Essentielle Aminosäuren in veganen Nahrungsmitteln

Wo bekommen Veganer ihr Eiweiß her? Allesesser haben meist keine Vorstellung, was man außer Obst und Gemüse noch essen könnte und wie man davon satt wird. Doch keine Angst: Es gibt genug Auswahl an pflanzlichen Eiweißquellen, die sogar gesünder sein sollen als tierische Produkte!

Brennnessel enthalten viel Eiweiß, Foto: Thomas Kohler / flickr CC BY 2.0
Brennnessel enthalten viel Eiweiß, Foto: Thomas Kohler / flickr CC BY 2.0

Ein gefährlicher Mangel an Proteinen ist äußerst selten

Proteine bestehen aus verschiedenen Aminosäuren, die lebenswichtige Funktionen im Körper übernehmen. In pflanzlichen Lebensmitteln sind alle essentiellen Aminosäuren enthalten – jedoch in unterschiedlichen Mengen und Kombinationen. Sie sind (unter anderem) wichtig für den Muskelaufbau und die Erzeugung von anderen Aminosäuren. Grundsätzlich sind Proteine in fast allen Pflanzen vorhanden, vor allem in Hülsenfrüchten, Gräsern, Sprossen, Nüssen und Kernen. Da Obst und Gemüse meist in größeren Mengen gegessen werden, ist eine Mindestversorgung auch ohne eiweißbetonte Nahrungsmittel möglich. Es ist jedoch ratsam, nicht nur Obst und Gemüse zu essen, sondern täglich konzentriertere Eiweiß-Lieferanten in den Speiseplan zu integrieren.

8 bis 9 essentielle Aminosäuren

Diese Aminosäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, sondern sie müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Alle essentiellen Aminosäuren sind zum Beispiel in Hanfsamen enthalten. Nachfolgend die 9 lebenswichtigen Aminosäuren und ihre wichtigsten Aufgaben:

  1. Histinin: Bildung von Blutkörperchen und Regulation des Wachstums, Regeneration des Gewebes und Förderung der Wundheilung.
  2. Isoleucin: Energieversorgung für die Muskulatur und Bestandteil von Nährlösungen für die künstliche Ernährung. Täglicher Bedarf: ca. 1,4 Gramm.
  3. Leucin: Baustein für weitere Aminosäuren. Unterstützung von Heilprozessen. Bestandteil von medizinischen Infusionslösungen. Täglicher Bedarf: ca. 2,3 Gramm.
  4. Lysin: Baustein für weitere Aminosäuren. Unterstützung des Immunsystems. Bestandteil von medizinischen Nährlösungen. Wichtig für den Aufbau von Kollagen.
  5. Methionin: Baustein für weitere Aminosäuren, Hormone und Neurotransmitter. Wichtig für den Fettstoffwechsel. Täglicher Bedarf: ca. 13 mg pro Kilogramm.
  6. Phenylalanin: Baustein für weitere Aminosäuren und Botenstoffe.
  7. Threonin: Baustein für weitere Aminosäuren, Enzyme, Hormone und Neurotransmitter.
  8. Tryptophan: Bestandteil von künstlichen Nährlösungen. Wichtig für die Bildung von Serotonin, das die Stimmung und den Schlaf beeinflusst.
  9. Valin: Wichtig für die Muskulatur und Bestandteil von künstlichen Nährlösungen. Täglicher Bedarf: ca. 1,6 Gramm.

Die besondere Bedeutung der Aminosäure Lysin

Es gibt unzählige Versuche, Methoden und Therapien, um Krebserkrankungen mit alternativen Methoden zu heilen. Eine davon ist eine Kombination aus Lysin, Prolin und Vitamin C. Außer Krebs sollen auch Infektionskrankheiten wie Grippe und Herpes abgemildert werden können. Herpesausbrüche können zwar nicht komplett gestoppt werden, aber sie klingen schneller ab. Lysin ist als Präparat im Handel erhältlich, aber nicht unbedingt ratsam, weil es sich um in isoliertes, industrielles Pharmaprodukt handelt. Es findet vor allem als Futtermittelzusatz Verwendung. Außerdem kann die Herstellung mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen erfolgt sein. Der bakterielle Abbau von Lysin führt zu Cadaverin (= Leichengift). Nahrungsergänzungsmittel können keine vollwertige Nahrung ersetzen und sollten – wenn überhaupt – nur in biologischer Form eingenommen werden. Bei einer Überdosierung sind Nierenfunktionsstörungen möglich.

Natürliches Lysin in veganen Lebensmitteln (Milligramm pro 100 Gramm)

Der Bedarf bei Erwachsenen beträgt zirka 30 mg pro kg Körpergewicht und ist mit den folgenden Lebensmitteln leicht zu decken:

Bockshornklee-Samen: 1.311 mg

Brennnesselpulver: 3.721 mg

Buschbohnen: 136 mg

Cashewkerne: 700 mg

Chiasamen: 970 mg

Dicke Bohnen getrocknet: 1.824 mg

Edelkastanien: 146 mg

Erdnüsse: 1.119 mg

Frische Erbsen: 1.557 mg

Getrocknete Erbsen: 1.770 mg

Grünkohl: 215 mg

Haferflocken: 426 mg

Hanfsamen: 1.030 mg

Haselnussmus: 483 mg

Hefeflocken: 3.213 mg

Hirse: 226 mg

Kakaopulver: 1.048 mg

Kichererbsen getrocknet: 1.370 mg

Kidneybohnen getrocknet: 1.948 mg

Kürbiskerne getrocknet: 2.385 mg

Leinsamen: 952 mg

Linsen getrocknet: 1.890 mg

Lupinenmehl: 1.700 mg

Mais: 223 mg

Mandeln: 600 mg

Mohnsamen: 1.050 mg

Mungobohnen: 1.947 mg

Paranüsse: 381 mg

Pilze getrocknet: 2.361 mg

Rosenkohl: 205 mg

Sesam: 643 mg

Sojamehl: 2.802 mg

Sonnenblumenkerne: 990 mg

Spirulinapulver: 3.015 mg

Walnüsse: 424 mg

Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel wurde von keiner Ärztin geschrieben und ersetzt keine ärztliche Beratung. Fehler und Irrtümer sind nicht ausgeschlossen.

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Irmgard Brottrager, Dipl.Ing. für Architektur und Innenarchitektur,

Ganzheitliche Raum-Gestaltung und Europäisches Fengshui 

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Literatur-Übersicht

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