Energetische Entgiftung von unheilvollen Bindungen

Hier geht es nicht um die energetische Hausreinigung mit Räucherwerk und Salz, sondern um notwendige Reinigungsprozesse auf dem Weg zur Selbstbestimmung.

Marionetten brauchen einen Puppenspieler. Foto (C) Jairo / flickr CC BY 2.0
Marionetten brauchen einen Puppenspieler. Foto (C) Jairo / flickr CC BY 2.0

 

Verschiedene Geistheiler, Feng-Shui- und Lebensberater bieten Hilfe für die „energetische“ Entgiftung an. Was ist davon zu halten? Ist Heilung durch Energieübertragung, Handauflegen, symbolische Handlungen und Rituale überhaupt möglich? Bei übergeordneten Themen, die mit dem Bewusstsein eines Einzelnen nicht gelöst werden können, geht es oft nicht ohne Hilfe von außen. Dazu gehören Themen wie Besetzungen, Anhaftungen, Schmarotzerwesen (Parasiten) und Dämonen. Aber auch systemische Identifikationen, Flüche, Eide, Verwünschungen und schwarzmagische Komplikationen können sehr vertrackt sein, weil mehrere Menschen (oder Wesenheiten) davon betroffen sind.

 

Loskommen von Rollen und Gruppen

Nicht überall kann man es sich aussuchen, wie man sich orientieren möchte, denn je kleiner eine Lebensgemeinschaft ist, umso abhängiger ist der Einzelne vom Gruppengeist. Wer aus der angestammten Gruppe ausbricht, muss mit dauerhafter Ausgrenzung rechnen. Wir lernen von klein auf, dass wir uns unterwerfen und anpassen müssen, um akzeptabel zu sein. Wir entwickeln eine Sklaven-Mentalität und sind nur noch ein Rädchen in einem Getriebe, das von angeblich wichtigeren Menschen gesteuert wird.

 

Jede Heilung ist eine Form von Entgiftung

Wenn körperliche Entgiftungsmaßnahmen keine Wirkung zeigen, ist es vielleicht notwendig, das Problem aus einer höheren Perspektive zu betrachten. Der Körper wird nicht nur durch ungesunde Lebensmittel und handfeste Giftstoffe verpestet, sondern auch durch giftige Gedanken, schädliche Programmierungen, kollektive Strukturen und fremde Wesenheiten, die mit dem Betroffenen verstrickt sind. Unsichere Menschen mit schwachem oder zerrissenem Wesenskern fühlen sich oft magisch von dominanten Personen angezogen. Die Verwandtschaft stellt für viele Menschen eine lebenslange Verstrickung dar, während andere keine Probleme haben, ihren eigenen Weg zu finden und ohne Anhaftungen voranzuschreiten.

 

Wer keine Verantwortung übernimmt, wird besetzt

Für manche Menschen ist es leichter, an Dämonen zu glauben, als die Verantwortung für ihre Gesundheit selbst zu übernehmen. Bevor man eine übergeordnete Problematik in Erwägung zieht, sollte man daher die eigenen Möglichkeiten ausschöpfen. Denn allzu leicht finden sich selbst ernannte „Hellseher“, die alle möglichen Stricke in der Aura sehen und sie für teures Geld beseitigen möchten. Allein die Neigung, sich als Opfer zu sehen und die Schuld im Außen zu suchen, kann ein Hinweis auf Besetzungen sein. Denn wer keine Eigenverantwortung übernimmt, über den bestimmen logischerweise andere. Wer glaubt, fremde Hilfe zu benötigen, sollte sich auf jeden Fall jemanden suchen, der gesünder wirkt als er selbst es ist. Die meisten Heiler sind ebenso wie Schulmediziner kein bisschen heiler als ihre Patienten.

 

Dämonen mit profanen Bezeichnungen

Als Dämon kann man alles bezeichnen, was den Geist eines Menschen gefangen nimmt. Das können Lehrer sein, Medien, Modetrends, Kollegen, Klassenkameraden, Vorgesetzte, Therapeuten und spirituelle Führer. Ein Dämon ist das, was eine Herde zusammenhält. Er ist nicht sichtbar, aber äußerst wirksam. „Ich bin nicht Herr/in meiner selbst“ kann ein wichtiger Schritt zur Selbsterkenntnis sein. Die mangelnde Selbstbestimmung zeigt sich sehr deutlich, wenn Abhängigkeiten und Süchte vorhanden sind. Spätestens dann, wenn ein Mensch nicht mehr essen kann, was er will, sondern was ihm irgendeine Sucht befielt, wird es Zeit, sich auf die Hinterfüße zu stellen.

 

Erhöhung der Schwingungsfrequenz

Wenn ein Mensch sich spirituell weiter entwickelt, erhöht sich seine Schwingungsfrequenz. Er wird zu einem feineren Wesen, um es einfach auszudrücken. Vieles, was an sich ganz gesund ist und zu diesem Menschen dazu gehört hat, passt nun nicht mehr zur neuen Frequenz und muss daher abgestoßen werden. Auch diesen Prozess kann man als „energetische Entgiftung“ bezeichnen. Alte Programmierungen lösen sich auf, alle Zellen erneuern sich und zeigen eine verfeinerte Energiestruktur.

Der Weg vom willenlosen Schaf zum kreativen Schöpfergeist ist oft ein steiniger. Foto (C) Andrew / flickr CC BY 2.0
Der Weg vom willenlosen Schaf zum kreativen Schöpfergeist ist oft ein steiniger. Foto (C) Andrew / flickr CC BY 2.0

 

Nachfolgend einige Beispiele, wie sich energetische Vergiftungen auflösen lassen. Ein pauschaler Lösungssatz kann lauten: „Alles ist in Freiheit miteinander verbunden. Alles kann kommen und gehen, wie es will. Jeder ist für sich selbst verantwortlich. Ich muss gar nichts.“

 

Art der Vergiftung Auflösung
Parasiten und Süchte Alle „Genussmittel“ entschieden und vollständig elimieren. Willensstärke und geistige Klarheit sind hier das Um und Auf.
Versprechen, Eide, Gelübde – lebenslang oder „in alle Ewigkeit“ Pauschales Auflösungsritual: „Hiermit löse ich mich von allen in der Vergangenheit geleisteten Eiden und Gelübden“
Schädliche religiöse Symbole und Rituale, die das Energienieveau senken, z.B. bekreuzigen Symbole und Rituale für Freiheit, Freude, Kreativität, Selbstbestimmung und Fülle
Verunreinigung der Aura durch Kontakt mit niedrig schwingenden Wesenheiten Lichtduschen, Meditationen, Aktivierung der Chakren und Energieleitsysteme
Langer Aufenthalt in städtischer Umgebung mit viel Lärm, Stress, schlechter Luft und zahlreichen Ablenkungen Auszeit in der Natur und Rückzug in die Abgeschiedenheit
Großräumige Luft-Verschmutzung, Chemtrails Chembuster, Essig verdunsten lassen
Klimatische und atmosphärische Disharmonie, schädliche Strahlungen, Radioaktivität Agnihotra: Indisches Feuer-Ritual mit Kuhdung, Reis, Ghee, Kupfer und Mantren
Austritt oder Ausschluss aus angestammten Gruppen und fehlende Geborgenheit Erdung im Kontakt mit Pflanzen, Tieren, Kindern und vertrauenswürdigen Einzelpersonen
Systemisches Durcheinander Systemaufstellungen
Verwünschungen und Verfluchungen Vergebung und bewusstes Unschädlichmachen durch Affirmationen
Gruppenzwänge in der Kindheit (Religion, Schulbildung, Berufswahl und in manchen Fällen sogar Eheschließungen vor der Volljährigkeit) Bewusstes Austreten aus allen Gruppen, in die man gesteckt worden ist
Unerwünschte Bindungen an klettende Personen und Organisationen Entweder neue Bindungen eingehen, so dass für die alten kein Platz mehr ist. Oder eine riesige Anzahl von neuen Kontakten herstellen, so dass eine Festlegung nicht mehr möglich ist (sehr leicht in den sozialen Netzwerken möglich).
Unerwünschte Bindungen an Regionen, Nationen oder Sprachgruppen Dialekt verlernen, Fremdsprachen lernen und multikulturelle Kontakte suchen. Auch ein Partner aus einer anderen Region kann sehr hilfreich sein, um restriktive Festlegungen loszuwerden.
Schuldzuweisungen und Schuldgefühle Vergebung und Selbstvergebung

 

 

 

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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2 Kommentare

  1. Sehr super dein Blog. So vielfältig die Tipps. Die einen ganz vertraut (Systemaufstellungen) die anderen kommen einem ganz wild und abgehoben vor („Agnihotra“). Und bei den Vergiftungen berührt einen natürlich unangenehm die Frage: was is wenn man selber eine niedrigschwingende Wesenheit ist, oder eine klettende Person….

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