Die moderne Astrologie: Zwischen Wissenschaft & Zweifel

Immer mehr wissenschaftliche Studien zeigen: Erkenntnisse der Astrologie sind nicht nur durch Zufall zu erklären. Dennoch leidet der Berufsstand der Astrologen unter ähnlichen Akzeptanz-Problemen wie seriöse Feng Shui Beratungsanbieter. Wir zeigen, warum die aktuelle Entwicklung hoffnungsvoll stimmen sollte.

Astrologisches Gemälde in der buddhistischen Klosterfestung Punakha Dzong, Bhutan
Astrologisches Gemälde in der buddhistischen Klosterfestung Punakha Dzong im Himalaya-Königreich Bhutan (Foto: Gelay Jamtsho)

Demoskopische Langzeitstudien zeigen, dass die Offenheit vieler Menschen für Horoskope in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Einer repräsentativen Umfrage des Offenbacher Marplan-Instituts aus dem Jahr 2006 zu Folge glauben etwa 20 Prozent aller Deutschen an die Macht der Sterne. Dass die Astrologie derzeit Hochkonjunktur hat, schlägt sich auch in Astrologen-Zahlen nieder: Zwischen 6000 und 8000 „Sterndeuter“ gibt es laut offiziellen Schätzungen mittlerweile in Deutschland.

Für viele Feng Shui Berater ist chinesische Astrologie fester Bestandteil ihrer Beratungstätigkeit, auch wenn dies nicht immer offen kommuniziert wird. Grund dafür ist die noch immer in weiten Teilen der Bevölkerung recht geringe Akzeptanz einer astrologischen Beratung als seriöses Business. Da der Markt für astrologische Beratungsangebote deutlich größer ist als der für Feng Shui Beratung, tummeln sich hier entsprechend viele Scharlatane und so genannte Vulgär-Astrologen aus dem „Astrotainment“-Bereich. Deren einziges Ziel ist die Gewinnmaximierung z.B. durch überteuerte telefonische „Beratungsgespräche“ oder es werden einsame Menschen ausgenutzt, die niemanden haben, mit dem sie über ihre Sorgen und Nöte sprechen können.

Ein seriöser Beratungsanbieter aus dem Bereich Astrologie hat es deshalb besonders schwer, als fachlich kompetenter Dienstleister wahrgenommen zu werden. Die Akzeptanz seiner professionellen Tätigkeit in der Gesellschaft ist um ein Vielfaches geringer als die von Feng Shui Beratern. Mit der Erwähnung dieser Tatsache, wollen wir Feng Shui Beratern aber keinesfalls Trost spenden. Vielmehr möchten wir darauf aufmerksam machen, dass unsere Gesellschaft in Bezug auf die ganzheitlich-emotionale Betrachtung der Welt und hinsichtlich unseres menschlichen Daseins in den vergangenen Jahren einen rasanten Wandel erfahren hat, der Astrologen aller Couleur hoffnungsvoll stimmen sollte.

Verblüffende Ergebnisse einer aktuellen Großstudie

Society-Traumpaar der 60er Jahre: Brigitte Bardot und Gunter Sachs
Society-Traumpaar der 60er: Brigitte Bardot und Gunter Sachs (Foto: Corbis-Bettmann)

Wie ein aktueller Bericht bei Welt Online zeigt, beschäftigen sich immer mehr Wissenschaftler mit dem „Phänomen“ Astrologie in empirischen Studien und entdecken – man höre und staune – dass an den Erkenntnissen der Astrologie etwas dran ist. Eine der weltweit größten statistischen Untersuchungen zur Astrologie führte Ende der 90er-Jahre der auch als Gentleman-Playboy bekannt gewordene Gunter Sachs durch. Sein Institut zur empirischen und mathematischen Untersuchung des möglichen Wahrheitsgehaltes der Astrologie in Bezug auf das Verhalten von Menschen und deren Anlagen (IMWA) wertete mit einem Team von Mathematikern und Statistikern mehr als 20 Millionen Daten von Schweizern, Engländern, Deutschen und Franzosen aus.

Seine Untersuchungsergebnisse, die Verblüffendes zu Tage förderten, veröffentlichte er 1997 in dem Beststeller „Die Akte Astrologie“. In allen zehn analysierten Lebensbereichen, in denen er das Verhalten der Angehörigen aller zwölf Sternzeichen miteinander verglich, stellte seine Untersuchung signifikante Unterschiede zwischen den Sternzeichen fest:

„Wir wissen zum Beispiel, welche Krankheiten wen am meisten befallen“, sagt Gunter Sachs. „Wer zum Suizid neigt, wer welchen Beruf ergreift und was Studenten am häufigsten studieren. Wir wissen aber auch, wer wie Auto fährt, wer ein begeisterter, wer ein weniger begeisterter Fußballer ist und wir kennen die beiden Sternzeichen, die die besten Fußballer haben. (…) Wir fanden heraus, wer eher als Single lebt, wer sich am häufigsten scheiden lässt, wer am heiratsfreudigsten ist. Und wir ermittelten auch, welche Sternzeichen am besten zueinander passen. Wir konnten statistisch ermitteln: Wer heiratet gerne wen und wie lange dauern die Ehen. So besteht zwischen Zwillings-Frauen und Zwillings-Männern eine besondere Anziehungskraft.“ (Quelle: www.welt.de)

Sachs und sein Schweizer Institut mussten viel Kritik einstecken. Ein Gutachten zu Sachs Untersuchung von Experten des Statistischen Bundesamts betont jedoch, dass der Studie eine exakte Methodik zugrunde liege. Offenbar gibt es Eigenheiten, spezifische Merkmale bestimmter Tierkreiszeichen, die „nicht nur durch Zufall zu erklären sind“. Allerdings ist es bisher in keiner weiteren Studie gelungen, ähnlich eindeutige Ergebnisse zu Tage zu fördern.

Trotz aller Skepsis: Viele Fragen bleiben offen

Auch wenn die Zahl der Wissenschaftler wächst, die davon ausgehen, dass zwischen der Geburt und dem weiteren Verlauf des Lebens eines Menschen ein Zusammenhang besteht, bleibt die Skepsis gegenüber der Astrologie in Wissenschaftskreisen groß. Doch selbst bei aller Skepsis gegenüber bislang durchgeführten Studien zu diesem Thema bleiben viele Fragen offen. Dazu gehört beispielsweise die Ursache der statistisch auffällig häufigen Lernschwierigkeiten bei Schulkindern, die im Februar und März Geburtstag haben, also in den Sternzeichen Fische und Widder geboren sind. Dies haben Forscher der Universität des US-Bundesstaates Indiana nachgewiesen.

Unterschiedliche Perspektiven: Quantum Man
Neue Perspektiven: Quantum Man (Foto: Colby Stuart)

Ungeklärt ist auch die Frage, ob vielleicht gar physiologische Einflüsse wie etwa magnetische Signale der kosmischen Konstellationen als Ursache in Frage kommen. Oder ob die Lichtverhältnisse und das jahreszeitlich unterschiedliche Ernährungsverhalten der Mutter während der Schwangerschaft eine Rolle spielen. Doch selbst ohne ein unmittelbares Ursache-Wirkungs-Prinzip zu Grunde zu legen: Die Quantenphysik hat gezeigt, dass sich keinesfalls alle Vorgänge in der Natur mathematisch exakt berechnen und vorhersagen lassen. Ereignisse, die synchron ablaufen, stehen auf nahezu geheimnisvolle Weise in Verbindung, obwohl sie nach den Gesetzen der klassischen Physik in keinem Zusammenhang stehen dürften.

Vom Physiker Carl-Friedrich von Weizsäcker stammt die Aussage, dass die Naturwissenschaft noch nicht weit genug entwickelt ist, um behaupten zu können, dass an der Astrologie nichts dran sein kann. Mit diesen Worten wollen wir diesen Beitrag beschließen und euch als Anregung mit auf den Weg geben: Haltet eure Augen, Ohren und sämtliche Sinne offen. Es gibt viel zwischen Himmel und Erde, das wir noch nicht wissen. Eine rein wissenschaftliche Sicht auf die Vorgänge in der Natur und in unserer Umwelt wird unserem Dasein auf diesem Planeten in keiner Weise gerecht. Die Astrologie als Erfahrungswissenschaft hat nach jetzigem Erkenntnisstand mehr denn je ihre Daseinsberechtigung.

www.everyday-feng-shui.de

Gibt es eigentlich Beweise, dass Astrologie funktioniert?

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