Über die Unterschiede chinesischer & westlicher Astrologie

Das Wort Astrologie stammt aus dem Griechischen und bezeichnet „die Lehre von den Sternen“. In der Astrologie wird versucht, auf Grundlage des Geburtsdatums einer Person Ereignisse, Schicksal und Persönlichkeitsmerkmale zu deuten und möglichst genau vorherzusehen. Allerdings gibt es unterschiedliche Formen der Astrologie. Ein kurzer Überblick.

Der buddhistische Tierkreis: Grundlage für die chinesische Astrologie
Der buddhistische Tierkreis: Grundlage für die chinesische Astrologie (Foto: Gelay Jamtsho)

Im Allgemeinen wird zwischen westlicher Astrologie (wie wir sie hier in Europa kennen) und chinesischer Astrologie unterschieden. Beide Formen der Astrologie haben nur wenige Gemeinsamkeiten. Dazu gehört, dass beide 12 Sternzeichen verwenden, wobei die Sternzeichen völlig unterschiedlich sind. Außerdem dient bei beiden Formen das Geburtsdatum einer Person als Grundlage zur Deutung.

Anders als die chienesische hat die westliche Astrologie ihre Ursprünge in Babylonien, Assyrien und Ägypten. Dort wurde ursprünglich angenommen, dass die Gestirne am Himmel die göttlichen Gestalten der Herrscher darstellen. Allerdings änderte sich das im 1. Jahrhundert und es etablierte sich der Glaube des Horoskopes, wie er heute noch besteht. Die Sternzeichen bzw. Tierkreise der westlichen Astrologie sind Wassermann, Fische, Krebs, Skorpion, Stier, Löwe, Widder, Steinbock, Schütze, Jungfrau, Zwilling und Waage. Um festzustellen, welches Sternzeichen ein Mensch ist, spielt nur das Geburtsdatum eine Rolle. Wenn jemand das Sternzeichen Wassermann ist, so bedeutet das eigentlich, dass zum Zeitpunkt seiner Geburt, die Sonne in diesem Ort im Tierkreis stand. Ein Sternzeichen herrscht also immer ein Monat.

Die Komplexität westlicher Astrologie

Die westliche Astrologie beschreibt verschiedene Charaktereigenschaften der Sternzeichen mittels verschiedener Sternkonstellationen. Die Planeten und Kleinplaneten, die hierfür notwendig sind, scheinen teilweise willkürlich gewählt worden zu sein. Neben der Analyse der Charaktereigenschaften steht in der westlichen Astrologie die Zukunftsdeutung im Vordergrund. Dabei werden Aussagen über die zukünftige Gesundheit, charakterliche Veränderungen und sogar den beruflichen Werdegang getroffen.

In der chinesischen Astrologie, die u.a. auf taoistischen Lehren beruht, spielen außer der Sonne und der Erde selbst weitere Himmelskörper keine große Rolle. Sie wird auch als vier-Säulen-Astrologie bezeichnet und wurde erst im 20. Jahrhundert in Europa populär. Wichtiger als die Himmelskörper sind viel mehr die klimatischen und zeitlich-qualitativen Bedingungen, bei denen eine Person geboren ist. Als Grundlage hierfür steht ein Mondkalender. Das führt dazu, dass die chinesische Astrologie im westlichen Sinne gar keine Astrologie ist. Die Tierkreise der chinesischen Astrologie lauten Hund, Schwein, Ratte, Hahn, Affe, Ziege, Pferd, Büffel, Tiger, Hase, Drache und Schlange. Während bei der westlichen Astrologie nur das Geburtsdatum eine Rolle spielt, ist es bei der chinesischen außerdem sehr wichtig, zu welcher Stunde der Menschen geboren wurde. Anders als bei der westlichen Astrologie herrscht ein Sternzeichen immer ein ganzes Jahr vor.

Ein weiterer wichtiger Unterschied zur westlichen Astrologie besteht darin, dass bei der chinesischen Astrologie nicht versprochen wird, zukünftige Gegebenheiten eines Tierkreises vorhersehen zu können. Es ist eher so, dass die Gegenwärtige Beschaffenheit der Person im Mittelpunkt steht. Gleich ist jedoch, dass beide Astrologien Auskunft über die Veranlagung eines Sternzeichens geben.

Wer von euch kennt sich auch noch mit Astrologie aus und kann diese Gegenüberstellung durch eigenes Wissen ergänzen?

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