Die heilsame Seele der Pflanzen

Man redet von Naturwesen, Pflanzendevas, Baumgeistern, Faunen, Elfen, Nymphen oder Elementarwesen. Pflanzen sind zweifellos lebendig, aber besitzen sie auch eine Seele?

Blühender Oleander, Foto (C) Irmgard Brottrager
Blühender Oleander, Foto (C) Irmgard Brottrager

 

Warum uns die Natur so gut tut

Alles Leben auf der Erde geht von den Pflanzen aus. Die Pflanzenwelt sorgt für eine grundlegende Ordnung auf unserem Planeten. Sie ordnet nicht nur das, was man „Natur“ nennt, sondern kann ihre Ordnungsprinzipien auch auf Menschen und Tiere übertragen. Dieser ausgleichende Einfluss kann Regeneration und Heilung bewirken. Pflanzen wirken erholsam, auch wenn wir sie nicht essen und nicht einmal berühren. Sie bauen uns auf und erinnern uns an unseren Ursprung. Die heilsamsten Pflanzen sind jene, die von selber aufgehen oder uns von Natur aus umgeben.

 

Pflanzengeister im Schamanismus

Schamanen gehen davon aus, dass Pflanzen nicht nur auf der materiellen Ebene existieren, sondern auch eine geistige Dimension besitzen. Man betrachtet Pflanzen quasi als Halbgötter mit eigener Persönlichkeit und individuellen Wesenszügen. Schließlich gleicht keine Pflanze der anderen. Daher ist es möglich, geistigen Kontakt mit Pflanzen aufzunehmen und sich inspirieren zu lassen. Viele Pflanzenliebhaber sprechen mit ihren Pflanzen und sind davon überzeugt, dass sie Gehör finden. Dass Pflanzen auf Töne reagieren, gilt als erwiesen.

 

Pflanzen sind ein Teil der Erdseele

Wenn Geomanten vom „Gaia“, dem Geist der Erde, sprechen, meinen sie auch die Pflanzenwelt. Den die Pflanzen sind ein wesentlicher Teil der irdischen Sphäre. Alle Pflanzen können wachsen und sind daher belebt – im Gegensatz zu Mineralien. Pflanzen sind dazu da, um die Erde zu ernähren. Sie leben in enger Symbiose mit Kleinlebewesen und ernähren alle größeren Lebewesen. Die Überproduktion der Pflanzen muss irgendwie entsorgt werden und diese Rolle wird von den sogenannten Schädlingen übernommen.

 

Die Auswirkungen einer Seele sind immer sichtbar

Elementarwesen sind grundsätzlich nicht sichtbar, schrieb der Gründer der Anthroposophie, Rudolf Steiner, in seinem Werk „Theosophie“. Was feinsinnige Menschen wahrnehmen, ist daher immer eine Interpretation einer Realität, die von Natur aus immateriell ist. Es ist wie bei allen Wesenheiten auf der Erde: Ihr Geist ist zwar nicht sichtbar, aber die Auswirkungen des Geistes sind sehr deutlich wahrnehmbar – wenn man davon ausgeht, dass alles von einem Geist durchdrungen ist. Jede Energie äußerst sich irgendwie und hinterlässt meist auch materielle Spuren.

 

Pflanzen sind nicht beseelt, sondern umseelt

Die Seele der Pflanze dringt nicht in die Pflanze ein, sondern ist nur wie ein Hauch, glaubt Wolf-Dieter Storl. Die Pflanzenseelen geistern sozusagen um die Pflanzen herum. Das Pflanzenleben ist weitgehend von der Sonne abhängig. Der „Kopf“ steckt in der Erde und die Geschlechtsorgane sind oben. Die feinstoffliche Wesen der Pflanze kommt am meisten in der Blüte zum Ausdruck.

 

Was geschieht, wenn Pflanzen sterben?

Es gibt oft keinen eindeutigen Tod, weil Teile der Pflanzen weiterleben in Form von Samen, Ablegern, Stecklingen, oder Wurzelsprösslingen. Das Lebenszentrum einer Pflanze ist meistens nicht genau lokalisiert, sondern teilbar. Man kann sie oberirdisch und unterirdisch zurückschneiden, ohne das Weiterleben zu gefährden. Die Energie der Pflanzen lässt sich in getrockneten Blättern, Blüten, Wurzeln und Samen konservieren. Solange die Art erhalten bleibt, ist der Geist einer Pflanze nicht gefährdet.

 

Pflanzengeister lieben Aufmerksamkeit

Wir können davon ausgehen, dass Pflanzen „wissen“, dass sie als Nahrungsmittel bestimmt sind. Allerdings gibt es viele Anzeichen, dass sie nicht jederzeit gegessen werden möchten, sondern sich gegen Fressfeinde wehren. Es hängt vermutlich vom Zeitpunkt ab, ob eine Pflanze bereit ist, etwas herzugeben oder ob sie sich gerade in einer Aufbauphase befindet. Ein klares Signal dafür, dass sie bereit ist, ist das Fallenlassen ihrer Früchte. Bevor man eine Pflanze beerntet oder sie sogar ausreißt, sollte man sich vergewissern, ob sie damit einverstanden ist. Pflanzen haben viele Möglichkeiten, ihren Unwillen zu zeigen. Sie können nicht nur stechen, sondern auch schneiden, brennen, ätzende Säfte und klebrige Sekrete absondern, Bitterstoffe und Gifte einsetzen.

 

Heilwirkungen

Die meisten Wildpflanzen sind zugleich Heilpflanzen und wir wissen aus der Alternativ-Medizin, dass die Essenz von einer Pflanze genügt, um Heilungseffekte zu bewirken. Pflanzen sind sehr feinfühlige Wesen und möchten sorgfältig behandelt werden. Man benötigt nur kleine Bestandteile, wenn man ihre Essenz nutzen möchte. Jede Pflanze hat eine Vielzahl von Wesenszügen, die oft erstaunlich unterschiedlich sind. Man denke nur an Rosen- und Kaktusblüten, die so ganz anders aussehen als die Dornen und Stacheln. Die Seele der Pflanze zeigt nicht nur in allen ihren Bestandteilen, sondern auch in ihren Düften und Botenstoffen.

 

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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