Wir sind alle eins

Dieses Feng-Shui-Prinzip ist besonders bei Konflikten mit Nachbarn wichtig. Die Menschen, mit denen wir es zu tun haben, sind immer ein Spiegel für unsere eigenen Stärken und Schwächen.

Foto (C) Leonid Mamchenkov / flickr CC BY 2.0
Foto (C) Leonid Mamchenkov / flickr CC BY 2.0

Wenn du wütend bist, bist du über dich selber wütend.

Wenn du jemanden beschuldigst, fühlst du dich selber schuldig.

Wenn du jemanden verurteilst, bist zu ungnädig mit dir selber.

Wenn du jemanden ablehnst, lehnst du etwas in dir selber ab.

Wenn du dich ärgerst, ärgerst du niemanden außer dich selber.

Wenn du jemanden ausgrenzt, schneidest du deine eigenen Verbindungen ab.

Wenn du den Kontakt verweigerst, isolierst du dich selbst.

Wenn du jemanden scharf kritisierst, greifst du dich selber an.

Was du nicht willst, dass man man dir tu, das füge keinem anderen zu

Sicher haben die meisten von euch bereits die Erfahrung gemacht, dass die Aufregung über das Verhalten anderer Menschen das eigene Wohlbefinden mehr in Mitleidenschaft zieht als die Laune der Betreffenden. Es ist kaum möglich, andere Menschen zu ändern oder zu „verbessern“, sondern jeder Schlag (egal ob verbal oder handgreiflich) ins Gesicht eines anderen landet auf der eigenen Nase. Starke Emotionen sind zutiefst menschlich. Jeder hat sie und jeder kennt sie. Wir fühlen uns getrennt von unseren Mitmenschen und neigen dazu, anderen die Schuld zu geben, wenn wir die Balance verlieren. Alle Menschen, die uns umgeben, sind ein Teil von uns selber, denn sonst würden wir sie nicht wahrnehmen. Die Art, wie wir sie sehen und wie sie auf uns wirken, ist einzigartig. Natürlich gehören auch die Tiere und Pflanzen dazu. Wir sind nicht nur das, was wir essen, sondern auch das, womit wir uns beschäftigen.

Warum Grenzen dennoch wichtig sind

Obwohl wir alle eine derartige Sehnsucht nach Verschmelzung haben, dass wir unsere eigenen Vorstellungen auf andere projizieren, sind wir auf diesem Planeten dem Gesetz der „Dualität“ unterworfen. Das bedeutet, dass es immer zwei Seiten gibt von einer Medaille. Es gibt das Innen und im Gegensatz dazu das Außen. Wir können gegensätzliche Aspekte nicht vereint wahrnehmen, sondern nur in Form von zwei verschiedenen Polen. Menschen, die dazu neigen, sich selber aufzugeben und sich in Beziehungen zu stark anpassen, werden nicht nur abhängig, sondern auch zur Belastung für ihre Mitmenschen. Sie verlieren schneller die Nerven, wenn die Bezugspersonen nicht zur Stelle sind oder nicht jedes Bedürfnis erfüllen können. Es ist nicht der Sinn unseres Lebens, die Dualität zu überwinden, solange wir in dieser Daseinsform inkarniert sind. Nur Menschen, die ihre Eigenverantwortung übernehmen, ihre Schöpferkraft erkennen und im Reinen sind mit sich selbst, werden zu Inseln des Friedens im Zusammenleben mit anderen Menschen. Die ersehnten Einheitsgefühle stellen sich eher in der stillen Meditation ein, während Grenzüberschreitungen meistens als Verletzungen empfunden werden und zu heftigen Auseinandersetzungen führen. Wer etwas klaut oder sich in Nachbars Garten breit macht, wird schnell bemerken, dass dieser Weg nicht zum Ziel führt.

Liebesschlösser, Foto (C) Tim Reckmann / flickr CC BY 2.0
Liebesschlösser, Foto (C) Tim Reckmann / flickr CC BY 2.0

Einheitserfahrungen bei Nahtoderfahrungen

Viele Menschen, die beinahe gestorben wären, berichten, dass sie in einen glückseligen Zustand gerieten, in dem sie sich völlig aufgelöst und verbunden fühlten mit allem was ist. Die Vorstellung, dass der tote Körper von diversen Kleinlebewesen zerlegt wird wie ein morsches Stück Holz, fühlt sich nicht sehr gemütlich an. Einheitserfahrungen auf der nicht-materiellen Ebene haben sicher eine andere Dimension, aber der Prozess des Zerfallens und Aufgehens in einem größeren Ganzen ist ähnlich. Die vollkommene Auflösung als individuelles, geistiges Wesen soll nicht sofort nach dem Tod erfolgen, sondern erst, nachdem der gesamte Inkarnationszyklus abgeschlossen ist. Bis dahin bleibt eine gewisse Identität erhalten, die von anderen Identitäten erkannt werden kann. Auf der letzten Inkarnationsstufe hat der Mensch sein Schöpferbewusstsein voll entwickelt. Er ist vollständig im Reinen mit sich selbst, von Liebe durchflutet, und gibt niemandem mehr die Schuld. Es kommt zu keiner Resonanz mehr, wenn andere Menschen irgendwas tun, was unangemessen oder verletzend sein könnte.

(Unbeauftragte Werbung für Feng-Shui und eine gesunde Abgrenzung.)

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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