„Deutschlands häufigstes Wohnzimmer“: So wohnt der Durchschnittsdeutsche

Couchgarnitur, Auslegware, Schrankwand und Deckenfluter – so wohnt die Durchschnittsfamilie in ihrem ~20 Quadratmeter großen Wohnzimmer. Die Hamburger Werbeagentur „Jung von Matt“ hat sich die Mühe gemacht, solch ein „Durchschnittswohnzimmer“ streng statistisch einzurichten und will so den Wohnträumen der Deutschen besser auf die Spur kommen.

„Deutschlands häufigstes Wohnzimmer“ ist das Ergebnis einer Analyse zahlreicher Studien zu den Wohnbedürfnissen der Deutschen. Jetzt einen Rundgang durch das Durchschnittswohnzimmer starten:

So richtet eine deutsche Durchschnittsfamilie ihr Wohnzimmer ein
So richtet eine deutsche Durchschnittsfamilie ihr Wohnzimmer ein (Bildquelle: www.jvm-wozi.de)

 

Die Farbgestaltung

Eine von TNS Emnid für interlübke durchgeführte Studie „Deutschland privat – So wohnen und leben die Deutschen“ zeigt: Unabhängig vom Einkommen ist das Wohnzimmer der bevorzugte Raum in der Wohnung, auf dessen Einrichtung und Gestaltung am meisten Wert gelegt wird. Im Detail gibt es jedoch Unterschiede zwischen den Einkommensgruppen. Mit steigendem Einkommen erscheint das Gesamtbild des Wohnzimmers harmonischer:

Bevorzugt wird eine natürliche Farbgestaltung mit sanften Tönen (43% im Vergleich zu 27% bei Geringverdienern), Kontraste werden dabei eher vermieden. Haushalte mit geringem Einkommen bevorzugen weiße und helle Räume (33%), nur rund ein Fünftel mag es kontrastreich oder farbenfroh.

Die Einrichtung

Egal welcher Einkommensgruppe jemand angehört, im Lieblingsraum der Deutschen ist ein Sofa oder eine Sitzgarnitur das absolute Muss: Bei den Wohlhabenderen mit 98% klar die Nummer eins und ebenfalls bei den Geringverdienern mit 84% an erster Stelle.

Wohnzimmer mit offenen Regalen: Häufiger anzutreffen bei Haushalten mit höherem Einkommen
Wohnzimmer mit offenen Regalen: Häufiger anzutreffen bei Haushalten mit höherem Einkommen (Foto: Matthew Hutchinson)

Nachvollziehbar ist zudem, dass Haushalte mit einem höheren Einkommen über mehr Unterhaltungselektronik verfügen. Fernseher (90%) und eine Musikanlage (77%) tragen hier zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Bei den Geringverdienern verfügen nur 78 Prozent über einen Fernseher und 58 Prozent über eine Musikanlage. Bei 33 Prozent aller Haushalte mit geringerem Einkommen gehört zudem ein Computer unbedingt ins Wohnzimmer. Bei den Besserverdienenden ist dieser Anteil deutlich geringer, da hier meist ein Extra-Raum oder Arbeitszimmer für PC und Co. genutzt wird.

Außerdem: Die Mehrheit der Befragten mit einem hohen Einkommen zeigt gern, was sie besitzt – am liebsten in offenen Regalen (55%). Erst an zweiter Stelle folgt die Schrankwand (48%). Letzterer Einrichtungsgegenstand ist jedoch in 61 Prozent der Haushalte mit geringem Einkommen die beliebteste Stauraumlösung, erst an zweiter Stelle folgen mit 42 Prozent Regale.

Statistisch am häufigsten anzutreffen: Sitzmöbel

Auch wenn viele zuerst an die Schrankwand denken, sind es statistisch gesehen die Sitzmöbel, die das deutsche Durchschnittswohnzimmer aller Einkommensgruppen dominieren. Grund dafür ist ihre flexible Einsatzmöglichkeit: Sitzmöbel bieten Komfort, lassen uns verweilen, ausruhen oder darin schlafen, bieten Stauraum oder dienen sogar als Leiter-Ersatz. Die Vielfalt an entsprechenden Sitzgelegenheiten ist also groß. Die folgenden fünf sind die beliebtesten:

1. Sofa & Couchgarnitur

Das Sofa ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle nach einem anstrengenden Arbeitstag
Das Sofa ist für viele Menschen die erste Anlaufstelle nach einem anstrengenden Arbeitstag
(Foto: Thomas Kohler)

Wie bereits erwähnt, gehören Sofas & Couchgarnituren zu den wichtigsten Möbeln in deutschen Wohnzimmern: Sie zeichnen sich meist durch eine Länge von zwischen zwei und vier Metern aus, können aber auch kleiner oder größer sein. Die Auswahl an Sofas ist inzwischen schier unendlich: Es gibt ausklappbare Schlafsofas, gemütliche Zwei- oder Dreisitzer oder sogar riesige Sofalandschaften, auf denen gleich mehrere Personen bequem Platz finden. Sehr beliebt sind derzeit vor allem Sofas mit Bezügen aus Leder, doch ebenso Stoffsofas, die es in den verschiedensten Farben gibt, bieten viele Vorteile. Die Preisspanne eines hochwertigen Sofas rangiert je nach Größe und Material zwischen 800 und 1.500 Euro – nach oben hin gibt es allgemein jedoch keine Grenzen.

2. Sessel & Lehnstuhl

Designer-Sessel: Es muss ja nicht immer IKEA sein
Designer-Sessel: Es muss ja nicht immer IKEA sein (Foto: Strange Thing, Design by Philippe Starck)

An zweiter Stelle erfreuen sich Sessel und Lehnstühle besonderer Beliebtheit: Einerseits werden sie gerne als Ergänzung zu einer Polstergarnitur genutzt, andererseits macht er sich aber auch an vielen Orten in einer Wohnung oder einem Haus auch als einzelnes Möbelstück sehr gut. Diese Flexibilität macht Sessel generell sehr beliebt. Ein hochwertiger Sessel wirkt in einer Leseecke oder im Wintergarten sehr einladend.

Genau wie Sofas sind Sessel in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich: Vom Ohrensessel, der ein seitliches Anlehnen mit dem Kopf ermöglicht bis hin zu Komfort-Modellen mit Massagefunktion gibt es kaum Grenzen. Gute Sessel bekommt man im Durchschnitt zwischen 300 und 600 Euro – auch hier variiert der Preis je nach Modell.

3. Esstischstuhl

Viele Deutsche haben einen Esstisch im Wohnzimmer. Je nach Größe des Tisches werden hier zwischen vier und acht Esstischstühle benötigt. Allein diese Tatsache lässt „Esstischstühle“ auf Platz drei der beliebtesten Sitzmöbel in deutschen Wohnzimmern aufrücken. Die Variationsbreite dieser Sitzgelegenheiten ist wie auch schon bei Sofas und Sesseln groß: Es gibt ganz einfache Kunststoffstühle, aber auch Modelle aus Holz und dann wiederum einige mit extra Stoffbezügen, Polsterungen oder auch Kissenbezügen. Besonders angesagt sind derzeit weiße Stühle aus Holz. An zweiter Stelle folgen dunkel lackierte Modelle mit braunen Lederbezügen. Hochwertige Esstischstühle kosten pro Stück ab etwa 150 Euro, nach oben hin ist die Preisspanne auch hier relativ offen, da für Designermodelle beispielsweise locker vierstellige Summen und mehr ausgegeben werden können.

4. Sitzsack

Im Trend, weil äußerst flexibel einsetzbar: Der Sitzsack
Im Trend, weil äußerst flexibel einsetzbar: Der Sitzsack (Foto: fotologic)

Dass es dieses Sitzmöbel in die Top 5 geschafft hat, ist nicht wirklich überraschend. In den letzten Jahren sind Sitzsäcke ein echter Trend geworden. Ihre Verwendung ist so einfach wie genial: Große Stoffsäcke werden mit leichten Styroporkugeln gefüllt. In der Regel ist der Sack etwa 1,5 bis 2 Meter groß und bietet ein Höchstmaß an Komfort – man lässt sich einfach darin fallen und entspannt sich. Ein riesiger Sack wiegt so meist nur wenige Kilo und kann im Haus bzw. der Wohnung bequem von einem Ort zum anderen getragen werden. Manche Modelle besitzen abnehmbare Stoffbezüge, die gereinigt oder wenn man der Farbe überdrüssig ist, einfach ausgetauscht werden können. Sitzsäcke gibt es ab etwa 40 Euro im Handel, abhängig von der Größe und der Qualität des Materials. Der Sitzsack ist auch unser heutiger Top-Einrichtungstipp. Ein wenig Farbe würde vielen deutschen Wohnzimmern durchaus gut tun: Mal ehrlich, wer hätte nicht gerne solch einen Sitzsack im Zimmer?

5. Schaukelstuhl

Der klassische Schaukelstuhl ist wohl etwas, das nie ganz aus der Mode kommen wird. Er existiert schon seit Hunderten von Jahren und hat sich bis heute nur geringfügig verändert: Nach wie vor sind die meisten Modelle aus Holz hergestellt. Auf den ersten Blick wirkt der Schaukelstuhl wie ein ganz normaler Stuhl, allerdings besitzt er unter seinen vier Füßen jeweils zwei halbmondförmige Holzscheite, auf denen es sich bequem schaukeln lässt. Dies wirkt auf viele Menschen beruhigend, weswegen Schaukelstühle gerne für Wohnzimmer, aber auch in Wintergärten oder zum Entspannen vor dem Kamin genutzt werden. Hochwertige Stühle sind ab etwa 100 Euro erhältlich.

Fazit:

Wir hoffen, dass wir euch mit unserem Beitrag über „Deutschlands häufigstes Wohnzimmer“ die Wohnbedürfnisse der Deutschen etwas näher bringen konnten. Nicht nur für Werbeagenturen, sondern auch für Feng Shui Berater bietet solch ein Durchschnittswohnzimmer eine gute Gelegenheit, an der eigenen Marketing-Strategie zu feilen. Sitzmöbel sind zudem das A und O in deutschen Wohnzimmern. Gutes Feng Shui sollte diesem Wohlfühlbedürfnis der Deutschen unbedingt Rechnung tragen.

www.everyday-feng-shui.de

 

Quellenangaben:

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Long Wang
Über Long Wang 311 Artikel
Meister Long Wang ist seit 2007 Teil des Everyday Feng Shui Redaktionsteams und bereichert seither als Experte für Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) mit seiner fernöstlichen Perspektive auf die Welt unsere Plattform. Zu erreichen ist er unter l.wang@everyday-feng-shui.de

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