Die Lebensphilosophie der Essener

Was viele nicht wissen: Das ursprüngliche Evangelium der Christen ist das Essener-Evangelium. Die Essener waren keine Sekte, sondern die allerersten Christen. Wer bisher mit Bibeltexten wenig anfangen konnte, fühlt sich vielleicht durch die Essener-Schriften angesprochen.

Foto Larry Koester / flickr CC BY 2.0
Foto Larry Koester / flickr CC BY 2.0

In Qumran, einer ehemaligen Siedlung im Westjordanland zur Zeit Jesu, wurden in einer Höhle alte Bibelhandschriften gefunden, die als die Urschriften von späteren Bibel-Texten gelten. Obwohl teilweise nur noch Fragmente übrig waren, konnte nachgewiesen werden, dass die neueren Texte abgeschrieben worden waren. Das Neue Testament stammt nicht von vier Evangelisten, sondern aus einer einzigen Quelle. Es wurde außerdem erst Jahrzehnte später verfasst.  

Beim Abschreiben wurden wesentliche Passagen verdreht

Auf den ersten Blick sah es so aus, als wären die Abschriften wortgetreu erfolgt. Derart groß ist die Ähnlichkeit. Reale und symbolische Aussagen wurden jedoch systematisch vertauscht, erklärt Buchautorin Johanne Joan in einem Youtube-Interview mit Jo Conrad. Im Essener-Evangelium ist ein Lebensmodell beschrieben, das im Neuen Testament nicht mehr vorkommt oder verfälscht ist. Dieses Lebensmodell kann uns heute noch inspirieren, denn es steht im Einklang mit der Natur. Die Römer fühlten sich in ihren wirtschaftlichen Bestrebungen bedroht und wollten daher verhindern, dass sich der neue Lebensstil durchsetzt.

Die Brüderschaft der Essener hatte keine Geldwährung

Es gab auch keine Sklaven, die als Arbeitskräfte zur Verfügung standen. Jesus – auch Essener-Täufer genannt – hatte praktisch eine neue Weltordnung vorgestellt und die Anhängerzahlen explodierten. Die Römer schritten daher ein und sorgen für die Zerstreuung der wachsenden Glaubensgemeinschaft. Sie befürchteten, dass Jesus zu viel Macht gewinnt und sie womöglich ihre Regierungspositionen verlieren. Jesus ließ an den Herrscher ausrichten, dass er sich nur als Gottes Bote versteht und den Thron des Herrschers nicht begehrt.

Die Essener aßen keine Tierprodukte, sondern waren vegan

Dass es auch ohne Fleisch und Milchprodukte geht, ist derart in Vergessenheit geraten, dass wir diesen Ernährungsstil heute neu erforschen und erlernen müssen. Jesus sagte, dass die Tiere unsere Brüder sind und dass wir sie schützen sollen. Wenn wir Tiere essen, nehmen wir den Tod in uns auf. Und auch in gekochten Lebensmitteln ist kein Leben mehr. Außerdem hat Jesus Fastenphasen angeordnet, um nicht nur den Körper zu reinigen, sondern auch den Geist. Ohne Fasten sei keine Entwicklung zu einem „Supermenschen“ mit höherem Bewusstsein möglich. Wenn es im Winter nichts Frisches gibt, soll man Trockenfrüchte essen.

Aus den ursprünglichen Jesus-Lehren wurde eine institutionalisierte Kirche

Heute ist von der eigentlichen Lehre nicht mehr viel übrig. Die Kirche ist eng mit den staatlichen Regierungen verknüpft und wird mit Steuergeldern finanziert. Obwohl die Zahl der Gläubigen ständig abnimmt, behält der Vatikan seine Macht und bestimmt die Regeln, nach denen Christen zu leben haben. Dass Jesus für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist, ist nach Meinung von Johanne Joan eine reine Legende, um die Gläubigen einzuschüchtern. Sie geht davon aus, dass das Essener Evangelium authentisch ist. Laut den Essener Schriften hat Jesus die Eigenverantwortung gelehrt und nicht die Abhängigkeit von der Gnade eines göttlichen Richters. Eine Kreuzigung, um andere Menschen von ihren Sünden zu erlösen, ergibt hier keinen Sinn. Die Kirche nimmt den Gläubigen jede Verantwortung ab und schränkt ihre Entfaltungsfreiheiten drastisch ein.

Ein Teil der Essener-Schriften wurde nicht in die Bibel übernommen

Die Apokryphen sind religiöse Schriften aus dem Essener-Fundus und späteren Aufzeichnungen, die nur zum Teil oder gar nicht in die diversen Bibel-Fassungen übertragen wurden. Die Bibelwerke unterscheiden sich je nach Konfession (Lutherbibel, Protestantische Kirche, Orthodoxe Kirche, Katholische Kirche, Judenchristen). Dadurch ist ein ziemliches Chaos entstanden, über das rege diskutiert werden kann, wobei die Kernaussagen von Jesus zunehmend untergingen. Die Bibelschriften klingen heute so verwirrend, dass sie von gewöhnlichen Leuten nicht verstanden werden können. Viele, die nicht bereit sind, ihren Glauben fremdbestimmen zu lassen, wenden sich daher von den Kirchen ab. Sie suchen woanders nach Wegweisern, Lebensweisheiten und Konzepten, wie wir am besten miteinander leben und uns weiterentwickeln können.

(Unbeauftragte Werbung für vegane Ernährung und ein Leben im Einklang mit der Natur.)

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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