Elektrosmog: Wie gefährlich sind Satellitenschüsseln?

Parabolantennen an Fassaden und Balkonen: Welche Gefahren gehen von Satellitenschüsseln für die Gesundheit aus? Wie hoch ist die Elektrosmog-Belastung? Einblicke in die Funktionsweise von Satellitenanlagen.

Parabolantennen an einer Häuserfassade
Parabolantennen an einer Häuserfassade (Foto: Werner Anderson)

An vielen Mietshäusern in Deutschland ist das Anbringen von Parabolantennen (sogenannte „Satellitenschüsseln“) verboten. Begründet wird dieses Verbot von Vermieterseite meist mit der „ästhetischen Beeinträchtigung des Hauses„, die zum Beispiel gegeben ist, wenn die Hausfassade durch zahlreiche graue Sat-Schüsseln und entsprechende Bohrlöcher verschandelt wird. Manche Mieter umgehen allerdings das Verbot und betreiben ihre Parabolantenne auf dem Balkon oder sogar innerhalb der eigenen vier Wände.

In Anbetracht dieser Vorgehensweise auf der einen Seite und der „Schüsseldichte“ an manchen Häuserfassaden in deutschen Großstädten auf der anderen, stellt sich uns die Frage, ob es im Hinblick auf die zunehmende Umweltbelastung durch Elektrosmog vielleicht noch andere Argumente dafür gibt, Parabolantennen in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern gänzlich zu verbieten. Mit anderen Worten: Welche gesundheitlichen Gefahren gehen von Satellitenanlagen aus und emittieren Sat-Schüsseln elektromagnetische Strahlung?

Gefährlich? – Wasser kochen mit einer Sat-Schüssel

Zunächst einmal können wir euch an dieser Stelle beruhigen: Anders als beispielsweise Fernsehsendeanlagen, Mobilfunkmasten oder auch die DECT-Telefonanlage im Haushalt, senden Parabolantennen keine hochfrequente Strahlung aus. Sie sind reine Empfänger von Rundfunk- und Fernsehsignalen, die von 36.000 Kilometer entfernten Satelliten im Weltraum abgestrahlt werden. Diese Strahlung ist relativ schwach und auch ohne Satellitenschüssel allgegenwärtig.

Technisch gesehen arbeitet ein Satellitenempfänger wie folgt: Die vom Satelliten ausgesendeten elektrischen Wellen werden vom Parabolspiegel reflektiert, und zwar auf einen bestimmten fixen Punkt (der Brennpunkt), an dem die Intensität des Satellitensignals nun leicht erhöht ist. Dort sitzt der eigentliche Empfängerbaustein, auch „LNB“ oder „LNC“ genannt. Dieser wandelt die Wellen in elektrische Signale um, die dann wiederum über ein angeschlossenes Coaxial Kabel weitergeleitet werden.

Im Vergleich zu herkömmlichen Stromleitungen geht von einem Coaxial Kabel ebenfalls recht wenig Gefahr für die Gesundheit aus. Das Kabel ist nämlich so aufgebaut, dass der Leiter innen liegt und außen von einer meist mehrfachen Abschirmung umgeben ist. Das Coaxkabel führt dann direkt in den Satelliten Receiver, der das empfangene Signal schließlich in ein für den Fernseher verwertbares Bildsignal umwandelt und an diesen weitergibt. Bis zum Receiver lässt sich somit, wenn überhaupt, nur eine äußerst geringe Strahlenbelastung feststellen.

Fazit: Von Satellitenschüsseln geht nur eine geringe Elektrosmog-Gefahr aus.

Doch Achtung: Jedes elektrische Gerät im Haushalt (und das trifft auch auf Fernseher und Receiver zu) emittiert im Betrieb elektromagnetische Strahlung. Wer also trotz „elektrosmog-freier“ Satellitenanlage den ganzen Tag vor der Mattscheibe hockt, belastet sich zusätzlich.

www.everyday-feng-shui.de

Quelle:

www.bfs.de – Andere Quellen hochfrequenter Strahlung

3 Kommentare

  1. Wir haben auf dem Balkon nun das dritte jahr Kästen mit begonien hängen.Einer hängt ca.60cm von der Schüssel entfernt, der andere ca. 180cm. Die unmittelbar vor der Schüssel wachsen sehr viel langsamer und das jedes jahr. Ich denke mal das kann bei 3 jahren kein zufall sein.

  2. `Vor 3Jahren wurde an meinem Haus eine “ Schüssel“ installiert.
    Im Jahr darauf verabschiedete sich ein 30 Jahre alter Wein, eine Hortensie
    ging ein, eine Pfingstrose kam im nächsten

    Frühjahr nicht wieder. Auf etwa 4 m“ unter der Schüssel kümmern die Pflanzen. Schädlinge gibt es nicht im Boden.
    Kann es Zusammenhänge zwichen Schüssel und Pflanzenschwinden geben ?
    Das fragt Ellis Menzler

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