Elektrosensibilität: Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine zunehmende Anzahl von Menschen in den Industrienationen leidet unter Elektrosensibilität, einer besonderen Empfindsamkeit gegenüber elektromagnetischer Strahlung und Magnetfeldern. Was sind die Ursachen, welche Symptome gibt es und wie kann Elektrosensibilität behandelt werden?

Leuchtende Leuchtstoffröhren unter Hochspannungsleitungen: Freilandleitungsgegner machen bei Protestaktion Elektrosmog sichtbar
Leuchtende Leuchtstoffröhren unter Hochspannungsleitungen: Freilandleitungsgegner machen bei Protestaktion Elektrosmog sichtbar (Bildquelle: www.eigenArts.de)

Elektrosensibilität ist eine besondere Empfindsamkeit gegenüber elektromagnetischen Schwingungen und Magnetfeldern (auch Elektrosmog genannt). Sie tritt vor allem in Industrienationen auf, in denen elektronische Geräte zum Alltag gehören. Elektrosensible Menschen spüren „Strahlung“, die von diesen Geräten ausgeht, sofort. Neueste Untersuchungen haben ergeben, dass Elektrosensibilität eine Form der Empfindsamkeit ist, die sich bei ca. sechs bis neun Prozent der Bundesbürger als Krankheit äußert – Tendenz steigend. Ärzte und Mediziner rechnen sie zu den Umwelterkrankungen, da sie besonders häufig dort anzutreffen ist, wo Menschen permanent von Strahlung emittierenden Geräten umgeben sind.

Ursachen

Elektrosmog ist überall: Mobilfunk Sendemast in Bergen, Norwegen
Elektrosmog ist inzwischen überall: Mobilfunk Sendemast Norwegen (Foto: Amanda Steggell)

Die Zusammenhänge zwischen Ursachen, auslösenden Faktoren und ihrer Wirkung sind noch nicht hinreichend wissenschaftlich erforscht, dennoch lässt sich anhand zahlreicher besorgniserregender Studien der vergangenen Jahre eine klare Tendenz ablesen: Die gesundheitlichen Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern können gravierend sein und reichen von allgemeinen Befindlichkeitsstörungen bis hin zu Krebserkrankungen. Die Strahlung, die etwa von Handys, schnurlosen Telefonen und Mobilfunksendemasten ausgeht, kann laut Berichten von Betroffenen recht unterschiedliche Folgen haben und zu Schwindel, Schweißausbrüchen, Panikattacken, Erschöpfungszuständen, Empfindsamkeit gegenüber hellem Licht und sogar zu scheinbar grundlosen Gedächtnislücken führen.

Symptome

Häufige Symptome sind Kopfschmerzen, Schwindel, Abgeschlagenheit und Depressionen. Die Haut zeigt mitunter Rötungen und Juckreiz. Elektrosensibilität äußert sich zudem nicht nur auf der Haut, sondern auch im Nervensystem und bei den Sinnesorganen. Neueste Studien legen nahe, dass Erschöpfung, Müdigkeit, Nervosität, Konzentrationsstörungen und sogar Krebstumore auf elektromagnetische Felder zurückgeführt werden können. Die Beschwerden lassen sich meist über einen längeren Zeitraum beobachten, sodass man von einer echten gesundheitlichen Einschränkung sprechen kann.

Wissenschaftliche Erklärung

Die wissenschaftlichen Forschungen hierzu sind bisher alles andere als ausreichend. Als relativ gesichert gilt die Erkenntnis, dass unser Körper durch Elektrosmog erhöhtem Stress ausgesetzt ist, welcher zur Bildung von „Freien Radikalen“ in den Zellen führt. Diese wiederum erhöhen die Wahrscheinlichkeit, an Krebs zu erkranken. Außerdem ist bewiesen, dass sich der menschliche Körper in der Nähe von Mobilfunk-Strahlungsquellen erwärmt.

Darüber hinaus mehren sich in der letzten Zeit kritische Stimmen, die behaupten, dass Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen elektromagnetischer Strahlung zu einseitig interpretiert und eindeutig formulierte Risiken kleingeredet würden. Hauptproblem bei der Diskussion der wissenschaftlichen Ergebnisse ist die Vielfältigkeit der Symptome, welche sich im Einzelfall häufig nur schwer einer konkreten Ursache zuordnen lassen.

Behandlung und Vorbeugung

Ein Himmelbett mit Spezial-Baldachin bietet Schutz vor Elektrosmog
Ein Himmelbett mit Spezial-Baldachin bietet Schutz vor Elektrosmog (Foto: www.swiss-shield.ch)

Die Beschwerden müssen auch in Zukunft stets individuell beurteilt und je nach Typ behandelt werden. Selbsthilfegruppen können zwar psychisch unterstützen, doch letztendlich hilft den Betroffenen meist nur der völlige Verzicht auf Geräte, die elektromagnetische Strahlung aussenden. Im öffentlichen Raum lässt sich die Strahlung heute allerdings kaum noch vermeiden. Elektrosmog ist in Deutschland auch abseits elektronischer Geräte und stromführender Überlandleitungen durch die Nutzung von Mobilfunk, WLAN und Rundfunksendeanlagen nahezu überall allgegenwärtig. Als einziger Ausweg bleibt Betroffenen, so scheint es, sich und ihre Wohnung vollkommen abzuschirmen oder ein Leben in völliger Isolation zu wählen.

Inzwischen gibt es auch unter Medizinern eine Reihe von Bestrebungen, das Bewusstsein in der Bevölkerung für die Gefahren zu erhöhen, die von elektromagnetischer Strahlung ausgehen. Da jedoch Verbraucher, Mobilfunkindustrie und schließlich auch der Staat jeweils auf ihre Weise von Handy, Rundfunk & Co. profitieren, geht dieser Prozess nur sehr langsam voran.

Deutschland-Radio Kultur: Elektrosensible auf der Flucht

www.everyday-feng-shui.de

1 Kommentar

  1. Ich kann nur jedem Menschen,der ein Mobiltelefon häufig nutzt raten den beitrag „Mobilfunk,die verschwiegene Gefahr“ bei You Tube anzusehen!
    Ich war erschüttert, dass man uns so viel verschweigt.Die Lobbyisten sind so dermaßen stark in Deutschland, dass überall und viel vertuscht wird.Die Grenznormen sind ein „Witz“ und willkürlich festgelegt.Tiere verenden erwiesenermaßen in der Nähe vom Sendemasten bzw. haben Totgeburten, Pflanzen entwickeln sich nicht richtig…was soll noch alles passieren, bis die menschen aufwachen.Es wird komen wie bei der „Asbest Affäre“…nur dann ist es zu spät!!!

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