäubert. Danach wird das passende Abdichtungssystem angebracht. Auch wenn Ausschachtungen nicht möglich sind, können Fachleute mit Spezialverfahren weiterhelfen.

Schimmel hinter der Tapete: Hier helfen meist nur noch Spezialverfahren zur Sanierung von befallenem Mauerwerk
Schimmel hinter der Tapete: Hier helfen meist nur noch Spezialverfahren zur Sanierung von befallenem Mauerwerk (Foto: Aimee Rivers)

 

Fazit:

Feuchtigkeit im Keller ist durch das richtige Verhalten und eine von Anfang an vernünftige Abdichtung des Mauerwerks gut vermeidbar. Ist es jedoch zu spät, dann ist rasches und professionelles Handeln gefragt. Bei leichter Feuchtigkeit ist es gut möglich, selbst Hand anzulegen. Ist das Problem allerdings schon weiter vorangeschritten, sollte ein Anruf beim Fachmann nicht gescheut werden. Nur so beseitigt man Feuchtigkeit dauerhaft.

www.everyday-feng-shui.de

 

Weitere Informationen unter:

Fallbeispiel: Kellertrockenlegung durch einen Fachmann

2 Kommentare

  1. Wir sind auch grad dabei unser Wohnung neu zu gestalten. Da kommt dieser Beitrag gerade recht. Die Ideen und Tipps sind auf jeden Fall sehr hilfreich.

  2. Danke für den Beitrag.

    Mein Keller ist seit längerem von Schimmel besetzt. Leider haben wir selber versucht diesen zu beseitigen. Hoffnungslos.
    Jetzt wollen wir eine professionelle Schimmelbekämpfung durchführen.

    Grüße
    Nadine

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