Emotionen sind Dämonen

Emotionale Menschen sind außer sich. Denn Emotionen blockieren das Feingefühl, die Intuition, die Einsicht und den Verstand. Sie sind außerdem sehr ungesund und die Ursache von vielen körperlichen Leiden.

Meditation ist ein gutes Mittel, um die Achtsamkeit zu trainieren, den Geist frei zu halten und sich vor Emotionen zu schützen, Foto: Alan E / flickr CC BY 2.0
Meditation ist ein gutes Mittel, um die Achtsamkeit zu trainieren, den Geist frei zu halten und sich vor Emotionen zu schützen, Foto: Alan E / flickr CC BY 2.0

Besessenheit durch Emotionen

Man könnte auch sagen, dass emotionalisierte Menschen besetzt oder besessen sind. Die meisten Menschen sind nicht ständig emotional, aber es gibt auch Personen, die ständig von einer bestimmten Emotion beherrscht sind. Sie sind zum Beispiel dauerhaft depressiv oder ängstlich oder aggressiv oder hasserfüllt oder besorgt oder werden von Minderwertigkeitsgefühlen geplagt. Sie denken und agieren, wie wenn sie von einem Teufel geritten würden.

Wie entstehen Emotionen?

Emotionen sind meist mit Leiden verbunden, die entstehen, wenn wir etwas erleben, was wir anders haben möchten, und uns dagegen auflehnen. Emotionen sind keine direkten Gefühle, sondern an Bewertungen gebunden. Je weniger wir im Flow sind und je mehr wir unsere Lebensumstände abwerten, umso anfälliger sind wir für Emotionen. Betroffen sind vor allem Menschen, die latent unzufrieden sind, nicht auf ihre Gefühle und Intuitionen achten, nicht auf ihren Körper hören, sich oft beschweren und alles persönlich nehmen. Die Gedankenmuster, die zu den Emotionen führen, beginnen sich zu verselbstständigen und sich ständig zu wiederholen. Sobald diese Wiederholungen ihr Unwesen treiben, ist es nicht mehr möglich, im Hier und Jetzt zu leben, weil das Gehirn nicht aufnahmefähig ist für neue Eindrücke. Emotionale Menschen sind stur und wie gefangen in dämonischen Energien.

Es spielt keine Rolle, wodurch die Emotionen ausgelöst werden

Selbst wenn ein Mensch weiß, dass er sich in einem Ausnahmezustand befindet, ist es oft nicht leicht, das dämonische Gedankenkarussell abzustellen. Die Gedanken sitzen wie Kobolde im Gehirn und haben das Kommando übernommen. Aufforderungen wie „Nun sei mal vernünftig!“ oder „Beruhige dich!“ prallen ebenso ab wie Erklärungen und Beteuerungen seitens der Personen, die für die Emotionen verantwortlich gemacht werden. Die beschuldigten Personen können meistens gar nichts dafür, sondern haben die Emotionen auf völlig unschuldige Weise ausgelöst. Emotionen entstehen nicht durch das Fehlverhalten von anderen Menschen, sondern nur durch unsere eigenen Bewertungen und Widerstände.

Die Fütterung der Dämonen durch heftige Medien

Viele Menschen füttern ihre Dämonen, indem sie emotionale Medien konsumieren. Die Medieninhaber wissen sehr genau, dass emotionale Nachrichten viel besser ankommen als nüchterne Botschaften. Menschen, die sich gerne ängstigen, lesen mit Vorliebe Krimis, Gruselgeschichten, Todesnachrichten und Weltuntergangsprophezeiungen. Auch so genannte „Verschwörungstheorien“ werden gerne von Journalisten verbreitet, die auf die Angst-, Wut- und Schock-Tube drücken. Man kann jede Nachricht derart dramatisieren und bedrohlich darstellen, dass negative Emotionen geschürt werden.

Emotionale Dämonen heilen

Es gibt viele Methoden, wie man Emotionen verarbeiten und transformieren kann. „Die Fütterung der Dämonen“ ist eine Heilmethode aus dem 11. Jahrhundert. Wenn eine Emotion auftaucht, sollte man sie nicht ablehnen, sondern wahrnehmen, akzeptieren, erforschen und transformieren. Wichtig dabei ist, dass man sich in eine Beobachterrolle begibt und sich nicht mit dem Dämon identifiziert. Dämonen leben von der Ablehnung und daher wird man sie am schnellsten los, indem man ihnen Zuwendung, Mitgefühl und Liebe schenkt. Sie direkt zu bekämpfen bringt wenig, weil es sich um sehr starke und zwanghafte Energien handelt, die kaum zu beherrschen sind. Es nutzt auch nichts, sie zu verdrängen, denn dann treiben sie im Unterbewusstsein ihr Unwesen. Sobald sie ins Bewusstsein gelangen, Beachtung finden und als Emotionen entlarvt werden, sind sie bereits entschärft. Emotionen sind reine Gedankenenergien, die wir irgendwann selbst erschaffen haben. Daher kann es hilfreich sein, das Denken zu stoppen und ganz bewusst alle Verspannungen zu fühlen, die der Dämon im Körper anrichtet. Man kann auch mit dem Dämon reden und seine Ansichten hinterfragen. „Ist das wirklich wahr?“ ist eine Schlüsselfrage, die Byron Katie empfiehlt. Und: „Was passiert, wenn du nicht an diese Gedanken glaubst?“

Über den Umgang mit emotionalen Menschen

Wer emotional ist, hat nie Recht, weil der Mensch in diesem Moment kein Mitgefühl hat und nicht bei Trost ist. Wenn der Chef also einen Wutanfall bekommt oder die Mutter tobt, weil ihr irgendwas nicht passt, dann hat es keinen Sinn, sich auf einen Streit einzulassen. Es kann immer und überall passieren, dass man jemandem unabsichtlich auf den Schlips tritt und heftige Emotionen auslöst. Da Emotionen sehr verletzend und destruktiv wirken können, wenn man sie persönlich nimmt, ist es das Wichtigste, dass man sich innerlich distanziert und disassoziiert. Je schneller man kapiert, dass man nichts damit zu tun hat, umso besser. Es geht nicht darum, den anderen zur Vernunft zu bringen, sondern sich selbst zu schützen und ruhig zu bleiben. Menschen, die ständig missmutig sind und ihre Mitmenschen beschuldigen, kann man nur aus dem Weg gehen. Emotionen können sich leicht aufschaukeln und Gegen-Emotionen auslösen – bis hin zu heftigen Anfeindungen und zerstörerischen Kriegen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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Geomantie.Netzwerk Graz + Umgebung

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