Auszugsritual für den Umzug: Wenn Loslassen schwer fällt

Ein Umzug an einen neuen Ort stellt für viele Menschen nicht nur physisch, sondern auch mental eine große Herausforderung dar. Rituale können dabei helfen, Altes leichter loszulassen und neue Chancen besser wahrzunehmen.

Altes Ritual: Japanische Sumo-Ringer streuen Salz in den Ring, um ihn vor dem nächsten Wettkampf von "bösen Geistern" zu reinigen
Altes Ritual: Japanische Sumo-Ringer streuen Salz in den Ring, um ihn vor dem nächsten Wettkampf von "bösen Geistern" zu reinigen (Foto: unclekage)

Bei allem Stress, der in vielen Fällen mit einem Umzug verbunden ist, bietet ein Wohnungswechsel dennoch die einzigartige Gelegenheit, sich selbst während einer großen Veränderung wahrzunehmen und auf neue Weise kennenzulernen. Nutzen Sie diese Chance! Spüren Sie in sich hinein und hören Sie Ihren Wünschen, Hoffnungen und Visionen, aber auch Ihren Ängsten genau zu. Wer in einer „Wandlungsphase“ wie dieser die richtigen Weichenstellungen vornimmt, kann zukünftig viel positive Energie daraus ziehen.

Ein Ritual kann uns dabei helfen, den Übergang von Körper, Geist und Seele vom Alten ins Neue zu erleichtern. Veränderungen machen manchmal Angst, können aber auch Grund zur Freude und zum Feiern sein. Bewusst Abschied nehmen von alten Räumlichkeiten und über die Jahre angehäuftem Ballast, hilft uns beim Ankommen am neuen Ort. Das folgende Auszugsritual stammt von Maria Ruhl, eine der Top-Expertinnen in Sachen Feng Shui und I Ging:

„Loslassen“ ist das Leitthema eines Auszugsrituals

Die Samen einer Pusteblume lassen los, um an einem anderen Ort etwas Neues anzufangen
Die Samen einer Pusteblume lassen los, um an einem anderen Ort neu anzufangen (Foto: HermiG)

Das Leitthema eines Auszugsrituals ist das Loslassen: „Was mir nicht dient, bleibt da. Ich nehme nur mit, was zu mir gehört“. Sie können dabei gerne die ungenutzten Möglichkeiten würdigen, geben Sie jedoch keine Energie ins Alte.

Gehen Sie nun wie folgt vor: Streuen Sie alle Räume mit Salz aus. Lassen Sie das Salz über Nacht liegen und kehren Sie es am nächsten Morgen in Türrichtung hinaus. Wenn Sie dies getan haben, nehmen Sie eine letzte warme Mahlzeit in der alten Wohnung zu sich. Kochen Sie eine Handvoll Reis. Die eine Hälfte davon essen Sie und die andere schmeißen Sie auf den Kompost mit den Gedanken: „Ich bin frei. Danke.“

Materialbedarf zur Durchführung des Rituals

Für das Auszugsritual benötigen Sie nicht viel: Eine Packung Salz, einen Besen und eine Kehrschaufel (ein Staubsauger tut es auch). Für die Zubereitung des Essens verwenden Sie einen Herd, einen Topf mit Reis, eine Essschale und Löffel.

Entrümpeln: Mental und physisch

Ein Auszugsritual setzt Bewusstseinsprozesse auf mentaler Ebene in Gang. Unterstützend wirkt dabei eine beherzte Entrümplungsaktion in der „realen Welt“. Doch schmeißen Sie Dinge nicht einfach unbedacht weg: Die Drei-Kisten-Methode hat sich hier als starke mentale Hilfe bewährt. „Entrümpeln“ heißt nicht immer gleich „Wegschmeißen“, sondern kann ebenso „Weiterverschenken“ bedeuten. Behinderteneinrichtungen, Alten- oder Kinderheime freuen sich meist über jede noch so kleine „Spende“. Wenn es am Ende doch der Sperrmüll wird, denken Sie bitte an unsere Umwelt: Sprechen Sie Nachbarn, Freunde und Bekannte an, ob sie auch Dinge zu entsorgen haben und stellen Sie eine Fuhre zusammen, bei der sich das Mieten eines Transporters auch wirklich lohnt.

Warum „Loslassen“ so wichtig ist…

Quellenangabe:

www.maria-ruhl.de – Warum ein Reinigungsritual?
www.fengshui-verband.eu – Feng Shui bei Renovierung & Umzug

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Astrid Albrecht-Sierleja
Über Astrid Albrecht-Sierleja 158 Artikel
Astrid Albrecht-Sierleja verfügt als langjährige Malerin und Lackiererin über ausgesprochen praxisorientiertes Wissen und kennt als Produkt-Designerin die Vielfalt gestalterischer Möglichkeiten im Wohn- und Arbeitsbereich. Astrid erreicht ihr unter a.albrecht@everyday-feng-shui.de

1 Kommentar

  1. Danke für Ihre wertvollen Tipps zum Thema „Loslassen“. Ich muss wegen Renovierung aus einer Wohnung ausziehen, in der ich seit 27 Jahren lebe. Noch nie war ich so lange an einem Ort. Und die Trennung fällt mir äusserst schwer. Vor Allem, weil ich den Kontakt zu meiner Familie abbrechen musste. Ich habe das Verhalten dieser Menschen nicht mehr verkraften können und ich möchte mich nicht mehr zum Verzeihen zwingen. Da bindet man sich halt um so inniger an einen Ort. Vielleicht werde ich die Trennung mit Ihren Anregungen ein bisschen besser verkraften können.

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